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Mensch-Maschine

Computerspiele leben ganz gut mit ihrer Autoren-Anonymität

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Im Gegensatz zu anderen Medien fehlt bei Videospielen oft ein eindeutiger Autor. Außer vielleicht bei Indie-Spielen, dann steht oft ein Team oder ein Studio-Name darunter. Warum ist das so und wie beeinflusst das den alten Hut von der Kulturgut-Problematik? Die Journalisten Christof Zurmitten und Rainer Sigl gehen – unabhängig voneinander – der Chose auf den […]

Im Gegensatz zu anderen Medien fehlt bei Videospielen oft ein eindeutiger Autor. Außer vielleicht bei Indie-Spielen, dann steht oft ein Team oder ein Studio-Name darunter. Warum ist das so und wie beeinflusst das den alten Hut von der Kulturgut-Problematik? Die Journalisten Christof Zurmitten und Rainer Sigl gehen – unabhängig voneinander – der Chose auf den Grund. Sie kommen zu dem Schluss, dass den meisten Entwicklern individueller Fame gar nicht wichtig ist. In andere Formen der Kunst treffe man diese Nonchalance höchstens in der Avantgarde, heißt es. Dahinter verbirgt sich aber eine noch viel dringendere Frage. Dank immer besser funktionierenden Algorithmen und prozeduraler Generierung könnte der Mensch doch schon bald als Autor und gleich auch als Künstler ausgedient haben. Zurmitten findet, dass Entwickler und KI friedlich nebeneinander koexistieren können. Denn ihnen gehe es nicht darum, sich selbst abzuschaffen – sondern Dinge herzustellen, die wiederum andere Dinge herstellen. Das ist aber schlecht für Konsumenten und Medien, die doch Personenkult und Stars irgendwie sehr gerne mögen. Aber Indies müssen immer den Spagat zwischen Kunst und Kommerz hinbekommen, sonst leidet die Credibility.

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