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Kampf um das Urbane

Leipzig befindet sich im Wandel – und obwohl die Stadt wächst, gerät ihre Urbanität in Gefahr

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Irgendwas stimmt nicht. Spätis schließen, plötzlich gibt es eine Sperrstunde, Mieten kann sich kaum einer mehr leisten, am Kreuz steht die Polizei mit Maschinenpistole und über allem kreist der Polizeihubschrauber. Der öffentliche Raum in Leipzig wird zunehmend reglementiert. Gedankenspaziergang durch eine Stadt – gefolgt von drei Thesen zur Erklärung der eigenartigen Phänomene.

Personenkontrolle am Hauptbahnhof. Ein junger Mann wird von der Bundespolizei nach seinem Namen und dem Ausweis gefragt. Warum sie gerade ihn ausgesucht haben, sagen sie nicht. »Verdachtsunabhängig« heißt das im Dienstjargon. Das kann man machen, Schleierfahndung sei Dank. Und sofort fragst du dich: Was muss ich tun oder wie muss ich aussehen, um ins Visier der Bundespolizei zu geraten, während ich am Bahnhof Schuhe kaufen oder einen Zug bekommen will? Eine dunklere Hautfarbe hat er nicht, das reicht ja meistens schon ...

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Personenkontrolle am Hauptbahnhof. Ein junger Mann wird von der Bundespolizei nach seinem Namen und dem Ausweis gefragt. Warum sie gerade ihn ausgesucht haben, sagen sie nicht. »Verdachtsunabhängig« heißt das im Dienstjargon. Das kann man machen, Schleierfahndung sei Dank. Und sofort fragst du dich: Was muss ich tun oder wie muss ich aussehen, um ins Visier der Bundespolizei zu geraten, während ich am Bahnhof Schuhe kaufen oder einen Zug bekommen will? Eine dunklere Hautfarbe hat er nicht, das reicht ja meistens schon. Liegt es daran, dass er lange Haare trägt? Einen Vollbart? Dass er einen schwarzen Pulli anhat?

Vor dem Westeingang malt ein Punk kunstvolle Bildchen mit Bleistift, vor ihm steht ein Pappbecher, in den Vorbeikommende Geld reinwerfen sollen. Im Hintergrund ertönt klassische Musik. Stört ihn die? »Na ja, die spielen ja immer wieder das Gleiche«, beschwert er sich. Aber nö, stören tut sie nicht. »Ich höre die gar nicht mehr.« Seit dem Sommer hat das Centermanagement der Bahnhofspassagen Boxen an den Eingängen angebracht, aus denen Klassik klingt. Das gilt als bekannte Maßnahme, um unerwünschte Personen so zu nerven, dass sie den Bereich der Dauerberieselung verlassen. Dass damit die Punks und Bettler un…
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Bei diesem Text handelt es sich um die Titelgeschichte aus dem kreuzer, Heft 11/2017. Um ein kreuzer-Abo abzuschließen, klicken Sie bitte hier: https://kreuzer-leipzig.de/abo

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