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Christoph Terhechte soll neuer Dok-Chef werden

Nach einem Zwischenstopp in Marrakesch wechselt der ehemalige Berlinale-Forumschef Christoph Terhechte zum Filmfest Dok-Leipzig

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Dok-Leipzig erhält ab dem 1. Januar 2020 einen neuen Intendanten und Geschäftsführer. Christoph Terhechte soll die Nachfolge von Leena Pasanen antreten, deren Intendanz nach fünf Jahren regulär endet.

Christoph Terhechte war von 2001 bis 2018 als Leiter des Internationalen Forums des jungen Films der Berlinale tätig. Er studierte Politikwissenschaften und Journalistik in Hamburg und arbeitete als Filmjournalist in Paris und Berlin. Von 1991-97 leitete er das Filmressort des Berliner Stadtmagazins »Tip«.

Kulturbürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Skadi Jennicke sagte: »Mit Christoph Terhechte gewinnt die Stadt Leipzig für das Dok einen Intendanten mit künstlerischem Weitblick, internationalem Renommee und viel Erfahrung sowie Sensibilität. Dies wird bei der Ausrichtung des Festivals hinsichtlich der Verankerung in der Stadtgesellschaft, aber auch hinsichtlich der überregionalen und internationalen Bedeutung des Dok Leipzig von entscheidendem Vorteil sein.«

Derzeit leitet Terhechte das Dokumentarfilmfestival in Marrakesch. »Die internationale Erfahrung gibt nochmal einen guten Schwung dorthin, wo wir hin wollen«, sagte Jennicke. Er bringe zudem Qualitäten als Führungskraft mit, vertrete glaubwürdig eine Haltung und Weitsicht für die Entwicklung des Festivals. Er habe sich mit konzeptionellen Eckpunkten beworben, die das Auswahlgremium überzeugten.

Die Wahl von Christoph Terhechte ist das Ergebnis eines Auswahlprozesses, mit dem sich die Kommission seit Anfang des Jahres beschäftigt hatte. Neben Skadi Jennicke war daran Claas Danielsen, ehemaliger Leiter des Dok Leipzig und heute Geschäftsführer der Mitteldeutschen Medienförderung, der Leipziger Filmproduzent Heino Deckert, sowie Daniel Waser, Geschäftsführer der Zürcher Filmstiftung, und Donata von Perfall, Direktorin des Documentary Campus e.V., beteiligt. Das endgültige Votum wird in der Ratsversammlung am 30. Oktober erwartet.

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