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»Von zehn Leuten ist ein Halber dabei«

Ralph Grüneberger über ein Comeback der Lyrik und Chancen, die neue Medien bieten

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Unter allen literarischen Gattungen gilt die Lyrik als die anspruchsvollste, doch kommerziell spielt sie kaum eine Rolle. Die Mehrheit liest eher Sachbücher und Romane als Gedichte. Lyrik war noch nie eine Massenveranstaltung. Dennoch ist sie in der Öffentlichkeit präsent. Dafür sorgt unter anderem die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, die im November 2017 ihr 25-jähriges Bestehen feierte.

Der Verein veranstaltet Lesungen, betreut die Leipziger Lyrikbibliothek in der Stadtbibliothek, gibt das »Poesiealbum neu« heraus und richtet Literatur-Wettbewerbe aus. Wir fragten den Vorsitzenden Ralph Grüneberger, selbst Dichter, nach der Situation der Lyrik heute und über Möglichkeiten, sie noch mehr Menschen zugänglich zu machen…

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Der Verein veranstaltet Lesungen, betreut die Leipziger Lyrikbibliothek in der Stadtbibliothek, gibt das »Poesiealbum neu« heraus und richtet Literatur-Wettbewerbe aus. Wir fragten den Vorsitzenden Ralph Grüneberger, selbst Dichter, nach der Situation der Lyrik heute und über Möglichkeiten, sie noch mehr Menschen zugänglich zu machen.
kreuzer: Der Dichter Jan Wagner hat den dies­jährigen Georg-Büchner-Preis erhalten, das Feuilleton feiert schon länger ein Comeback der Lyrik. Merken Sie etwas davon?
RALPH GRÜNEBERGER: Wir haben ja Jan Wagner schon 2010 als Gast gehabt, als er noch weniger bekannt war. Aber ich würde nicht sagen, dass die Lyrik ein Comeback erlebt. Sicherlich punktuell…
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Dieser Text stammt aus dem kreuzer, Heft 12/2017. Um ein kreuzer-Abo abzuschließen, klicken Sie bitte hier: https://kreuzer-leipzig.de/abo

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