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Dreimal Nein

Mit Namosh und Angie Reed geht die neue Veranstaltungsreihe »No No No!« in die erste Runde

Alle zwei Monate heißt es künftig »No No No!« im Sweat Club. Frank Ekelmann, besser bekannt als Zacker, möchte dabei dem Leipziger Publikum seine Idee einer Queer-Vielfalt ans Herz legen. Während gerade das aus gleicher Hand organisierte Bouygerhl-Festival auch auf Filme, Deko und Kunst-Installationen setzte, konzentriert sich »No No No!« konsequent auf die Musik.

Alle zwei Monate heißt es künftig »No No No!« im Sweat Club. Frank Ekelmann, besser bekannt als Zacker, möchte dabei dem Leipziger Publikum seine Idee einer Queer-Vielfalt ans Herz legen. Während gerade das aus gleicher Hand organisierte Bouygerhl-Festival auch auf Filme, Deko und Kunst-Installationen setzte, konzentriert sich »No No No!« konsequent auf die Musik. So soll es fortan rauschende Partynächte ohne viel Schnickschnack geben, die dafür dann aber regelmäßig stattfinden.

Mit Namosh alias Namosh E. Arslan wird zum Auftakt ein Live-Act präsentiert, der bald vom Geheimtipp zum großen Star aufsteigen könnte. Nächstes Jahr sollen gleich zwei Alben veröffentlicht werden. Der in Berlin lebende Musiker kurdischer Abstammung gilt in der Hauptstadt bereits heute als einer der angesagtesten Performer der Electro-Szene. Dies bedeutet so einiges, denn an der Spree weht bekanntlich eine andere Konkurrenzbrise als an der Pleiße.
Während sich nun gerade der Brite Jamie Lidell dem Funk verschrieben hat, könnte Namosh genau diese Lücken füllen und zum neuen König der Electro-Unterhalter avancieren. Ähnlich wie Jamie Lidell früher verbindet Namosh dicke Beats mit einer eindringlichen Stimme. In Sachen extravaganter Hüftschwung dürfte Lidell allerdings nicht mithalten können. Nicht zu vergessen wäre, dass selbst Björk zu seinen größten Fans zählt. Sie kürte sein »Cold Cream« zu einem ihrer Lieblingssongs.

Angie Reed

Mit Angie Reed, die früher unter dem Namen Barbara Brockhaus agierte, wird eine »Grande Dame« unter den Electro-Trash-Künstlerinnen zu Gast sein. Die ebenso in Berlin lebende Italo-Amerikanerin, die im Sweat Club ein DJ-Set spielen wird, ist durch und durch Künstlerin. So spielte sie bereits auf Theaterbühnen ebenso wie in Filmen. Weiterhin konnte man ihre Zeichnungen und Animationen europaweit auf Ausstellungen sehen. Als Musikerin bediente sie zeitweilig den Bass bei der Band Stereo Total und veröffentlichte sowohl als Barbara Brockhaus wie auch als Angie Reed einige Tonträger.

Ein DJ-Set dürfte dabei eine interessante Erfahrung sein, denn Reeds eigene Musik steht für eine wilde Mischung aus Disco, HipHop, Elektronik und Trash. Daher darf man gespannt sein, wie sie diese Einflüsse an den Plattentellern präsentiert. Bedenkt man ihre Live-Shows, so ist übrigens kaum zu erwarten, dass sie mit grimmiger Miene wie angenagelt hinter dem Mischpult stehen wird. Und wer weiß, vielleicht zappelt auch Namosh – ein guter Freund von Angie Reed – nach seiner Show auf der Tanzfläche weiter.

Samstag, 21.6., Sweat Club, Petersteinweg
http://www.nono-no.com
Queer-Clubbing

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