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Widowspeak

Widowspeak

Roses

Roses

Widowspeak gehören nach 16 Jahren Bandgeschichte längst zu den verlässlichen Größen des zeitgenössischen Indie-Folks. Auch auf ihrem neuesten Werk bleiben Molly Hamilton und Robert Earl Thomas ihrem bewährten Stil treu: verträumt, grazil und aus der Ruhe heraus rockend. Wo andere Bands auf (über-)große Gesten setzen, genügen Widowspeak wenige, präzise Akzente. Hamiltons schwelgerischer Gesang, der an Hope Sandoval von Mazzy Star erinnert, und die erdigen Gitarrenlinien von Thomas sind einfach das perfekte Match. Die beiden sind nicht nur musikalisch, sondern auch privat Partner und inzwischen verheiratet. Da heutzutage Indie-Folk die wenigsten Bands vollständig ernährt, arbeitet Thomas im echten Leben als Tischler, Hamilton als Kellnerin in einem Diner. Aufgenommen haben sie die Platte mit ihren Tourmusikern Willy Muse, John Andrews und Noah Bond auf der griechischen Insel Hydra – in der winterlichen und touristenarmen Nebensaison. Die Ruhe und Schönheit der Umgebung fließen direkt in den ohnehin schon entschleunigten Sound ein. Widowspeak sind schon seit ihrem selbstbetitelten Debüt spannend. Seit ihrem fünften Album »Plum« aus dem Jahr 2020 bewegt sich die Band allerdings auf atemberaubend hohem Niveau. Artverwandte wie Yo La Tengo oder Speck Mountain klingen auch auf »Roses« wieder durch. Wir freuen uns auf Nachschlag. Kay Engelhardt


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