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Stadtleben

Pádel in der Franz-Flemming-Straße

Die Sportredaktion beim Probetraining

  Pádel in der Franz-Flemming-Straße | Die Sportredaktion beim Probetraining

Es ist doch faszinierend, dass manche Sportarten in Teilen der Welt Volkssport sind, man in unseren Breitengraden aber noch nie davon gehört hat. So ging es mir mit Pádel (Betonung auf der ersten Silbe). Ein Freund erzählte beiläufig, dass er regelmäßig spiele und es in Leipzig eine Halle mit Pádel-Courts gebe. Pádel ist im spanischsprachigen Raum populär und schwappt nun auch nach Leipzig. So finde ich mich eines Abends in der frisch renovierten Padel-City-Anlage im Westen wieder.

Pádel ist eine Variation des Tennisspiels. Die wesentlichen Unterschiede: Es wird immer im Doppel gespielt, die Schläger sind kleiner, aus Kunststoff und ohne Saiten und – jetzt kommt’s – es darf über die Bande (eine Glas- oder Gitterwand, die das Spielfeld umzäunt) gespielt werden. Der Ball, der bei gleicher Größe etwas leichter als ein Tennisball ist, darf die Wand berühren, wenn er vorher im Feld war. Man könnte sagen, Pádel ist eine Mischung aus Tennis und Squash. Die Zählweise ist dieselbe wie beim Tennis, berührt der Ball direkt die Wand um das gegnerische Feld oder kommt auf der eigenen Seite öfter als einmal auf, geht der Punkt ans gegnerische Team.

Nach einem kurzen Einspielen, um ein Gefühl für die Schläger zu kriegen, legen wir los. Und siehe da, auch mit mir als Tennis- und Squash-Novizen kommen doch etliche Ballwechsel zustande. Was sofort auffällt: Gute Kommunikation ist wichtig. Da der Ball nicht abwechselnd gespielt werden muss, sollte jeder Sprint ans Netz, abgestimmt werden, sonst steht man sich im Weg. Durch die Wände als Teil des Spielfelds können absurde Rettungsmanöver realisiert werden, eine schnelle Reaktionsgabe und räumliches Verständnis sind durchaus von Vorteil.

Es ist ein schnelles Spiel, das eine Mischung aus Athletik und Gespür für Strategie erfordert. Manchmal ist es sinnvoller, den Ball gefühlvoll in die Ecken zu spielen, deren Umzäunung ein Ausholen schwieriger machen kann, als hart draufzudonnern. Genauso kann der kreative Einsatz der Bande einen aus verzwickten Situationen retten oder das gegnerische Team überraschen. Nach einer Stunde Spielzeit, die wir vorher ganz einfach online gebucht hatten, sind wir ganz schön ins Schwitzen gekommen. Die Lounge in der Halle lädt noch zum Genuss einer kühlen Spezi ein, dann radeln wir wieder gen Stadt. 

> Padel-City, Franz-Flemming-Str. 3a, 04179 Leipzig, Mo-So 11–23 Uhr, Courts können online gebucht werden, www.padelcity.de


Foto: Padelcity Leipzig


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