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Kultur

Happy Sad

Die Kinotipps der Woche

  Happy Sad | Die Kinotipps der Woche  Foto: Sunny Dancer

Genau dafür braucht es experimentelle Kinoräume: Das Kino der Jugend zeigt Béla Tarrs meisterhafte, siebenstündige Parabel über den Niedergang der Menschheit. Nachdem nun die Stadt ein Begehungsverbot für das baufällige Gebäude erlassen hat, dürfen aktuell keine Veranstaltungen mehr indoor stattfinden. Also wird die Projektion in den Innenhof der Hans-Poeche-Straße 7 verlegt, dem neuen Open-Air-Kino der Cinémathèque.

»Satanstango«: 16.8. 15 Uhr (OmeU), Kunst- und Gewerbehof HP7 (Graphisches Viertel)

Film der Woche:

Sunny Dancer
GB 2026, R: George Jaques, D: Bella Ramsey, Neil Patrick Harris, Daniel Quinn-Toye, 106 min

Die 17-jährige Ivy hat gerade eine schwere Krebserkrankung überstanden. Seit zehn Monaten befindet sie sich in Remission, will jedoch keinesfalls auf ihre Krankheitsgeschichte reduziert werden. Ihre Eltern halten es für eine gute Idee, sie in ein spezielles Sommerlager in den schottischen Highlands zu schicken, für Teenager mit ähnlichem Schicksal. Ivy reist mit der Erwartung ins »Chemo-Camp«, die schlimmste Zeit ihres Lebens zu haben. Dort trifft sie allerdings auf neue Freunde, die dem Schicksal ins Gesicht lachen. »Sunny Dancer« ist klassisch warmherziges Coming-of-Age-Sommerkino mit einem Twist. Wo Filme wie »Das Schicksal ist ein mieser Verräter« auf die Tränendrüse zielen, werden hier die Lachmuskeln anvisiert. Mit Erfolg: Der Humor ist sehr britisch, geradeaus und ziemlich finster. In der Umarmung mit dem Tod werden die Wochen für die Jugendlichen zur Feier des Lebens. Im Mittelpunkt eines glänzenden Ensembles frischer Gesichter steht Bella Ramsay (»The Last of Us«) als Ivy. Als völlig überforderter Camp-Leiter Patrick ist Neil Patrick Harris (»How I Met Your Mother«) an Bord. »Sunny Dancer« glänzt außerdem mit einem wunderbaren Sommer-Soundtrack mit Songs von Jamie xx, Fred again und den Cranberries. Außerdem hat der britische Singer-Songwriter James Blunt einen herrlich selbstironischen Gastauftritt im Camp.

»Sunny Dancer«: ab 13.8., Passage-Kinos, Cineplex, Regina-Palast


The End Of Oak Street

USA 2026, R: David Robert Mitchell , D: Anne Hathaway, Ewan McGregor, 100 min

Ein neuer Film von David Robert Mitchell ist immer ein Ereignis und wenn der Regisseur von »It Follows« und »Under the Silver Lake« einen Sommerblockbuster mit einer Familie in den Achtzigern, Anne Hathaway, Ewan McGregor und Dinos ankündigt, kann das nur gut werden. Neben all den Sequels und Superheldinnen sicherlich der erfrischendste Beitrag zum Kinosommer.

»The End Of Oak Street«: ab 13.8. Cineplex, CineStar, Regina-Palast


Weitere Filmtermine der Woche

La Vie en Kit (Life, Assembled)
B 2022, Dok, R: Élodie Degavre, 75 min

Infolge der gesellschaftlichen Umbrüche des Mai 1968 machten sich in Belgien drei visionäre Architekten unabhängig voneinander daran, das Wohnen radikal zu revolutionieren.

Glasfabrik, 13.8. 20 Uhr (Sommerkino Architektur)

Hungry Eyes Festival Kurzfilme 

Mehrere Kurzfilme vom interdisziplinären Filmkunstfestival Gießen.

Open-Air-Kino in der Spinnerei,13.8. 21 Uhr, 


Herzsprung
D 1992, R: Helke Misselwitz, D: Claudia Geisler, Ben Becker, Eva-Maria Hagen, 87 min

In dem kleinen Ort Herzsprung hat sich nach der Wende wenig verändert, abgesehen von der steigenden Arbeitslosigkeit. Als Johanna ihren Job verliert und sich auch noch in einen afrodeutschen Abenteurer verliebt, wird sie zum Dorfgespräch.

Cineding, 13.8. 19 Uhr (Grenzgänger)


Nimrods: A Green Day Comedy
USA 2025, R: Lee Kirk, D: Mason Thames, Kylr Coffman, Ryan Foust, 116 min

Drei Freunde sind der festen Überzeugung, am Silvesterabend die Vorband der Superstar-Punkrock-Band »Green Day« zu sein. Sie begeben sich auf einen aberwitzigen Roadtrip von Kansas City bis Los Angeles.

Cinestar, 14.8. 22.45 Uhr (OmU)

A Sad and Beautiful World
LBN/USA/D/SA/QAT 2025, R: Cyril Aris, D: Mounia Akl, Hasan Akil, Julia Kassar, 110 min

Die tragische Liebesgeschichte zwischen Nino und Yasmina vor dem Hintergrund eines zerfallenden Beirut.

Passage-Kinos, 18.8. 20 Uhr (Premiere mit dem Regisseur und weiteren Gästen)

Chihiros Reise ins Zauberland
J 2001, R: Hayao Miyazaki, 125 min

Eines der schönsten Meisterwerke aus dem Anime-Studio Ghibli: Die kleine Chihiro wird in eine seltsame Parallelwelt voller merkwürdiger Wesen und Gottheiten hineingezogen. Dort versucht sie, ihre Eltern von einem Fluch zu erlösen, der sie in Schweine verwandelt hat.

Regina-Palast, 18.8. 15.15, 17.45 (OmU), 20.15 Uhr 
Cinestar, 18.8. 17 (OmU), 20 Uhr 
Passage-Kinos, 18.8. 20.30 Uhr (OmU)
Sommerkino vor der Plagwitzer Markthalle. 18.8. 21 Uhr 
Kinobar Prager Frühling, 21.8. 20 Uhr (OmU)

Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße
D 2025, R: Wolfgang Becker, D: Charly Hübner, Christiane Paul, Leon Ullrich, 113 min

Micha, ein Videothekar, der im Leben feststeckt, wird plötzlich zum Helden wider Willen. Unterhaltsames Schelmenstück von Wolfgang Becker.

Völkerschlachtdenkmal, 19.8. 21, 20.8. 21 Uhr (Pop-up-Treppenkino am Völkerschlachtdenkmal)

Gilda
USA 1946, R: Charles Vidor, D: Rita Hayworth, Glenn Ford, George Macready, 110 min

Zwischen dem Kartenspiel-Profi Johnny und dem Casino-Boss Ballin entwickelt sich in Buenos Aires eine gute Freundschaft. Die wird jedoch auf die Probe gestellt, als Ballin eine Frau heiratet, mit der Johnny einst eine Affäre hatte.

Passage-Kinos. 20.8. 20.30 (OV, Passagen-Werke)

La Boum 2 − Die Fete geht weiter
F 1982, R: Claude Pinoteau, D: Sophie Marceau, Pierre Cosso, Brigitte Fossey

Gelungene Fortsetzung der erfolgreichen Teenagerkomödie.

Schönauer Park. 20.8. 20.30 Uhr(Schönauer Parkfest)

L'Chaim – Auf das Leben!
D/NL/B/F/ISR 2014, Dok, R: Elkan Spiller

Doku über den Geschäftsmann und Schach-Profi Chaim Lubelski und seine Mutter, eine Holocaust-Überlebende.

Kultur- und BürgerInnenzentrum D5, Wurzen, 21.8. 20.30 Uhr (Open-air-Filmtage, Tacheles)

Mapplethorpe
USA 2018, R: Ondi Timoner, D: Matt Smith, Marianne Rendón, John Benjamin Hickey, 100 min

Das Biopic erzählt Robert Mapplethorpes Werdegang, seine Beziehung zur Punk-Rock-Ikone Patti Smith, seine ersten künstlerischen Gehversuche mit der Polaroid-Kamera, die Entdeckung seiner Homosexualität sowie seinen obsessiven, exzessiven Kampf um Ruhm und Anerkennung in der New Yorker Kunstszene.

Passage-Kinos, 19.8. 18 Uhr (OmU, Tag der Fotografie)

Stay Active, Stay Queer − How to DIY a Queer Film Festival Paranoid Paradise #2
D 2011, Dok, 32 min

Dokfilm über das queere Leipziger Filmfestival »Paranoide Paradise«.

Kinobar Prager Frühling, 20.8. 19.30 Uhr (Dokumentation zum queeren Filmfestival »Paranoide Paradise«,mit Gespräch)

Tangerine L. A.
USA 2015, R: Sean Baker, D: Kitana Kiki Rodriguez, Mya Taylor, Karren Karagulian, 84 min

Preisgekrönte Odyssee von zwei transsexuellen Prostituierten durch die Halbwelt von Los Angeles. Wunderbar witzig und warmherzig, komplett gefilmt auf Apples iPhone.

Sommerkino vor der Plagwitzer Markthalle, 16.8. 21.15 Uhr (Pride Pictures, OmU)

Unser kurzes Leben
DDR 1981, R: Lothar Warneke, D: Simone Frost, Hermann Beyer, Gottfried Richter, 113 min

Die talentierte und idealistische junge Architektin Franziska Linkerhand zieht einen radikalen Schlussstrich unter ihr bisheriges Leben. Nach einer gescheiterten Ehe mit einem alkoholkranken Arbeiter verlässt sie Berlin und zieht für ein Probejahr in eine triste, aufstrebende Provinzstadt im sozialistischen Industriezentrum.

Luru-Kino in der Spinnerei, 21.8. 18 Uhr (im Rahmen der Ausstellung »Factory for a(fem.)Century«)

World Between Us
CU/SK 2025, Dok, R: Marie Dvořáková, 93 min

Die Erfolgsgeschichte der tschechischen Fotografin Marie Tomanová.

Luru-Kino in der Spinnerei, 18.8. 19 Uhr (24 FPS, Deutschland-Premiere, OmU)

Trainspotting – Neue Helden
GB 1996, R: Danny Boyle, D: Ewan McGregor, Ewen Bremner, Robert Carlyle, 94 min

Episoden aus dem Leben des heroinabhängigen Renton: Die Adaption des Kult-Klassikers der Drogenliteratur von Irvine Welsh wurde selbst zum Kultfilm.

Open-Air-Kino in der Spinnerei, 21.8. 20.30 Uhr (30-jähriges Jubiläum, OmU)

Satanstango
HUN/D/CH 1994, R: Béla Tarr, D: Peter Berling, Peter Dobai, Mihály Vig, 450 min

Béla Tarrs meisterhafte, siebenstündige Parabel über den Niedergang der Menschheit.

Kunst- und Gewerbehof HP7 (Graphisches Viertel), 16.8. 15 Uhr (OmeU)


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