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Maradona und Meuselwitz

Damian Halata hat mit den und gegen die ganz Großen gespielt – heute ist er Sportlehrer in Leipzig

  Maradona und Meuselwitz | Damian Halata hat mit den und gegen die ganz Großen gespielt – heute ist er Sportlehrer in Leipzig  Foto: Christiane Grundlach

Nein, seine Finger brauche er nicht zum Pfeifen. Und eine Trillerpfeife schon gar nicht. Wir stehen mit Damian Halata auf einem der Sportplätze der Rahnschule im Graphischen Viertel, genauer: auf dem Dach der Turnhalle. Hinterm Tor dreht sich das Doppel-M auf dem Wintergartenhochhaus in der Ferne, Leipzig könnte hier eine Großstadt sein (und Privatschulen sollten für alle Kinder sein). Damian Halata lebt seit 1988 in Leipzig, seit seinem Wechsel vom 1. FC Magdeburg zum 1. FC Lokomotive, der zu DDR-Zeiten beileibe keine Selbstverständlichkeit war. Gegen Chemie bestritt er sein erstes Oberliga-Spiel, für den VfB Leipzig sein letztes in der 2. Bundesliga. Dazwischen wurde er Nationalspieler, schoss als Einziger überhaupt fünf Tore in einem Spiel der ersten Liga in der DDR. Zur Wende war Halata 27, der Westen lockte, Gespräche wurden geführt – aber der VfB band ihn noch eine Saison an sich. Man habe doch gerade die Qualifikation für die 2. Bundesliga geschafft, in einem Jahr könne er ja noch jenen Weg gehen, auf den sich die Sammers und Kirstens bereits gemacht hatten.


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