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Exit 8

Exit 8

J 2025, R: Genki Kawamura, D: Kazunari Ninomiya, Yamato Kôchi, Naru Asanuma, 95 min

Japan. Ein Mann erfährt in der U-Bahn, dass seine Ex-Freundin von ihm schwanger ist. Das größere Problem wartet aber noch: Beim Hinausgehen aus dem Tunnel merkt er plötzlich, dass er immer wieder an dieselbe Stelle kommt. Kein Ausweg, gefangen im ÖPNV-Höhlensystem. Ein Hinweisschild zeigt die Lösung: Er muss genau auf seine wiederkehrende Umgebung achten und »Anomalien« finden. Ein seltsamer Mann schreitet stets wortlos an ihm vorbei, auch ein Kind taucht auf. Aus der Sicht dieser Protagonisten werden in drei Episoden mögliche Auswege und Zusammenhänge gezeigt – oder neue Schrecken. »Exit 8« war zunächst ein Indie-Videospiel, was aber für den Filmgenuss egal ist. Diese Mischung aus »Cube« und dem Zeitschleifen-Kultfilm »Und täglich grüßt das Murmeltier« setzt auf ein minimalistisches Setting, reißt aber gleichzeitig auch große Themen wie das kapitalistische Hamsterrad, Selbstfindung und Eltern-Rollen an. Der Streifen bedient sich ikonografisch bei manchem Klassiker, generiert aber selbst wenig Innovatives in Sachen Bildsprache, Dramaturgie und Co. Genau das wäre bei einem solch reduzierten, repetitiven Ansatz aber eine weitere Erlebnisschiene gewesen. So sucht man beim Zuschauen eifrig mit nach Auffälligkeiten im gefliesten Tunnel, schaudert etwas und ist am Ende froh, wenn man schließlich den Ausgang des Films gefunden hat. Markus Gärtner


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