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Kultur

Grün ist das neue Schwarz

Gitarrenlos und glücklich: Botanist mit experimentellen Black Metal im Moertelwerk

  Grün ist das neue Schwarz | Gitarrenlos und glücklich: Botanist mit experimentellen Black Metal im Moertelwerk

Wer immer schon mal Black Metal ohne Gitarren hören und sehen wollte, hat am Donnerstag in Plagwitz die Chance dazu. Die Pflanzenfreunde von Botanist machen im Moertelwerk am Kanal Halt. Seitdem im Subgenre nicht mehr nur Pandabären erlaubt sind, florieren alle möglichen Spielarten.

Wobei sich Botanist gerne der atmosphärischen Seite des Black Metal widmen und dabei ganz und gar auf die Kraft des Hackbretts vertrauen, da das Instrument der Wahl besonders schöne Soundscapes erzeugt. Das hört sich nicht nur abgefahren an, die Band um Roberto Martinelli ist es auch. Insbesondere der Hackbrett-Maestro selbst, denn der Mann der Wissenschaft wohnt im selbst gewählten Exil mitten in der Natur. Und verlässt die Einsamkeit nur, um die frohe Botschaft in Form von experimentellem Black Metal in die Welt zu tragen.

Obwohl Freund von Bäumen und Blumen, handelt es sich um keinen Hippie. Stattdessen ist Martinelli ein Apokalyptiker, der der unvermeidlichen Renaturierung der Erde entgegenfiebert. In Leipzig wird unter anderem die neue Platte »Collective: The Shape Of He To Come« vorgestellt, die erstmals mit einer kompletten Band und nicht nur als Ein-Mann-Show entstand.

Es darf orakelt werden: Die Hackfressen-Dichte wird bei diesem Event gegen Null tendieren.


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