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Pretty Average

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The Highs and Lows of Being Pretty Average

The Highs and Lows of Being Pretty Average

Frontfrau Candy, Gitarre in der Hand, singt mit ihrer verhallten Stimme über soziale Ablehnung im Frauendasein hinter ihrer coolen Sport-Sonnenbrille. Die Drums sind schlicht und langsam, mit schön verzerrten Gitarren und repetitiven Akkordfolgen – das reicht aus, um das Publikum zum Record-Release von »The Highs and Lows of Being Pretty Average« in Berlin weich und wach zu kriegen. Der Sound des zwischen Shoegaze und Indie-Rock schwankenden Albums entspricht der Live-Performance der vierköpfigen Band aus Madrid: rau, ohne Ansagen, mal wild, mal traurig, aber vor allem intim und atmosphärisch. Viel davon hat mit den Unmengen an Hall zu tun, mit denen sie ihre Songs überspielen. Nicht nur darin ist dieses Album als Kontrast zu überproduzierter kommerzieller Musik gedacht, sondern auch in der Entscheidung von Pretty Average, es nicht auf allen Musikplattformen kostenlos anzubieten und nur als Kassette mit Download-Code zugänglich zu machen. Online sind lediglich zwei Singles des obskuren Albums zu hören, da die Songs laut Band zu »precious« seien, um sie kostenlos herzugeben. Wer die Band live erleben will, kann das am 21. Mai 2027 (!) im Noch Besser Leben tun. Wer es bis dahin nicht aushält, bekommt hier einen kleinen Vorgeschmack: Das Album besteht aus sechs Songs, die irgendwie an My Bloody Valentine, The Velvet Underground und die Siebziger-Harmonien von The Brian Jonestown Massacre erinnern. Das Rad hat die Band damit nicht neu erfunden – aber es dreht sich trotzdem in ihrem eigenen Pretty-Average-Way. Libia Caballero Bastidas


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