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Die große Repression

Das Verhältnis zwischen Stadt und Polizei hat sich verändert. Während die Landesregierung ein neues Polizeigesetz formuliert, gewinnen schon jetzt autoritäre Konfliktlösungsstrategien an Einfluss

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Als der Wirbel um das Austauschen von Neujahrswünschen, obligatorisches Aneinanderstoßen von Sektgläsern und das bunte Feuerwerksgezündel bei den meisten schon wieder abgeklungen sind, geht es am Connewitzer Kreuz zu Silvester erst richtig los. Nach einer friedlichen Kundgebung »gegen staatliche Repression und Polizeigewalt« versammeln sich nach und nach immer mehr Menschen rund um das Kreuz, laut Polizei etwa 1.000 Personen. Sie kommen vor allem, um das zu tun, was alle anderen in dieser Nacht auch taten: feiern.

Doch nicht jeder gibt sich lediglich mit Raketen und Knallfröschen zufrieden, und so brennen kurze Zeit später ein Müllcontainer und ein Stuhl, die auf der Straße zusammengestapelt werden. So weit, so gut. Ein kleines Feuer auf der Straße ist noch kein Grund zur Aufregung. Doch Connewitz wäre nicht Connewitz, wenn die Situation nicht binnen kurzer Zeit eskalieren würde. Gegen ein Uhr rückt die Polizei mit massivem Aufgebot in den Stadtteil ein…

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Doch nicht jeder gibt sich lediglich mit Raketen und Knallfröschen zufrieden, und so brennen kurze Zeit später ein Müllcontainer und ein Stuhl, die auf der Straße zusammengestapelt werden. So weit, so gut. Ein kleines Feuer auf der Straße ist noch kein Grund zur Aufregung. Doch Connewitz wäre nicht Connewitz, wenn die Situation nicht binnen kurzer Zeit eskalieren würde. Gegen ein Uhr rückt die Polizei mit massivem Aufgebot in den Stadtteil ein. Zwar gehört das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Autonomen und Polizei zu Silvester in Connewitz schon fast dazu, diesmal werden jedoch nicht zuletzt wegen des vorher ausgesprochenen Versammlungsverbotes schwere Geschütze aufgefahren.
Als die Polizei nicht nur mit mehr als 200 Beamten aus ganz Sachsen, sondern auch mit Wasserwerfern anrückt, um den brennenden Container zu löschen, spitzt die Situation sich zu. Einige wenige – die Polizei berichtet von vierzig bis fünfzig, Augenzeugen von etwa zwanzig – Personen bewerfen die Wasserwerfer mit Steinen und Flaschen. Was später als Ausschreitung und Randale bezeichnet wird, ist jedoch nach einer Viertelstunde ebenso schnell vorbei, wie es begann. Später heißt es, man habe »zum gegenseitigen Schutz und für eine schnelle Löschung der Brände« zwei Wasserwerfer eingesetzt, da die Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet gebunden war. Als die letzte Glut verglommen ist, fah…
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Dieser Text stammt aus dem kreuzer, Heft 03/2018. Um ein kreuzer-Abo abzuschließen, klicken Sie bitte hier: https://kreuzer-leipzig.de/abo

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Dein Kommentar

  1. Wank Sinatra | 24. März 2018 | um 14:43 Uhr

    Also ich war vor Ort von 19 Uhr bis 4.30 Uhr und habe das wohl aus einem Paralleluniversum Beobachtet. Auch meine kompletten Video Aufzeichnungen sprechen ein andere Sprache und zeigen ein anderes Bild. Was nun?