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Tango goes Modern

Die Elektrotango-Band Tanghetto präsentiert 12 Songs ihres aktuellen Albums im Victor Jara

»El Miedo a la Libertad« – Die Furcht vor der Freiheit. Der Titel und die Idee von Tanghettos neuestem Album sind angelehnt an das gleichnamige Werk von Erich Fromm, bedeutender Humanist, Psychoanalytiker und Sozialpsychologe des 20. Jahrhunderts.

»El Miedo a la Libertad« – Die Furcht vor der Freiheit. Der Titel und die Idee von Tanghettos neuestem Album sind angelehnt an das gleichnamige Werk von Erich Fromm, bedeutender Humanist, Psychoanalytiker und Sozialpsychologe des 20. Jahrhunderts. Bestimmt von der Angst, die Macht selbst zu übernehmen, überlassen wir sie anderen und folglich auch die Macht über die Richtung in unserem Leben. Dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch Tanghettos Album.

Die Gruppe selbst wurde 2001 durch Max Masri und Diego S. Velázquez ins Leben gerufen. Masri ist Musiker und war einer der letzten Schüler des legendären Tango-Maestro Virgilio Expósito. Der Name Tanghetto, ein Wortspiel aus Tango und Ghetto, ist inspiriert von den kleinen Gemeinschaften der im Ausland lebenden Argentinier. Die Entstehungsgeschichte der Musiker hat etwas Subtiles. Angefangen hat alles mit einem Besuch Masris bei Freunden aus der argentinischen Heimat, in einem Studentenheim in Köln. Abends wird Musik aufgelegt. Die Deutschen hören elektrische Sachen in ihren Zimmern, auf argentinischer Seite erklingen die Rhythmen Tango und Folklore auf die Flure hinaus. Als beide Musikrichtungen sich mal wieder im Heim vermischen, erkennt der Argentinier deren Zusammengehörigkeit. Zurück in Buenos Aires beschließt er dann, die Idee umzusetzen. Seine Band nennt sich zunächst Electrotango und gehört somit zu den ersten, die ein solches musikalisches Experiment wagen.

Die nunmehr sechsköpfige Gruppe erzählt mit ihrer Musik das, was sie täglich erlebt und erfährt. Ihr Musikstil vereint klassischen Tango, Jazz und Elektro. Meist stehen reine Instrumentalstücke im Vordergrund. Frühere Erfolge haben sie bereits durch Alben wie »Emigrante« und »Hybrid Tango« erlangt, die beide für den Latin Grammy nominiert waren.

Am 24. September spielen sie auch in Leipzig im Victor Jara in Plagwitz. Der Abend wird organisiert vom Verein Deutsch-Spanische Freundschaft e. V., der Tanghetto wie folgt ankündigt: »Der Rhythmus ›arrabalero‹ des Tangos mit hypnotisierenden Beats des Deep House und Down Tempo.«

24.9., 21 Uhr, Victor Jara, Zschochersche Str. 12, anschließend Movimiento imago – grupo creativo argentino-alemán, Dance + Visuales
Eintritt: AK 15 €/12 € ermäßigt, VVK unter http://www.dsf-leipzig.de
http://www.tanghetto.com
Musik

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