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Klartext reden

2026 ist in Sachsen und Leipzig Themenjahr der jüdischen Kultur

  Klartext reden | 2026 ist in Sachsen und Leipzig Themenjahr der jüdischen Kultur  Foto: Christiane Gundlach


In der Schwägrichenstraße 11 fehlt an der Eingangstür seit Oktober eine Bronzeplatte (siehe Cover dieser Ausgabe und Bild oben). Sie erinnerte daran, dass der in Leipzig geborene Kunsthistoriker Nikolaus Pevsner (1902–1983) hier aufgewachsen ist. Seine Doktorarbeit zur Leipziger Barockarchitektur von 1928 gilt immer noch als Klassiker. Pevsner emigrierte 1934 nach England und wurde dort unter anderem für seine Reihe »The Buildings of England« sehr bekannt. Sein Vater, ein aus Russland stammender Pelzhändler, starb 1940, seine Mutter beging ein Jahr später aus Angst vor der Deportation Selbstmord. Vor 1933 waren beide in Leipziger Vereinen im Kunst- und Kulturfeld aktiv. Auf kreuzer-Anfrage bei der Stadt zum Verbleib der Tafel heißt es, dass es sich nicht um eine städtische Erinnerungstafel handle und deshalb auch keine Auskunft über eine Erneuerung oder Kopie möglich sei. 

Wer sich über jüdisches Leben informieren möchte, dem steht im Netz beispielsweise die Website »Re-Membering: Jüdische Lebenserinnerungen – ein Netzwerk zur Stadtgeschichte Leipzigs« zur Verfügung, das Jane Wegewitz und Tom Weiß initiierten und erstmals zur Jüdischen Woche 2017 vorstellten. In einer interaktiven Karte von Leipzig finden sich Erinnerungen von Jüdinnen und Juden an die Stadt und spezielle Orte, die von Jugendlichen und Erwachsenen in Workshops eingesprochen werden, um Vergangenheit lebendig zu halten. Dank einer Spende im letzten Jahr konnte die Website aktualisiert werden. Eine kontinuierliche Arbeit an ihr und den Formaten scheitert bisher am gängigen Förderprinzip, dass Projektfolgeförderungen oder -Verstetigungen keine finanzielle Unterstützung finden. Daran ändert auch das Erinnerungskulturkonzept nichts, das der Stadtrat im November 2023 beschlossen hat. Dieses betont natürlich die Friedliche Revolution, die in Kooperation mit der Leipziger Tourismus und Marketing GmbH das Nonplusultra in der Stadtgeschichtsschreibung darstellt. Aber: Die Zeit des Nationalsozialismus ist nun ein Schwerpunkt der städtischen Erinnerungskultur – wie auch die jüdische Geschichte, und das epochenübergreifend: »Häufig ist die Erinnerung an Juden und Jüdinnen auf das Holocaust-Gedenken beschränkt. Diese Begrenzung führt in der Regel zu einer kollektiven Stilisierung von Juden und Jüdinnen als passive Opfer des NS-Staates. Sie werden nur selten als historische Akteur/-innen mit einer vielfältigen Geschichte vor und nach dem Holocaust ernst genommen. Vor allem in Leipzig war jüdische Geschichte stets auf das Engste mit der Stadtgeschichte verbunden.«

Dass so ein Konzept und gute Vorsätze nicht davor schützen, jüdische Geschichte zu vergessen, zu ignorieren oder gar nicht erst zu kennen, zeigte die Einweihung der städtischen Gedenktafel für den ehemaligen Thomaskantor Günther Ramin (1898–1956) im November 2023, also fast zeitgleich mit dem Beschluss zum Erinnerungskulturkonzept. In Ramins Haus in der Ferdinand-Lassalle-Straße wohnten vorher Jüdinnen und Juden, darunter der Arzt und Bildhauer Raphael Chamizer. Über ihn und seine Familie hatte das Stadtgeschichtliche Museum erst im Sommer 2019 die Ausstellung »L’dorv’dor – Von Generation zu Generation. Familie Chamizer aus Leipzig« gezeigt, die damit beworben wurde, dass sie eine »besondere und vergessene Familiengeschichte über mehrere Generationen hinweg in die Gegenwart der Stadt« zurückhole. Nur vier Jahre später hatten das die Verantwortlichen im Kulturamt vergessen: Weder bei der Einweihung noch an der Tafel gab es auch nur einen Hinweis auf Chamizer oder die anderen jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner. Nach der Kritik des kreuzer daran folgten wohlwollende Worte – Ergänzungen an der Tafel bis heute aber nicht.

Als der Neubau des Museums der bildenden Künste 2004 eingeweiht wurde, störte es kaum jemanden, dass auf dem extra dafür angefertigten Stiftermosaik des Künstlers Stephan Huber keine einzige jüdische Persönlichkeit vertreten ist, die das Museum seit seiner Gründung Mitte des 19. Jahrhunderts unterstützt hat. Obwohl zum Beispiel Max Abraham dem Museum die Skulptur »Kassandra« vom lokalen Kunsthelden Max Klinger stiftete, die im MdbK-Olymp in der ersten Etage prominent stand und steht. Auch wurde Klingers »Tanzreigen« aus dem ehemaligen Bestand der Familie Nachod gezeigt. Nach dem Tod Friedrich Nachods, Eigentümer der Bank Knauth, Nachod & Kühne, erhielt das Museum Geld, von dem Robert Sterls Gemälde »Die Steinebrecher« (1911) gekauft wurde, das heute in der ersten Etage zu sehen ist, mit dem Hinweis: »Aus dem Vermächtnis von Friedrich Nachod«. 

Abraham und Nachod stellen nur zwei Beispiele für Engagement von Jüdinnen und Juden in der Stadtgesellschaft dar. Als die Gemeindesynagoge in der Gottschedstraße 1855 geweiht wurde, verfügte sie über 1.600 Plätze. Die Leipziger Gemeinde selbst zählte damals 105 Mitglieder, die Zahl stieg stetig, auch durch Zuzug nach Pogromen in Osteuropa – auf 12.540 Mitglieder im Jahr 1925, damals knapp zwei Prozent der Leipziger Gesamtbevölkerung. Der Großteil der Mitglieder stammte aus Osteuropa. Bezogen auf die Berufsgruppen waren Kaufleute am stärksten vertreten, gefolgt von Angestellten und Beamten sowie freien und akademischen Berufen. Die Gesetzgebung der Weimarer Republik führte zudem zur rechtlichen Gleichstellung der jüdischen Bevölkerung. Im Jahr 1933 hatte die Gemeinde 11.564 Mitglieder – 1,6 Prozent der Leipziger Bevölkerung und 58,2 Prozent der Jüdinnen und Juden in Sachsen. Die drittgrößte jüdische Gemeinde in Deutschland hatte ein Durchschnittsalter von 45 Jahren. Im Jahr 1939 lebten 4.284 Jüdinnen und Juden in Leipzig, zwei Jahre später noch 1.912, bei der Befreiung Leipzigs im April 1945 waren es weniger als hundert.

Die nichtvorhandene offizielle Aufarbeitung jüdischer Geschichte in der Stadt steht dem in anderen Städten der DDR nicht nach. Philipp Graf beschreibt dies sehr anschaulich in seinem 2025 erschienenen Buch »Ausgeschlagenes Erbe – Die jüdische Geschichte Halberstadts in der DDR«, das wir in einem der nächsten Hefte vorstellen werden. 

Bernd-Lutz Lange erklärt in »Davidstern und Weihnachtsbaum – Erinnerungen von Überlebenden«, das 1992 erstmals erschien, wie er in Vorbereitung eines ersten Artikels zur jüdischen Geschichte Leipzigs nach 1945 für die Leipziger Blätter (im Heft 9/1986 erschienen) an alten Namensschildern im Waldstraßenviertel klingelte, um nach Augenzeugen aus dem Viertel zu fragen, wo seit Beginn des 20. Jahrhunderts sehr viele Jüdinnen und Juden wohnten und wo sich nach 1939 die meisten Judenhäuser befanden. Er fand Zeitzeuginnen und -zeugen, hörte sich ihre Geschichten an. Die erste Ausstellung zum jüdischen Leben in Leipzig eröffnete dann im November 1988 – wie überall in der DDR wurde damit der Beschluss des Politbüros des ZK der SED zu Gedenkfeierlichkeiten anlässlich des 50. Jahrestags der Pogromnacht vom 9. November 1938 umgesetzt.

Ungefähr zwanzig Jahre später eröffnete im Leipziger Stadtgeschichtlichen Museum die Dauerausstellung »Moderne Zeiten« im Obergeschoss des Alten Rathauses. Hier sind die Zeugnisse jüdischen Lebens aus der Vergangenheit in der allgemeinen Abteilung zum 18. und 19. Jahrhundert mit blauer Farbe besonders hervorgehoben. Sehr wahrscheinlich würde eine solche ungleiche Gestaltung heute niemand mehr auch nur in Erwägung ziehen.

Heute umfasst die jüdische Gemeinde in Leipzig mehr als tausend Mitglieder, ist die größte im Freistaat. Der Freistaat Sachsen siedelte in den neunziger Jahren das Dubnow-Institut (s. S. 22) in Leipzig an. Im Mai 2009 eröffnete das ehemalige Altenheim in der Hinrichsenstraße 14 als Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus (s. S. 22). Daher stand Leipzig ganz oben auf der Liste, als um 2019 die Idee eines Jüdischen Museums in Sachsen in der Diskussion stand. Davon ist in Zeiten leerer Kassen nun aber keine Rede mehr. Vielmehr möchte die Stadt sich in Position für ein Yad-Vashem-Begegnungszentrum, die erste Außenstelle der in Jerusalem befindlichen Holocaust-Gedenkstätte, bringen.

»Wie verstetigen wir das Interesse aneinander?«

Anstelle eines neuen Museumsprojektes entstand die Idee zu einem landesweiten Themenjahr jüdischer Kultur. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus bildete ein Projektteam unter anderem mit Sabine Wolfram, der Direktorin des Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz (SMAC), dem Historiker Alexander Walther, der über »Die Shoa und die DDR – Akteure und Aushandlungen im Antifaschismus« promovierte, Küf Kaufmann, dem Vorsitzenden der Israelitischen Religionsgemeinde Leipzig, und Nora Pester vom Verlag Hentrich & Hentrich.

Das SMAC stellt für dieses Projekt einen idealen Ort in mehrfacher Hinsicht dar: Das ursprünglich als Kaufhaus konzipierte Gebäude wurde 1927 nach Plänen des jüdischen Architekten Erich Mendelsohn (1887–1953) errichtet. Heute befinden sich hier auf drei Ebenen neben den Dauerausstellungen zu sächsischer Natur und Kultur, die allesamt ohne Tageslicht auskommen, an der Fensterfront gen Stadt jeweils Dauerausstellungen zum Architekten, zum Schocken-Kaufhauskonzern, den die Brüder Simon und Salman aus Zwickau zur viertgrößten Kaufhauskette vor 1933 in Deutschland ausbauten, sowie zu Salman Schocken (1877–1959). Ja, diese Präsentationen gibt es – aber nur wer den Türdrücker findet, kann auch durch die Tür gehen und sich die jeweils sehr interessanten Präsentationen anschauen. Dies kann als Sinnbild für den Umgang mit jüdischer Kultur im Freistaat dienen: Es gab und gibt sie, doch das Wissen und die Aufmerksamkeit bedürfen immer auch einer Selbstinitiative. 

Nora Pester, die Sprecherin des »Tacheles«-Projektteams, betont im Gespräch mit dem kreuzer im Capa-Haus, dem Sitz ihres Verlages Hentrich & Hentrich, dass es sich beim Themenjahr nicht um ein »Festival im klassischen Sinn handelt, bei dem ein Intendant ein Programm mit verschiedenen Punkten plant«. Vielmehr gehe es von Beginn an um Vielfalt und die Fragestellungen: »Wo stehen wir 2027? Wie verstetigen wir das Interesse aneinander?« Das Projektteam reiste zwei Jahre durch Sachsen und schaute sich nach Initiativen um. Mit dem Ergebnis, dass sich nun 54 Städte und Gemeinden am Themenjahr mit 365 Veranstaltungen beteiligen. Die große Anzahl an Projekten verwundert Pester nicht, denn bereits zum bundesweiten Themenjahr »Jüdisches Leben in Deutschland« im Jahr 2021 fanden in Sachsen im Vergleich zu anderen Bundesländern bezogen auf Größe und Bevölkerungszahl die meisten Projekt-Einreichungen statt. 

Das könnte zwei Gründe haben. Erstens: Es besteht ein großes Interesse und es existieren zahlreiche Projekte, die sich mit jüdischer Kultur beschäftigen. Zweitens: Im Gegensatz zur alten Bundesrepublik macht sich auf dem Gebiet der ehemaligen DDR immer noch die oben bereits erwähnte vier Jahrzehnte lang kaum öffentlich vorhandene jüdische Kultur bemerkbar.

Nora Pester hofft, dass »die Landespolitik über 2026 hinaus die Sichtbarkeit jüdischer Kultur in der Fläche aufrechthält.« Als besondere Projekte des Themenjahrs stellt Pester einerseits die geplante Ausstellung zu jüdischer Geschichte im Stadtmuseum Eilenburg heraus, die das Haus ohne Förderantrag allein erarbeitet hat. Der Wurzner Joachim-Ringelnatz-Verein wiederum präsentiert im Themenjahr die Ausstellung »Zwischen hübschen Streifen: Die Venus-Werke Chemnitz und die Reklameverse von Joachim Ringelnatz«. Anfang der dreißiger Jahre dichtete Ringelnatz für das jüdische Unternehmen Goeritz AG, das sich auf Untertrikotagen und Bademoden spezialisiert hatte, ehe es 1938 arisiert wurde. 

Die Ausstellung ist eins der 92 Projekte, die die Kulturstiftung Sachsen unter dem Themenschwerpunkt »Jüdisches Leben in Kunst und Kultur« in diesem Jahr mit insgesamt 1,2 Millionen Euro fördert. Wichtig war der Stiftung dabei, dass die Projekte sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart thematisieren. Darunter sind nun ein offenes Archiv zu jüdischer Kultur im Erzgebirge, eine Konzertreihe Artists AgainstAntisemitism in Leipzig, Veranstaltungen und Ausstellungen zur jüdischen Kultur in Oederan, Wurzen, Bad Lausick, Delitzsch, Großenhain, Zwenkau, Zwickau und in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig die Ausstellung »Heidi Specker: Aenne Biermann. Eine fotografische Spurensuche«, die bereits 2024/25 in Gera zu sehen war.

Die breit gestreuten Projekte bilden das ab, was Pester als »Herzstück« des Themenjahrs versteht: Jüdische Geschichte als Regional- und Stadtgeschichte erzählen. Der von der Stadt Leipzig und dem Freistaat angestrebte Sitz eines Yad-Vashem-Bildungszentrums wäre »ideal und ein starkes Zeichen für Sachsen und Leipzig«. Das würde Pesters selbst gestellten Anspruch von Nachhaltigkeit über ein Themenjahr hinaus erfüllen. Denn 2026 soll nicht nur Schönwetter gemacht werden. »Die Politik muss darüber hinaus die Rahmenbedingungen für mehr Sichtbarkeit liefern und unterstützen«, so Pester.

Tacheles in Leipzig

Leipzigs Kulturbürgermeisterin SkadiJennicke betont zum Pressetermin im Dezember, bei dem die städtischen Projekte im sächsischen Themenjahr vorgestellt wurden, dass jüdisches Leben und jüdische Kultur zu Leipzig gehören. Jennicke verweist diesbezüglich auf das Besuchsprogramm für ehemalige Leipzigerinnen und Leipziger, das seit 1995 im Rahmen der Jüdischen Woche durchgeführt wird – 2026 zum 17. Mal. Das neue städtische Erinnerungskonzept betone nicht nur die wichtige Rolle der Erinnerung an jüdische Kultur, sondern auch die Rolle von Jüdinnen und Juden in der Stadtgesellschaft. »Wir machen das nicht aus aktuellem Anlass«, sagt Jennicke und meint »nach dem 7. Oktober 2023«.

Die Stadt schrieb 95.000 Euro für Projekte aus der Freien Szene aus. Eine Jury um Nora Pester, Petra Knöller vom Kulturamt, Stadtrat Thomas Kumbernuß (PARTEI) und Historiker Martin Clemens Winter hat 13 Projekte ausgewählt – unter anderem »Hinrichsen« an der Grieg-Begegnungsstätte, die Performance »Rachel und ich« von Lulu Obermayer und Rachel Troy in der Schaubühne Lindenfels und von der Gedenkstätte Zwangsarbeit »Jüdische Zwangsarbeit in Leipzig – eine biographische Spurensuche«.


Ausgewählte Veranstaltungen des Jahres der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 »Tacheles«

Ausstellungen 

»Sichtbarmachen – Spuren jüdischen Engagements im Museum der bildenden Künste« von der Künstlerin ShlomitLehavi und Publizistin Sharon Adler: bis 28.6., Museum der bildenden Künste, Foyer, gegenüber dem Stiftermosaik

»Uns eint die Liebe zum Buch – Jüdische Verleger in Leipzig 1815–1938«: 4.3.–8.4., Bibliothek der HTWK Leipzig, Foyer – Bereits 2021 im Stadtgeschichtlichen Museum zu sehen, das Buch dazu erschien bei Hentrich & Hentrich.

»Ich hatte einst ein schönes Vaterland – Jüdisches Leben in Gohlis und der äußeren Nordvorstadt« (Teil 1): 6.3.–26.6., Bibliothek Gohlis

»Fred Stein – Fotografien aus dem Exil«: 2.4.–31.7., Capa-Haus und »Out of Exile – The Photographyof Fred Stein«: 2.4.–31.7., Deutsche Nationalbibliothek

»Gedächtnis der Steine. Spuren jüdischer Geschichte und deutscher Besatzung in Thessaloniki«: 2.5.–9.8., Halle 14

»Aufbruch und Tradition – 30 Jahre Jüdisches Leben der Gegenwart in Sachsen (1996–2026) – Fotografien von Silvia Hauptmann«: 19.5.–30.9., Stadtarchiv

»Jüdisches Leben und die Musikerfamilie Bach – eine Spurensuche«: 21.5.–13.12., Bach-Museum

»Fotoarchiv Mittelmann«: ab 3.6., Stadtgeschichtliches Museum, Haus Böttchergäßchen

»Ein Prozess, vier Sprachen – Die Pioniere des Simultandolmetschens bei den Nürnberger Prozessen«: 30.9.–26.11., Neues Rathaus

»Vier Wände voller Kunst – Jüdische Familien und ihre Kunst in Leipzig«: ab 30.9., Museum der bildenden Künste

Musik

Salonorchester Cappuccino »Das Operettenimperium der Gebrüder Rotter«, 7.2., 16 Uhr, 8.2., 11 Uhr, Gewandhaus, Mendelssohn-Saal

Kammermusik zum 50. Todestag von Alfred Szendrej: 1.3., 18 Uhr, Gewandhaus, Mendelssohn-Saal

»L’Chaim VI« Vorstellung des Sammelbandes »Jüdische Identitäten und Antisemitismus im Punk« (Tobias Johann u. Andreas Borsch, Verbrecher-Verlag) und Konzert mit DVMP, Kaput Krauts und Amen81: 2.5.,Conne Island

Andere Formate

Lesung und Buchvorstellung mit Hadija Haruna-Oelker und Max Czollek »Alles auf Anfang – Auf der Suche nach einer neuen Erinnerungskultur«: 19.1., 20 Uhr, Residenz auf der Spinnerei

Podiumsdiskussion »Jung und jüdisch in der DDR«: 29.1., 18 Uhr, Landeszentrale für politische Bildung, Projektbüro Chemnitz

Schneeblumen-Gedenkweg: 13.4., 19 Uhr, Gelände des ehemaligen KZ Buchenwald, Wolfswinkel, Markkleeberg – In Erinnerung an den Todesmarsch der 1.550 Frauen des KZ-Außenlagers – bis 18.4. über Borsdorf, Wurzen, Oschatz, Lommatzsch bis nach Meißen

Jüdische Woche: 21.–28.6. 

Eröffnung Leipziger Notenbogen: 21.6., 11 Uhr, Ez-Chaim-Synagoge bis Richard-Wagner-Platz

Tagung »Jüdisches Leben in der Geschichte Leipzigs – Bilanz und Perspektiven«:  30.10. (Tag der Stadtgeschichte) 

Podcast der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft »Unüberhörbar – Jüdische Frauen in der ersten Frauenbewegung«, vier Folgen: »1800–1850«; »Die Pionierin Henriette Goldschmidt (1850–1920)«, »Neues Selbstbewusstsein – der jüdische Frauenbund 1900–1933« und »Lautes Schweigen – Antisemitismus in der ersten Frauenbewegung 1900–1945«


> Das Programm des Themenjahres lag bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe nicht vollständig vor, Infos: www.tacheles.sachsen.de


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