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Welche Richtung schlagen die Sozialdemokraten nach dem enttäuschenden 
Stadtratswahlergebnis ein?

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Leipzig ist die sächsische Hochburg der SPD. Doch bei den Stadtratswahlen im Mai 2019 fuhren die Sozialdemokraten erhebliche Verluste ein. Was bedeutet das für den zukünftigen Kurs? Und wie verhält man sich zur erstarkten AfD?

Montag, Ende Juni. Treffen mit Leipzigs SPD-Chef Holger Mann in einem Restaurant in der Innenstadt. Es soll um die Fragen gehen, warum die SPD zu den großen Verlierern der vergangenen Kommunalwahlen in Leipzig gehört hat und wie sie sich zukünftig aufstellen wird. Bei den Wahlen im Mai hatte sie 5,8 Prozent der Stimmen und vier Stadtratsmandate verloren. Nur die CDU fuhr noch größere Verluste ein. Und das, obwohl Leipzig zweifellos die Hochburg der Sozialdemokraten im Freistaat ist. Hier haben sie ihren größten Stadtverband. Hier stellen sie seit Jahren den Oberbürgermeister. Wie gehen die 
Sozialdemokraten mit diesem Bedeutungsverlust um und wie will die Partei in den kommenden fünf Jahren agieren?

Detaillierte Analysen zu den Stadtratswahlen habe die Partei keine. Von den gleichzeitig stattgefundenen Europawahlen wisse Holger Mann aber, dass ein nicht unerheblicher Teil der SPD-Wähler der letzten Europawahl dieses Mal zu Hause geblieben sei. Ein anderer signifikanter Teil sei zu den Grünen abgewandert. Das dürfte in Leipzig nicht grundsätzlich anders sein, so der Landtagsabgeordnete. »Für diejenigen, die zu Hause geblieben sind, fehlt sicherlich die Polarisierung – was in einer Großen Koalition nicht erstaunlich ist, weil man darin viele Kompromisse eingehen muss und das nicht jeden zufriedenstellt. Dass wir viele Wähler an die Grünen abgegeben haben, ist zudem eine Folge davon, dass deren Thema gerade absoluter Trend ist.« Die Grünen hätten zuletzt vieles richtiger gemacht als seine eigene Partei. »Aber im Grundsatz würde ich sagen, dass wir als SPD in Leipzig wieder besser werden müssen, was Stadtteilarbeit und Bürgerdialog angeht.«

Manns Analyse ist in vielen Teilen offen und direkt, denn in den…

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