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Kultur

Muster und Macht

Die Hochschule für Grafik und Buchkunst lädt bis Sonntagabend zum Rundgang ein

  Muster und Macht | Die Hochschule für Grafik und Buchkunst lädt bis Sonntagabend zum Rundgang ein  Foto: Ein Beispiel für »Muster und Macht« – von Mikuláš Smoleň aus der Klasse 2. Studienjahr Buchkunst und Grafik-Design/ Britt Schlehahn

»Finde

Suche einen bestimmten

Standpunkt von dem

Aus du den Stand der Dinge betrachten und

Folge diesem Blick

Was siehst du?

Was weißt du darüber?

Was machst du damit?«

Schwarz auf weiß stehen diese Handlungsanleitungen in der ersten Etage der Hochschule für Grafik und Buchkunst, die bis zum Sonntagabend wieder zum Rundgang einlädt, auf dem alle Klassen und Kurse die Ergebnisse des letzten Jahres präsentieren.

Die Anleitungen stammen von der Klasse für Typografie, deren Klassenraum 1.30 gleich daneben liegt, und ihrem Projekt »Der Stand der Dinge«, das in Kooperation mit dem Grassimuseum für Angewandte Kunst entstand. Aus der Anfrage des Museums zur Teilnahme an der Grassimesse entstand ein temporärer Einzug in die Institution mit einer Sammlung von Objekten, die die Studierenden zum Beginn des Semesters für sich ausgewählt hatten. Diese wurden nun nach der Anleitung beschrieben, verortet und in Beziehung gesetzt. Die Homepage (www.outputin.de)  dokumentiert das Geschehen und der Klassenraum zeigt die unterschiedlichen Aspekte von Präsentation, Beschreibung und Recherche.

Wie Tapete wirkt und die Wahrnehmung beeinflusst, befragt das 2. Studienjahr Buchkunst/ Grafik-Design unter dem Motto »Muster und Macht« im Raum 1.10. Auf den Bahnen im Raum finden sich Darstellungen des Genderpaygap, Gesichtserkennungsprozesse oder die Veränderungen an der deutsch-tschechischen Grenze.

Den Klassenraum nach den eigenen Bedürfnissen einzurichten, steht für die Klasse Klasse von Ines Schaber und Susanne Keichel im Fokus und kann im Raum 1.47 unter dem Titel »we want [under construction]« betrachtet werden.

Die Klasse Expanded Cinema lädt im Raum 2.41 zu ihrem gemeinsam produzierten Film »We Are Making Good Progress« ein – in Kombination mit mehreren Monitoren im Raum.

Im zweiten Klassenraum finden sich Fotografien und Videos, die sich unter anderem mit den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auseinandersetzen sowie mit der Darstellung von Ulrike Meinhof im Film.

Im dritten Stockwerk liegen die Malerei-Räume. Dort sind unter anderem in der Klasse von Franziska Reinbothe Blätter aus einem dreitägigen Hochdruck-Workshop zu sehen, die unter dem Titel »Fortuna – Passage« entstanden. Neben den Blättern findet sich im Raum eine lange Tafel, an der die Arbeiten entstanden, bei der jeweils auf die Zeichnung einer anderen Person reagiert wurde. Die Mappe erschien im Staffel Verlag für kollaborative Originalgrafik aus Leipzig.

In der Galerie sind die fünf Preisträgerinnen und Preisträger des Studienpreises der HGB und der Sparkasse Leipzig zu sehen. Meta Weckeßer aus dem Fachbereich Buchkunst/ Grafik-Design untersucht in ihrer Recherche »Mitläufer« die Schrift »Schneidler Mediäval«, die F. H. Schneidler 1936 entwarf, der nach dem 2. Weltkrieg als »Mitläufer« eingestuft wurde. Sie fragt in ihrer Installation unter anderem »Wie beeinflusst das Erbe der NS-Typografie das moderne Typedesign?«

Um die HGB in der Zeit von 1933-45 dreht sich das HGB Magazin »#3 Rechte Kontinuitäten an Kunsthochschulen und die Leipziger Akademie im Nationalsozialismus«, das wie auch ein HGB-Shirt im Lichthof am HGB-Verkaufsstand erworben werden kann.


> Rundgang der HGB bis 15.2., Fr und Sa 14-21 Uhr, So 12-18 Uhr
Das komplette Programm gibt es hier: 
www.hgb-leipzig.de/rundgang

> Studienpreis-Ausstellung, ab 19.2. bis 1.3.: Do-Fr 13.30-17.30 Uhr, www.hgb-leipzig.de/studienpreis


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