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»Leipzig hat ein neues Wahrzeichen«

Feierliche Eröffnung des 4. Erweiterungsbaus der Deutschen Nationalbibliothek

Mit den Worten »Jetzt ist es geschafft!« leitete Generaldirektorin Elisabeth Niggemann ihre Rede anlässlich der Eröffnung des neuen Erweiterungsbaus ein. Dreieinhalb Jahre sind seit der Grundsteinlegung am 4. Dezember 2007 vergangen, ab heute ist der Anbau nun endlich für die Öffentlichkeit zugänglich. Sogar ein neues, innovatives Konzept zur Geothermienutzung wurde in den futuristischen Bau integriert.

Mit den Worten »Jetzt ist es geschafft!« leitete Generaldirektorin Elisabeth Niggemann ihre Rede anlässlich der Eröffnung des neuen Erweiterungsbaus ein. Dreieinhalb Jahre sind seit der Grundsteinlegung am 4. Dezember 2007 vergangen, ab heute ist der Anbau nun endlich für die Öffentlichkeit zugänglich.

Seinen modernen Stil nach dem Slogan »Umschlag-Hülle-Inhalt« verdankt das Gebäude der Stuttgarter Architektin Gabriele Glöckner. »Der Erweiterungsbau schließt die historische Lücke zwischen dem prachtvollen Hauptgebäude und dem Bücherturm und verbindet sie zu einem Gesamtensemble«, erklärte die Architektin in ihrer Eröffnungsrede. Mit dem futuristischen Entwurf hatte Gabriele Glöckler einen europaweiten Ausschreibungswettbewerb gewonnen.

Der Anbau bietet mit neun Etagen nicht nur neuen Stauraum für die umfangreiche Mediensammlung, welche sich jährlich um rund 600.000 Exemplare vergrößert, sondern beherbergt nun auch einen Lesesaal und Ausstellungsflächen des »Deutschen Buch- und Schriftmuseums« sowie das nach Leipzig verlegte »Deutsche Musikarchiv«. Auf einer Hauptnutzfläche von 14.000 m² sind 10.600 m² Magazinfläche mit insgesamt 136 km laufenden Regalfachböden entstanden. Die hohen klimatechnischen Ansprüche einer konstanten Luftfeuchte von 50 Prozent bei 18 Grad Celsius im Büchermagazin werden mit einem innovativen Konzept zur Geothermienutzung verbunden. 48 Erdwärmesonden reichen mit insgesamt fast 6.000 Metern Bohrlänge 124 Meter in den Grund am Deutschen Platz und ermöglichen so eine Reduzierung der Energiekosten gegenüber konventionellen Methoden um rund 50 Prozent.

Während der Bauzeit für den Erweiterungsbau wurde auch der Bücherturm mit einer neuen Fassade versehen. Im Zuge der Integration der neuen Magazine in die Abläufe der Deutschen Nationalbibliothek wurden rund 170 Regalkilometer Medien umverteilt. Aufgrund der großen Bedeutung dieser Eröffnung durften hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft natürlich nicht fehlen.

Nach Bachs »Fantasie d-Moll, BWV 903,1«, gespielt von Gewandhausorganist Michael Schönheit, hielten neben Elisabeth Niggemann auch Jan Mücke, Staatssekretär für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und Oberbürgermeister Burkhard Jung eine Ansprache. Für den OBM hat »Leipzig nun ein neues Wahrzeichen«. Auch Bernd Neumann, Staatsminister für Kultur und Medien, sprach ein paar Worte. Schließlich haben erst seine staatlichen Zuschüsse in Höhe von 60 Millionen Euro den Erweiterungsbau überhaupt ermöglicht. Doch auch die schönsten Eröffnungsfeiern gehen irgendwann zu Ende und deshalb beginnen Elisabeth Niggemann und Bibliotheksleiter Michael Fernau schon bald mit neuen Planungen, und zwar für Erweiterungsbau Nummer 5.


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