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Die Kündigungen bei Durstexpress verzögern sich

Die Arbeitsagentur Leipzig hat eine Entlassungssperre für den Getränkelieferanten Durstexpress verhangen

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Der Termin für die Kündigungen der Leipziger Mitarbeiter beim Getränkelieferanten Durstexpress wurde verschoben. Grund dafür ist eine sogenannte Entlassungssperre, welche die Arbeitsagentur Leipzig dem Unternehmen verhängt hat. Eigentlich sollten die Mitarbeiter bereits zum 28. Februar 2021 gekündigt werden. Aufgrund der erlassenen Sperre ist dies erst zum 22. März 2021 möglich. An den Kündigungen hält das Unternehmen trotzdem weiter fest.

Wie aus einem Bericht des Online-Mediums Businessinsider hervorgeht, hat die Arbeitsagentur Leipzig dem Unternehmen Durstexpress eine Entlassungssperre verhangen. Das dazugehörige Schreiben liegt dem kreuzer vor. Darin heißt es, man gehe davon aus, »dass es dem Arbeitgeber wirtschaftlich zugemutet werden kann, die von der Kündigung betroffenen Arbeitnehmerinnen weiter entlohnen zu können.« Die ermögliche den betroffenen Arbeitnehmenden einen möglichst nahtlosen Übergang in ein neues Arbeitsverhältnis.

Hintergrund ist die Fusionierung mit dem Unternehmen Flaschenpost. Im Januar dieses Jahres teilte das Unternehmen mit, das Leipziger Lager von Durstexpress nicht weiter zu betreiben und alle Mitarbeiter zum 28. Februar zu kündigen. Gewerkschaften wie die Nahrung-Genuss-Gaststätten sowie Mitglieder von SPD und Linke kritisierten das Vorgehen des Unternehmens und forderten einen geordneten Betriebsübergang für die rund 450 Mitarbeiter. Im Februar erfolgte die Einleitung einer Betriebsratswahl.

Auch das Unternehmen Flaschenpost bestätigt die Informationen gegenüber dem kreuzer. Dort heißt es, man respektiere die Entscheidung der Arbeitsagentur. Die Sperrfrist bedeute allerdings nicht, dass die Arbeitsverträge unwirksam würden, wie es noch beim Businessinsider hieß. So bleiben die Kündigungen bestehen, werden allerdings um drei Wochen verschoben. Eigentlich sollte der operative Betrieb im Leipziger Durstexpress-Lager bis Ende Februar eingestellt werden. Nun ist das Unternehmen verpflichtet, die Mitarbeiter drei weitere Wochen zu beschäftigen.

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