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Allheilmittel Kunst

Neue Strategie für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum

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Stadt Leipzig hat eine neue Strategie namens »Leipzig // Stadt // Raum // Kunst«, die am 1. Januar 2021 in Kraft treten wird. Sie will mehr Kunstwerke im öffentlichen Raum. Der Stadt ist dabei keine Anspruchslosigkeit vorzuwerfen.

Wer um den Herzliya-Platz – das Rondell am Clara-Zetkin-Park – kreiselt, der schaut auf Kunst im öffentlichen Raum. Zum einen befindet sich seitlich davon das Clara-Zetkin-Denkmal von Walter Arnold aus dem Jahr 1967 und zum anderen das Rondell selbst, das der HTWK-Professor für Städtebau und Entwurf Ingo Andreas Wolf 2018 gestaltete. Die Stadt ist mächtig stolz darauf und bescheinigt dem Platz »in besonderer Weise« eine Bereicherung des öffentlichen Raums in ihrem Papier zur neuen Strategie »Leipzig // Stadt // Raum // Kunst«.

Die Strategie, beschlossen Ende 2019 in der Ratsversammlung, tritt am 1. Januar 2021 in Kraft. Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke spricht von einem »Meilenstein«. 

Das Kulturamt führt dazu auf kreuzer-Anfrage näher aus: »Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum dienen der Aktivierung des öffentlichen Raumes und ermöglichen einen Gratis-Zugang zu historischer und gegenwärtiger Kunst.« »Kunst im öffentlichen Raum ereignet sich an unspektakulären Orten, bietet einen niedrigschwelligen Zugang und ist grunddemokratisch.«

Aber damit nicht genug – Kunst kann/muss: den »Aspekt der Teilhabe, des Lernens und der Bildung« verdeutlichen, »markiert Orte in besonderer Weise und vergegenwärtigt Geschichte«, »schafft gesellschaftliche Kommunikationsorte, Orte der Reflexion und des Miteinander-Agierens, zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität, trägt zur Identifikation mit dem Stadtraum bei«. Kunst muss ganz schön viel können und der Stadt ist dabei keine Anspr…

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