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Kultur

Weihnachtsfilme stehen vor der Tür

Die Kinostarts der Woche

  Weihnachtsfilme stehen vor der Tür | Die Kinostarts der Woche  Foto: Filmstill »Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße«/X-Filmverleih


Das Fest steht vor der Tür und damit gibt es auch wieder einige Weihnachtsklassiker auf der Leinwand zu erleben. Neben dem unvermeidlichen »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel« feiert in dieser Woche auch die britische Ensemblekomödie »Tatsächlich Liebe« ihre Wiederaufführung in der Passage, die Schaubühne zeigt Tim Burtons »Charlie und die Schokoladenfabrik« und der kreuzer präsentiert den einzig wahren Weihnachtsklassiker »Stirb Langsam« am Donnerstag im Original im Luru.

»Die Hard – Stirb Langsam«: 18.12. 19 Uhr, Luru-Kino in der Spinnerei


Film der Woche: 2003 gelang dem (westdeutschen) Regisseur Wolfgang Becker mit »Good Bye, Lenin!« ein Komödienhit, auf den sich Ost und West einigen konnte. Es dauerte 12 Jahre, bis er mit der Daniel Kehlmann-Adaption »Ich und Kaminski« seinen nächsten Film inszenierte. Bevor er im vergangenen Jahr überraschend verstarb, hatte er in Leipzig die Dreharbeiten zum Schelmenstück »Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße« beendet, mit dem er zur Deutsch-Deutschen Geschichte zurückkehrt: Im Mittelpunkt der Adaption von Maxim Leos Roman steht Videothekar Micha, der im Leben stehen geblieben ist. Er pennt im Laden, legt seinen Bademantel nur selten ab und die Rechnungen und Mahnungen stapeln sich. Als der Journalist Leon Ullrich auftaucht und Fragen über seine Vergangenheit stellt, gibt Micha erst nach, als Geld winkt. Ein folgenschweres Nicken auf die Frage, ob der ehemalige Eisenbahner Menschen zur Flucht verholfen hat, bringt dem Schluffi ungewollte Aufmerksamkeit, denn Ullrich bauscht die Geschichte groß auf und macht aus ihm einen Helden. Kurz vor seinem Lebensende drehte Becker noch einmal auf, verteilt satirische Seitenhiebe auf die Medien, auf West- ebenso wie auf Ostdeutsche und lässt dafür ein glänzend aufgelegtes Ensemble auflaufen. Auch wenn es einige Zugeständnisse ans Mainstreampublikum gibt, wie etwa die bemühte Liebesgeschichte zwischen Hauptdarsteller Charly Hübner und Christiane Pauls Paula Kurz, unterhält der Held ganz hintersinnig und hervorragend.

»Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße«: ab 11.12., Cineplex, Cinestar, Passage-Kinos, Regina-Palast, Schauburg

Weitere Filmtermine der Woche

Shorts Attack: Große Gefühle

Sechs Filme mit Emotion und sozialer Relevanz.

UT Connewitz, 11.12. 20:00

Balomania
DK/E 2024, Dok, R: Sissel Morell Dargis, 133 min

Ein Geheimbund von riesigen Heißluftballonbauern in Brasilien riskiert alles, um ihre illegalen Meisterwerke zu bauen und zu fliegen.

Ost-Passage-Theater, 17.12. 20:00 (OmeU)


Bowlingtreff
D 2015, Dok, R: Thomas Beyer, Adrian Dorschner, 60 min

Im Jahr 1987 eröffnet, wurde der Bowlingtreff zu einem Symbol für die Sportstadt Leipzig. Im Anschluss Gespräch mit den Regisseuren.

Stadtbibliothek, 16.12. 18:00 (mit Gespräch)


Charlie und die Schokoladenfabrik
USA/GB 2005

Tim Burton-Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuchklassikers von Roald Dahl. 

Schaubühne Lindenfels, 17.12. 16:00

City Dreamers
CDN 2018, Dok, R: Joseph Hillel, 96 min

Dokumentarfilm über vier bahnbrechende Architektinnen, die seit über 70 Jahren Veränderung vorantreiben, sie provozieren, gestaltend an ihr mitwirken.

Stadtbibliothek, 16.12. 18:00 (Architektur im Film mit Gespräch, OF)


Die 120 Tage von Bottrop
D 1997, R: Christoph Schlingensief, D: Sophie Rois, Margit Carstensen, Irm Hermann, 65 min

Aberwitzige Film-im-Film-Satire auf den Deutschen Autorenfilm, 15 Jahre nach Fassbinders Tod.

Cinémathèque, 13.12. 19:00 (Film und Vortrag)

Die Fotografin
GB 2023, R: Ellen Kuras, D: Kate Winslet, Alexander Skarsgård, Andy Samberg, 116 min

Kate Winslet als Fotografin Elizabeth »Lee« Miller, die während des Zweiten Weltkriegs vom Fotomodell zur gefeierten Kriegsberichterstatterin wurde.

Luru-Kino in der Spinnerei, 16.12. 19:00 (24FPS – Fotografie im Film)

Die Hard
USA 1987, R: John McTiernan, D: Bruce Willis, Alan Rickman, Reginald VelJohnson, 126 min

Der einzig wahre Weihnachtsfilm für alle Kitschallergiker: Bruce Willis ist als John McClane zur falschen Zeit am richtigen Ort.

Luru-Kino in der Spinnerei, 18.12. 19:00 (kreuzer-Weihnachtsklassiker mit Einführung von Lars Tunçay, OmU)

DOK Day: Animations- und Dokumentarfilme

Schaubühne Lindenfels, 19.12. 18:00


Endlich sichtbar!
D 2025, Dok, R: Minh An Zabó de Bucs, Ngo The Chau, 90 min

Der Dokumentarfilm begleitet einen Popstar in Vietnam, dessen größter Traum es ist, auch in seiner deutschen Heimat berühmt zu werden.

Schaubühne Lindenfels, 16.12. 18:00

Eyes Wide Shut
USA/GB 1999, R: Stanley Kubrick, D: Tom Cruise, Nicole Kidman, Sydney Pollack, 155 min

Kubricks letzter Film, nach der »Traumnovelle« von Arthur Schnitzler (1862–1931), entwickelt einen hypnotischen Reiz und entlockt dem Darsteller-Ensemble exzellente Leistungen.

Passage-Kinos, 15.12. 20:30 (Literatur trifft Film, OmU, Retrospektive Stanley Kubrick)

Filmriss Filmquiz

Beim letzten Quiz des Jahres gibt es noch einmal die Möglichkeit, Filmwissen zu beweisen und sich mit Weihnachtsgeschenken wie Freikarten, T-Shirts, Büchern und mehr einzudecken. André Thaetz und kreuzer-Redakteur Lars Tunçay laden ein zu Wissenstest und launigen Spielerunden.

Moritzbastei, 17.12. 20:00


Ich war neunzehn
DDR 1968, R: Konrad Wolf, D: Jaecki Schwarz, Jenny Gröllmann, Wassili Liwanow, 115 min

In der Uniform eines sowjetischen Leutnants kehrt der 19-jährige Gregor Hecker im April 1945 in seine Heimat zurück. Autobiografisches Drama nach den Erinnerungen des Emigranten Konrad Wolf.

Schaubühne Lindenfels, 14.12. 16:30 (Filmgespräch mit Johanna Deventer(KonradWolfPodcast)

Im Rosengarten 
D 2024, R: Leis Bagdach, D: Kostja Ullmann, Safinaz Sattar, Husam Chadat, 99 min

Ein erfolgreicher Berliner Rapper begibt sich gemeinsam mit seiner syrischen Halbschwester auf eine Winterreise quer durch Deutschland.

Passage-Kinos, 12.12. 18:00 (Premiere in Anwesenheit von Regisseur, Cast und Team)

Invisible People
D/F 2025, Dok, R: Alisa Berger, 71 min

Alisa Berger nähert sich in ihrem Dokumentarfilm Butoh, einer besonderen Art des Tanztheaters, die nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Japan entstanden ist und keiner festen Form folgt.

Kinobar Prager Frühling, 13.12. 18:00 (mit Regisseurin Alisa Berger, OmU)

Lissy 
DDR 1957, R: Konrad Wolf, D: Hans-Peter Minetti, Gerhard Bienert, Raimund Schelcher, 89 min

DEFA-Drama um eine junge Frau aus einer Arbeiterfamilie, die in den Jahren der Machtergreifung der Nazis versucht, sich gegen alle Widrigkeiten zu behaupten und ihr Glück zu bewahren. Zeitloser Klassiker von Konrad Wolf.

Schaubühne Lindenfels, 13.12. 18:00 (Filmgespräch mit Michael Wedel, Retrospektive 100 Jahre Konrad Wolf)

Lola
D 1981, R: Rainer Werner Fassbinder, D: Barbara Sukowa, Armin Mueller-Stahl, Mario Adorf, Helga Feddersen, 113 min

1957 tritt ein neuer Baudezernent im bayerischen Coburg seinen Dienst an. Im Gegensatz zu Bürgermeister, Polizeipräsidenten, Bankdirektor und Co. ist er nicht korrupt, doch mit der Zeit und als er die Prostituierte Lola kennenlernt, ändert sich sein Charakter.

Cineding, 11.12. 19:00 (Reihe Grenzgänger)

Night Stage
BRA 2025, R: Filipe Matzembacher, D: Gabriel Faryas, Cirillo Luna, Henrique Barreira, 117 min

Ein Schauspieler und ein Politiker beginnen eine heimliche Affäre und entdecken gemeinsam ihre Leidenschaft für intime Begegnungen an öffentlichen Orten.

Passage-Kinos, 17.12. 20:30 (OmU, Reihe Queerblick)

Rückkehr nach Montauk
D/F/IRL 2017, R: Volker Schlöndorff, D: Stellan Skarsgård, Nina Hoss, Susanne Wolff, 106 min

Angelehnt an Max Frischs Roman »Montauk« erinnert sich in Schlöndorffs Drama ein Schriftsteller an eine frühere Liebe und versucht Jahre später die Beziehung wiederzubeleben.

Schaubühne Lindenfels, 17.12. 19:00

Seefeuer 
F 2016, Dok, R: Gianfranco Rosi, 108 min

Der Dokumentarfilm erzählt die Flüchtlingskrise auf Lampedusa vom menschlichen Standpunkt aus und zeigt im Wechsel das Schicksal der Geflüchteten und der Menschen auf der Insel. Goldener Bär 2016.

Passage-Kinos, 18.12. 18:00 (Special zum Internationalen Migrantentag)

Solo Sunny
DDR 1979, R: Konrad Wolf, Wolfgang Kohlhaase, D: Heide Kipp, Renate Krößner, Alexander Lang, 102 min

Sunny ist Schlagersängerin und tingelt mit ihrer Band durch Dörfer und Kleinstädte. Sie sehnt sich nach Glück und Anerkennung als Persönlichkeit, aber ihre Beziehungskisten sind kompliziert und selten dauerhaft. Nach einer Auseinandersetzung mit einem Musikerkollegen und dem widerlich-dummen Conferencier Benno Bohne fliegt sie schließlich aus der Band. Silberner Bär auf der Berlinale 1980.

Schaubühne Lindenfels, 14.12. 19:30 (Filmgespräch mit Johanna Deventer(KonradWolfPodcast)

Sous les figues
TUN/F/CH/D 2022, R: Erige Sehiri, D: Ameni Fdhili, Fide Fdhili, Feten Fdhili, 92 min

Bei der Feigenernte erwachen bei einer Gruppe junger Feldarbeiterinnen unbekannte Gefühle.

Schaubühne Lindenfels, 15.12. 18:30 (OmeU, Soirée cinéma)

Tatsächlich ... Liebe
GB/USA/F 2003, R: Richard Curtis, D: Bill Nighy, Hugh Grant, Emma Thompson, 135 min

Der britische Ensemblekomödienhit mit Top-Besetzung zum Fest der Liebe.

Passage-Kinos, 14.12. 18:30 (OmU, Weihnachten in der Passage)

Westend Sneak

Ein Filmschatz mit Einführung aus dem ehemaligen Bestand der Westend-Arthousevideothek – welcher es ist, ist bis zur Vorführung geheim. Thema im Februar: Youth Resistance.

Bibliotheca Albertina, 17.12. 19:00 (Christmas)


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