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Kultur

Lachen ist gesund

Wann hast du das letzte Mal geschmunzelt, fragt die Performance »LOL«

  Lachen ist gesund | Wann hast du das letzte Mal geschmunzelt, fragt die Performance »LOL«  Foto: Bruno Tenschert Brechtfestival


»Laut lachend« übersetzt sich der Name dieser Produktion. Und das ist Programm, sagt die Choreografin Diana Wöhrl. »Lachen stärkt nicht nur die Resilienz des Einzelnen, sondern fördert auch Verbundenheit.« Lachen ist also gut für die Widerstands- und Abwehrkräfte. »Gerade in politisch unsicheren Zeiten kann Kunst Räume eröffnen, in denen Menschen einander bewusst und positiv begegnen.«

Diana Wöhrl lebt seit zwei Jahren in Leipzig. Ihre Produktion »Lol« hat sie von Augsburg als Gastspiel hergeholt. Dort ist die interdisziplinäre Tanzperformance für die Plattform Choreoloop entstanden. Ins Werk 2 kommt sie dank 4fT – Tanzplattform Leipzig. »Lol« schaut sich das Lachen in seinen vielfältigen Formen an. Man kann Kraft und Freude daraus ziehen, man lacht aus Unglauben, Überraschung oder Verzweiflung. Täter lachen, Kinder und nicht jeder Clown ist lustig. Lachen kann eine Maske sein oder voller Ehrlichkeit sein, es dient der Unterhaltung und der Aufklärung. Lachen spielt viele Rollen.

Text und Tanz zu Klassik und Elektro verbindet die Produktion als Mittel, das Lachen ins Zentrum zu rücken. Dafür sorgt das Duo Laureen Drexler und Vito Vidovič Bintchende. Wöhrl arbeitet auch soziologisch. Das begründet ihr Interesse am Lachen, das im Gegensatz zum Weinen weniger erforscht sei. Dennoch geht es spielerisch zu.

Das Miterleben des Publikums ist Choreografin Wöhrl nach eigener Aussage wichtig. Das soll schon beim Hereinkommen eingebunden werden, sie zielt auf einen Austausch. Jeder solle sich fragen, wann er oder sie zuletzt gelacht hat und warum. Und natürlich mit einem Lächeln aus der Halle nach Hause gehen.


> »LOL«, 28./29.1., 19 Uhr, Werk 2, www.werk-2.de


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