Startseite / Stadtleben / Editorial 09/2017

Editorial 09/2017

Das neue Heft ist da!

Größeres Bild

An dieser Stelle veröffentlichen wir das Editorial der August-Ausgabe des kreuzer. Chefredakteur Andreas Raabe berichtet, was es im neuen Heft zu lesen gibt.

Sommer, Sonne, Fröhlichkeit – das ist nun vorbei, denn der Herbst beginnt. Kleiner Scherz! Bis Ende September die nächste Ausgabe des kreuzer erscheint, dürfen wir noch ganz offiziell den Sommer genießen. Es könnte also Gelegenheit sein, mal wieder durch die Stadt zu flanieren und sich an einem lauen Spätsommerabend ein paar Bierchen mit Korn hinter die Binde zu kippen. Ja, und warum diesmal nicht auf der Georg-Schumann-Straße, dieser irgendwie vergessen scheinenden Magistrale, der längsten Straße der Stadt? Sie ist wohl die letzte große Leipziger Avenue mit urbanem Glamour-Potenzial, die noch nicht im Hypegewitter zitterte – was ja eigentlich für sie spricht. Das könnte daran liegen, dass sie wirklich sehr lang ist – außerdem ziemlich laut und dreckig. Doch auch hier beginnt so langsam der Einzug der Cafés und coolen Burgerläden. Die Entwicklung der Georg-Schumann-Straße jedenfalls verheißt Spannung – was genau dort gerade passiert, erforschen wir in unserer Titelgeschichte ab Seite 20.

Doch nicht nur die Straßen dieser Stadt interessieren uns, sondern auch ihre Bühnen, Säle, Stadien, Kneipen und Hinterzimmer. So schauen wir uns mit weitem Blick auf die Fußball-EM 2024 mal den Zustand der Leipziger Fußballplätze an (S. 30), besuchen den neuen Chef der Auswahlkommission beim aktuell notleidenden Dokfilmfestival (S. 38), gucken in der Oper vorbei (S. 57), bei einem Leipziger Schriftsteller mit aufgemalter Zahnlücke (S. 60) – und in der neu besetzten Philosophenkammer der hiesigen Kunsthochschule (S. 64). Tja, und wie immer wird beim Misanthropen auf Seite 36 gemeckert – diesmal über die Rezensenten der Randale in Hamburg.

Derweil wurde unsere journalistische Arbeit einer eingehenden Prüfung unterzogen: nämlich vom Deutschen Presserat höchstpersönlich. Dort können Leserinnen und Leser sich beschweren, wenn sie in ihrer Zeitung Verstöße gegen die journalistischen Sorgfaltspflichten, die Presseethik oder Schlimmeres vermuten. Die Pressesprecherin der Initiative »Westwerk retten« beschwerte sich dort über einen Beitrag aus dem kreuzer-Märzheft mit dem Titel »Vermintes Gelände«, der sich unter anderem mit dem Wirken der Initiative auseinandersetzte. Sie sah gleich vier Paragrafen des Pressekodex verletzt, nämlich die Ziffern 1 (»Achtung der Menschenwürde«), 2 (»Sorgfalt«), 6 (»Trennung von Tätigkeiten«) und 8 (»Schutz der Persönlichkeit«). Unter anderem habe der kreuzer falsche Tatsachen behauptet und sei einer interessengesteuerten Informationspolitik aufgesessen, meinte die Pressesprecherin, die allerdings vergaß, gegenüber dem Presserat auf ihre Funktion innerhalb der Initiative hinzuweisen. Der Ausschuss bewertete die Beschwerde in allen Punkten als unbegründet, gegen publizistische Grundsätze sei nicht verstoßen worden.

Neu im Kollektiv ist ab dieser Ausgabe Sophie Hellriegel, die von nun an das Ressort Kinder & Familie im kreuzer leitet. Diesen verantwortungsvollen Job übernimmt sie von der unvergleichlichen Theresa Hellwig, die mit ihren Themen im kreuzer mehrmals auch überregionale Berichterstattung anstieß. Hellwig wechselt nach Dresden, um bei der Sächsischen Zeitung ein Volontariat zu beginnen und den Pegidisten den Marsch zu blasen. Theresa: Zieh durch! Sophie Hellriegel wiederum ist Literaturwissenschaftlerin, Mutter zweier Söhne, spielt hammergut Tischtennis und konnte in ihrer Bewerbungsmappe ein kreuzer-Praktikumszeugnis aus dem Jahr 2005 vorweisen. Prädikat: Hervorragend. Wir jedenfalls heißen Sophie herzlich willkommen.

Halten Sie durch!

ANDREAS RAABE

chefredaktion@kreuzer-leipzig.de


VERLAGSMITTEILUNG

Liebe Leserinnen und Leser des kreuzer!

Mit dieser Ausgabe kostet ein Heft 3,30 Euro, ein reguläres Abo 35 Euro, das Abo de Luxe mit unserem Gastroführer Leipzig Tag & Nacht 40 Euro. Diese erste Preisanhebung seit vier Jahren wurde notwendig, um gestiegene Kosten zu decken und um Ihnen weiterhin die gewohnte Qualität bieten zu können. Auch haben wir in den letzten Jahren in den Inhalt investiert, die Ressorts Ausflug & Reise wie auch die Stadtgeschichten bereichern den kreuzer. Wir sind also zuversichtlich, dass Sie uns weiter gewogen bleiben!

Egbert Pietsch, Verlagsleitung

Anzeige

Kommentieren

Dein Kommentar

Keine Kommentare

Kommentare sind deaktiviert.