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Kultur

Die besten Kurzen

Kinotipps der Woche

  Die besten Kurzen | Kinotipps der Woche  Foto: Filmstill »Siri Hustvedt – Dance Around The Self« / medea film factory / dschoint ventschr / meret madörin


Im April kommen wieder die besten Kurzfilme Mitteldeutschlands zur Aufführung. An insgesamt fünf Abenden werden die Sieger in den Kategorien Dokumentarfilm, Animation, Fiktion, Experimentalfilm, sowie Extended Reality gewählt. Der Länderschwerpunkt zeigt Kurzfilme aus der Türkei in der Cinémathèque, es gibt Kurze für die Kleinen, am Samstag den Wettbewerb Filmmusik und Sounddesign und die ganze Woche über Austausch und Workshops für Filmschaffende.

»23. Mitteldeutsches Kurzfilmfestival Kurzsuechtig«: 8.-12. April, Schaubühne Lindenfels, Cinémathèque in der Nato


Film der Woche:

Siri Hustvedt – Dance Around The Self

D 2026 R: Sabine Lidl, 110 Min.

Regisseurin Sabine Lidl porträtiert Siris Hustvedts ganz eigene Art zu leben und zu denken und verbindet ihr Schreiben mit den großen Themen des Lebens: Liebe und Abschied – besonders im Zusammenhang mit der tiefen persönlichen und künstlerischen Verbundenheit zu ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Paul Auster. 

Vier Jahre lang folgt Sabine Lidl den Gedanken und Geschichten, die Siri Hustvedt zu einer der wichtigsten intellektuellen und feministischen Stimmen der amerikanischen Literatur gemacht haben. Gemeinsam sind sie immer in Bewegung, durch Zeit und Raum, imaginär zwischen den Disziplinen, deren Grenzen Siri Hustvedt nicht gelten lässt. Dabei hält der Film auch einen der verletzlichsten Momente fest, als Siri Hustvedt und Paul Auster mit der Diagnose seiner Krebserkrankung konfrontiert werden.

»Siri Hustvedt – Dance Around The Self«: ab 2.4., Passage-Kinos


Das Drama
USA 2026 R: Kristoffer Borgli, D: Zendaya, Robert Pattinson, Greer Cohen, 106 Min.

Emma Harwood (Zendaya) und Charlie Thompson (Robert Pattinson) sind zwei, die sich gefunden haben. Er kommt aus London und verdient sein Geld als Museumsdirektor. Sie ist Buchhändlerin aus dem US-amerikanischen Süden. Die beiden sind nicht nur ineinander verliebt, sondern mittlerweile auch glücklich verlobt. Bis zur großen Hochzeit sind es nur noch eine Handvoll von Tagen. Doch plötzlich gerät ein sprichwörtlicher Stock zwischen die Planungsspeichen und die ganze Feier droht zu platzen. Denn Emma und Charlie müssen sich auf einmal Wahrheiten stellen, die sie auch ihre gesamte Beziehung noch mal unter anderem Licht betrachten lassen.

»Das Drama«: ab 2.4., Passage-Kinos


A Missing Part
F 2025 R: Guillaume Senez, D: Romain Duris, Judith Chemla, Mei Cirne-Masuki, 110 Min.

Der ehemalige Chefkoch Jérôme (Roman Duris) fährt Tag für Tag mit seinem Taxi durch Tokio – in der Hoffnung, seine Tochter Lily zu finden. Seit der Trennung von seiner Frau Keiko vor neun Jahren hat er sie nicht mehr gesehen. Zermürbt von der Erfolglosigkeit seiner Suche beschließt er, seine Wohnung zu verkaufen, um mit dem Geld in Frankreich ein neues Restaurant zu eröffnen. Dann aber steigt ein Mädchen in sein Taxi – und er ist diesmal absolut sicher, seine Tochter endlich gefunden zu haben.

»A Missing Part«: ab 2.4., Passage-Kinos


Alpha
F 2025 R: Julia Ducournau, D: Mélissa Boros, Tahar Rahim, Golshifteh Farahani, 126 Min.

Die französische Regisseurin Julia Ducournau („Titane“) macht fühlbare Filme, körperliche Grenzerfahrungen. Auch „Alpha“ macht da keine Ausnahme, aber die Empathie für die Figuren will sich nicht so recht einstellen. In den 1980ern wächst die 13-jährige Alpha (Mélissa Boros) bei ihrer alleinerziehenden Mutter und dem heroinabhängigen Onkel auf. Eine mysteriöse Seuche geht um, zu der es kein Heilmittel gibt. Die Infizierten verwandeln sich allmählich zu Stein, der sich in rotem Sand auflöst. Alpha flieht vor der finsteren Realität in den Alkohol. Als sie nach einem Rausch erwacht, trägt sie ein Tattoo, ein blutiges A, auf dem Oberarm. Die Gefahr, dass sie sich an der Nadel infiziert hat, ist real. Ihre Mitschüler beginnen sie auszugrenzen.

Heroin und HIV – Ducournau geht nicht gerade subtil vor. Das Trauma der beherrschenden Epidemien der Achtziger verarbeitet sie aus der Perspektive eines Kindes. Der Film trägt ihr Elend zwei Stunden zur Schau. Am Ende werden die durchaus vielversprechenden Ansätze höchst unbefriedigend zusammengeführt.

»Alpha«: ab 2.4., Passage-Kinos, Regina-Palast, ab 23.4., Schaubühne Lindenfels


Weitere Filmtermine der Woche

Calendar
D/ARM 1993, R: Atom Egoyan, D: Atom Egoyan, Arsinée Khanjian, Ashot Adamyan, 75 min

Ein Fotograf reist mit seiner Frau nach Armenien, um Kirchen für einen Kalender aufzunehmen, verliert sie dort jedoch emotional an ihren einheimischen Führer.

Schaubühne Lindenfels, 06.04., 19:00 (OmeU, Retrospektive Atom Egoyan)


Bildnis einer Trinkerin
D 1979, R: Ulrike Ottinger

Eine Frau unternimmt eine Sonder-Tour durch Berlin und trinkt bei jeder Gelegenheit, die ihr geboten wird.

Cinémathèque, 08.04., 19:30 (mit Einführung, OmeU)


Coming Out
DDR 1988, R: Heiner Carow, D: Michael Gwisdek, Dagmar Manzel, Matthias Freihof, 108 min

Der einfühlsam erzählte Film über die Konflikte eines jungen Lehrers, der sich mit seiner verdrängten Homosexualität konfrontiert sieht, feierte in der Nacht Premiere, in der die Mauer fiel. Heiner Carow, Regisseur des DDR-Kultklassikers »Die Legende von Paul und Paula«, inszenierte die DEFA-Produktion.

Cinémathèque, 09.04., 19:30 (mit Einführung)


Westler
D 1985, R: Wieland Speck, D: Sigurd Rachman, Rainer Strecker, Andy Lucas, 94 min

Felix aus West-Berlin verliebt sich in Thomas aus Ost-Berlin. Doch ihre Liebe droht aufzufliegen.

Cinémathèque, 07.04., 19:30 (mit Regiegespräch)


Der Wald vor lauter Bäumen
D 2003, R: Maren Ade, D: Eva Löbau, Daniela Holtz, Ilona Schulz, 81 min

Das Spielfilmdebüt von Maren Ade ist ein äußerst realistisch inszeniertes und intensiv gespieltes Porträt, das sich zu einem ebenso faszinierenden wie schwer verdaulichen Konglomerat bitterer Enttäuschungen verdichtet.

Cineding, 09.04., 19:00 (Reihe Grenzgänger)


Die Stimme von Hind Rajab
F/TUN/USA/GB/SA/CYP 2025, R: Kaouther Ben Hania, D: D: Saja Kilani, Motaz Malhees, Clara Khoury, 90 min

Anhand der Originaltonaufnahmen der letzten Stunden von Hind Rajab wird der Kampf um das Leben des fünfjährigen Mädchens rekonstruiert – hochspannend und zutiefst berührend.

Regina-Palast, 05.04., 17:00


Fred Stein – Out of Exile
USA 2021, Dok, R: Peter Stein, Dawn Freer

Schaubühne Lindenfels, 03.04. 20:00 (mit Regiegespräch, OmU)05.04. 16:00
Das bewegte Leben des deutsch-jüdischen Fotografen Fred Stein, der nach seiner Flucht vor den Nationalsozialisten in Paris und New York zum Pionier der Kleinbildfotografie wurde.

Schaubühne Lindenfels, 03.04., 20:00 (mit Regiegespräch, OmU), 05.04. 16:00


Hear Me: Our Summer
KOR 2025, R: Cho Sun-ho, D: Hong Kyung, Roh Yoon-seo, Kim Min-ju, 109 min

Südkoreanisches Coming-of-Age-Drama, in dem sich der orientierungslose Lieferant Yong-jun auf den ersten Blick in die junge Yeo-reum verliebt, die sich aufopferungsvoll um ihre gehörlose Schwester kümmert.

Cineplex, 09.04., 18:00 (K-Special Drama)


Konklave
USA/GB 2024, R: Edward Berger, D: Ralph Fiennes, Stanley Tucci, John Lithgow, 120 min

Nach dem Tod des Papstes muss ein neuer her. Wer es wird, das soll im Vatikan wie gewohnt im Rahmen eines Konklaves entschieden werden. Allerdings geht es dabei nicht immer freundlich zu, weder inner- noch außerhalb der Sixtinischen Kapelle.

Cineplex, 09.04., 19:00 (Kino et Vino)


On the Border – Europas Grenzen in der Sahara
AT/CH/D 2024, Dok, R: Gerald Igor Hauzenberger, Gabriela Schild, 103 min

Bildgewaltige Langzeitbeobachtung der Region im Norden Nigers, wo Beduinen Geflüchtete durch die Sahara begleiten, bis die EU dem ein Ende setzt, ohne die Folgen für die Bevölkerung zu bedenken.

Schaubühne Lindenfels, 10.04., 20:30 (OmeU)


Oscar Shorts

Eine Auswahl nominierter Kurzspielfilme für den Academy Award 2025.

UT Connewitz, 10.04., 19:00 (Live Action) 20:30 (Live Action)


Mary Anning – Fossilienjägerin
CH/B 2025, R: Marcel Barelli, 72 min

Animationsfilm über eine Pionierin der Fossilienforschung, die bereits als Kind ihre ersten Entdeckungen machte.

Schauburg, 06.04., 15:00


Sicario
USA 2015, R: Denis Villeneuve, D: Emily Blunt, Benicio Del Toro, Josh Brolin, 121 min

Der Kampf der USA gegen die Drogenkartelle, hart und schonungslos realistisch geschildert aus den Augen einer Frau. Die FBI-Agentin Kate Macer wird Teil einer Spezialeinheit im mexikanischen Grenzgebiet. In unerträglich spannenden Sequenzen schildert Denis Villeneuve einen komplexen Konflikt.

Regina-Palast, 07.04., 18:00 (OF), 20:00
Cinestar, 07.04., 19:30 (Best of Cinema)
Cineplex, 07.04., 20:00 (Best of Cinema)


Soldaten des Lichts
D 2025, Dok, R: Julian Vogel, Johannes Büttner, 108 min

Die Doku über Verschwörungsideologien und Selbstoptimierung porträtiert Menschen, die in Deutschland ein Königreich errichten wollen.

Ost-Passage-Theater, 08.04., 20:00


The Revenant – Der Rückkehrer
USA/TWN 2016, R: Alejandro Gonzalez Iñarritu, D: Leonardo DiCaprio, Tom Hardy, Domhnall Gleeson, 157 min

Bei einer Expedition tief in der amerikanischen Wildnis wird der Forscher Hugh Glass brutal von einem Bären attackiert. Seine Jagdbegleiter, die überzeugt sind, dass er dem Tod geweiht ist, lassen ihn zurück.

Regina-Palast, 02.04., 19:30, 05.04., 19:00 (OF)


Kurzsuechtig – Mitteldeutsches Kurzfilmfestival 

Im April kommen wieder die besten Kurzfilme Mitteldeutschlands zur Aufführung. An insgesamt fünf Abenden werden die Sieger in den Kategorien Dokumentarfilm, Animation, Fiktion und Experimentalfilm gewählt. Der Länderschwerpunkt zeigt Kurzfilme aus der Türkei in der Cinémathèque, es gibt Kurze für die Kleinen, am Samstag den Wettbewerb Filmmusik und Sounddesign und die ganze Woche über Austausch und Workshops für Filmschaffende.

Schaubühne Lindenfels, Cinémathèque in der NaTo, Westkreuz Plagwitz (XR Ausstellung), 08.-10.04.



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