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Editorial 09/21

Das neue Heft ist da!

  Editorial 09/21 | Das neue Heft ist da!

An dieser Stelle veröffentlichen wir das Editorial der September-Ausgabe des kreuzer. Darin erzählt Interims-Chef Tobias Prüwer über unabhängigen Journalismus, positive Signale in der Gastro-Szene und lädt ein, sich aufs Rad zu schwingen.

Leider sind die Sachsen nicht immun gegen Vergötterung, wie gerade wieder zu erleben war. Keine Angst, wir belästigen Sie hier nicht mit einem Nachruf auf »König Kurt«. Man soll über Verstorbene ja nur Gutes schreiben. Dann lieber schweigen, statt flunkern und schleimen. Das ist nicht immer bequem – auch nicht für uns –, aber so funktioniert unabhängiger Journalismus nun mal. Und dem fühlen wir uns verpflichtet. So kam es, dass wir im letzten kreuzer einen Artikel über das kaufmännische Unternehmen Biomare veröffentlichten (08/2021). Nachdem uns mehrere ehemalige Angestellte von den Arbeitsbedingungen dort berichteten, konfrontierten wir den Biomare-Chef Malte Reupert mit den Vorwürfen und ließen ihn zu Wort kommen – so, wie es journalistisch redlich ist. Von unserem Text war Reupert nicht begeistert und nahm den kreuzer daraufhin aus seinem Sortiment. Nicht nur die August-Ausgabe, der kreuzer ist bei Biomare nicht mehr zu erwerben. Als Anzeigenkunden haben wir das Unternehmen sicherlich auch verloren. Da müssen wir durch. Wenn Sie mögen, dann weisen Sie doch bitte die Lieben aus Ihrem Umfeld darauf hin, dass es unser buntes Heft auch an anderen Verkaufsstellen sowie im Abo gibt. Denn Reupert soll doch nicht Recht behalten, wenn er erklärt: »Der Kapitalismus ist das Resultat deiner Weigerung, es besser zu machen.«

Unser Geld können in der Pandemie sehr viele Branchen gut gebrauchen; besonders gelitten hat aber mit Sicherheit die Gastronomie. Wie schlecht oder gut der Sektor insgesamt durch die Krise kommt, ist noch nicht absehbar. Eine erste Bestandsaufnahme haben Redakteurin Franziska Reif und kreuzer-Autor Eyck-Marcus Wendt für die Titelgeschichte unternommen. Und dabei auch positive Signale empfangen. Wie es den Leipziger Gastronomen und Gastronominnen geht, lesen Sie ab Seite 20.

Natürlich lohnen, je nach Ihrem Interesse, auch alle anderen Artikel in diesem Heft. Zum Glück muss ich sie nicht alle anempfehlen, weil es so etwas Praktisches wie ein Inhaltsverzeichnis gibt – dazu bitte umblättern! Stattdessen fläze ich lieber am See herum und plantsche. Das kann ich Ihnen auch empfehlen, nutzen wir ausgiebig das Spätsommer-Nass – ob nun bekleidet oder nackig. Falls Sie dorthin oder in den nächsten Wochen überhaupt mit dem Rad unterwegs sind, dann beteiligen Sie sich doch am Stadtradeln. Ja, das ist nur ein kleiner Wettbewerb von minimaler symbolischer Wirkung. Aber es macht ziemlich viel Spaß, wenn man sich mit den anderen Radlerinnen oder sogar Leuten im eigenen Team messen kann. Ein kleiner Kapitalist und Konkurrenztier steckt dann wohl in (fast) jedem von uns. Wenn Sie nicht allein mitmachen wollen, können Sie sich gern dem Team kreuzer anschließen – wählen Sie nach Anmeldung einfach unser Team aus und Sie sind dabei. Wer hier die Nase vorn hat, bekommt eine Überraschung von mir. Versprochen!

Genießen Sie, wenn möglich, die Freuden dieser schönen Stadt. Bleiben Sie bitte von Corona verschont und schenken Ihrem Spiegelbild dann und wann ein Lächeln,

Ihr Tobias Prüwer

PS: Der Schleimpilz ist Einzeller des Jahres! Wir gratulieren.


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1 Kommentar(e)

schmonz 29.08.2021 | um 13:32 Uhr

Kreuzer abonnieren, Malte ruinieren!