Startseite / Filmkritik / Mal wieder: Apokalyptisches und Bestseller-Verfilmung

Mal wieder: Apokalyptisches und Bestseller-Verfilmung

Die Kinokarte offeriert Altbewährtes – Bücherverfilmungen, Weltschmerz und Beherztes

»Take Shelter« Größeres Bild

Nach Harry Potter, Edward Cullen und Bella Swan könnte nun Katniss Everdeen eine der angehimmelten Leinwandheldinnen werden. Die Verfilmung des ersten Teils der Bestsellerreihe »Die Tribute von Panem« steuert zumindest Richtung Kassenschlager. Eine weitere Romanverfilmung zwirbelt ordentlich Fiktion und Wirklichkeit durcheinander: »Ruhm« von Daniel Kehlmann (ab heute im Regina-Palast). Der apokalyptische anmutende Thriller »Take Shelter« über einen Familienvater mit düsteren Visionen verspricht ordentlich Spannung. Dazu gesellen sich Alltagsmärchen und Herzgeschichten wie »Der Schnee am Kilimandscharo« und »Wer weiß, wohin?«.

Ein Sturm zieht auf: Curtis (Michael Shannon) lebt mit seiner Frau Samantha (Jessica Chastain) und der sechsjährigen tauben Tochter Hannah (Tova Stewart) in einer Kleinstadt in Ohio. Das Geld ist knapp, doch davon lässt sich die Kleinfamilie nicht aus der Ruhe bringen, bis Curtis von apokalyptischen Visionen über einen herannahenden Sturm heimgesucht wird. »Take Shelter – Ein Sturm zieht auf« von Jeff Nichols feierte Erfolge auf dem Sundance Film Festival 2011 und wurde auf dem 64. Cannes Film Festival mit dem Grand Prix Critics Week für den besten Film und bestes Drehbuch sowie mit dem Preis der Internationalen Filmkritik ausgezeichnet. Der hypnotisierender Thriller feiert heute seine Leipzig-Premiere in den Passage Kinos.

Nachdem am Frauentag Nadine Labakis »Wer weiß, wohin?« über das beherzte Eingreifen eines Frauentrupps in die Konflikte der Männer in einem kleinen libanesischen Kaff bereits einmal über die Leinwand flimmerte, startet der Film heute nun offiziell in der Schauburg. Hier nochmal der Trailer:

Zudem zeigt das CineStar und der Regina-Palast die Romanverfilmung des gesellschaftskritischen Bestsellers »Die Tribute von Panem« von Suzanne Collins, der ein postapokalyptisches Szenario entwirft. Im totalitär regierten Reich Panem, das in zwölf Bezirke unterteilt ist, treten jährlich in den sogenannten »Hungerspielen« Jugendliche im tödlichen Kampf gegeneinander an. Aus jedem Bezirk werden je ein Junge und ein Mädchen zwischen zwölf und 18 Jahren ausgelost. Diese sogenannten Tribute müssen gegeneinander kämpfen, bis nur mehr einer am Leben ist. Die 16-jährige Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence) meldet sich freiwillig, um ihrer kleinen Schwester, die das Los traf, die Gladiatorenspiele zu ersparen. Die Verfilmung der Bestsellerreihe von Suzanne Collins könnte an die Erfolgsgeschichten von »Harry Potter« und »Twilight« anknüpfen. Im Interview mit unserem Kollegen Martin Schwickert erzählt die Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence über Parallelen des Films zur heutigen Gesellschaft und Reality-TV und ihrem bevorstehenden Durchbruch zum Teenieliebling. Fragwürdig bleibt die Geschichte dennoch, ziehen hier immerhin gnadenlos Kinder in den Krieg und bekämpfen sich bis zum letzten Atemzug.

Statt wie im Heft angekündigt, startet erst heute in den Passage Kinos das französische Alltagsmärchen »Der Schnee am Kilimandscharo«.

Die Kritik zum Film sowie weitere Besprechungen finden Sie in der aktuellen Ausgabe des kreuzers. Weitere Kinostarts in der Übersicht gibt es hier.

Viel Spaß im Kino!

Anzeige

Kommentieren

Dein Kommentar

Keine Kommentare

Kommentare sind deaktiviert.