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Kultur

Familien unter dem Brennglas

Die Kinotipps der Woche

  Familien unter dem Brennglas | Die Kinotipps der Woche  Foto: Filmstill »Wir glauben euch«/ Makintosh Films

Die Deutschen Film AG – kurz: DEFA – wäre am 17. Mai 80 Jahre alt geworden. Auch in Leipzig wird das Jubiläum gefeiert, mit Sonderprogrammen an einem verlängerten Wochenende (14.–17. Mai), u.a. in der Schaubühne, im Luru-Kino, in der Kinobar und im Cineplex. Besonders spannend an den einzelnen Programmreihen: Es stehen einmal nicht die bekannten DEFA-Klassiker im Mittelpunkt, sondern Filme, die eher selten auf der großen Leinwand zu sehen sind.

»80 Jahre DEFA«: Cineplex, Luru-Kino in der Spinnerei, Schaubühne Lindenfels

kreuzer-Klassiker im Mai: »Der Tod kennt keine Wiederkehr (The Long Goodbye)« von Robert Altman, 13.5., 19 Uhr, Luru-Kino in der Spinnerei.


Film der Woche:

»Wir glauben euch«
B 2025, R: Charlotte Devillers, Arnaud Dufeys, D: Myriem Akheddiou, Laurent Capelluto, Natali Broods, 78 Min.

Tränen der Verzweiflung laufen das Gesicht von Alice (Myriem Akheddiou) herunter. Ihr Sohn Etienne (Ulysse Goffin) sitzt auf der Straße und rührt sich nicht. Nur widerwillig begleitet der Junge seine Mutter und die 17-jährige Schwester Lila (Adèle Pinckaers) in das Gerichtsgebäude. Dort wird das Sorgerecht der beiden Kinder zwischen Alice und ihrem Vater (Laurent Capelluto) verhandelt. Gegen den Vater läuft seit zwei Jahren ein Strafverfahren. Alice und die Kinder sind angespannt. Das Warten im Vorraum wird zur Qual. Obwohl sich insbesondere Etienne deutlich dagegen ausgesprochen hat, treffen sie dort auf den Vater und seine Anwältin. Am liebsten würden die Kinder ihn nie wiedersehen. Doch ihre Wünsche und Aussagen bleiben ungehört.

Über den Zeitraum von rund einer Stunde entspinnt sich ein Familiendrama. Ruhig und konzentriert fängt der Film die Aussagen der Anwälte und der Eltern ein. In den langen, emotionalen Monologen entfaltet sich die Vorgeschichte. Nüchtern, fast dokumentarisch im Bildformat 4:3 fängt Kameramann Pépin Struye den Wortwechsel ein und ruht lange auf den Gesichtern der Protagonisten. Der Betrachter hat so die Möglichkeit, ihre Regungen zu studieren. Die Kamera bleibt dabei meist bei Alice, die von Myriem Akheddiou (»Zwei Tage, eine Nacht«) eindringlich gespielt wird. Ihre Schilderungen lassen Bilder im Kopf des Betrachters formen, die am Ende ein Ganzes ergeben. Die Perspektive ist zwar subjektiv konzentriert auf Alices Perspektive, aber aufrichtig, nie manipulativ. So dass man am Ende auch mit Blick auf die überzeugend agierenden Kinderdarsteller sagen kann: »Wir glauben euch«. Seine Premiere feierte das Regiedebüt von Charlotte Devillers und Arnaud Dufeys in der Sektion »Encounters« der letztjährigen Berlinale.

»Wir glauben euch«: ab 7.5., Luru-Kino in der Spinnerei



»Love Me Tender«
F/LUX 2025, R: Anna Cazenave Cambet, D: Vicky Krieps, Antoine Reinartz, Monia Chokri 134 Min.

Vor drei Jahren hat Clémence (Vicky Krieps) einen Schlussstrich unter die Beziehung zu Laurent (Antoine Reinatz) gezogen, nach zwanzig Jahren Ehe. Die Liebe zu ihrem gemeinsamen achtjährigen Sohn soll darunter nicht leiden. Clémences Schritt wirkt radikal auf Laurent. Sie hat ihrer Karriere als Rechtsanwältin den Rücken gekehrt und probiert sich nicht nur als Schriftstellerin, sondern auch in neuen Beziehungen zu wechselnden Partnerinnen. Als Clémence dies Laurent gesteht, reagiert er gekränkt und beginnt, den gemeinsamen Sohn gegen sie auszuspielen. Das Verhältnis wird zunehmend angespannt, die Lage für Clémence immer verzweifelter, denn auch das Recht ist nicht auf ihrer Seite.

Vicky Krieps ist Clémence. Mit jeder Faser, in jeder Szene. Die Aufrichtigkeit, mit der sie ihre Figur spielt, ist beispiellos. Eine Figur, die kein klassisches Opfer ist, sondern ambivalent in ihren Handlungen. Der unstete Lebenswandel, die ständig wechselnden Partner und ihre Unfähigkeit, eine Beziehung aufrecht zu erhalten, könnten auch den Betrachter auf Distanz halten. Aber die Kamera ist immer ganz dicht bei ihr und Krieps gelingt es, Verständnis für ihre Figur und ihr Handeln zu schaffen. Der zweite Film von Cazenave Cambet (»Gold For Dogs«) basiert auf dem gleichnamigen autofiktionalen Roman der Pariser Autorin Constance Debré. Sie dokumentiert das Ende einer Liebe und spart auch den mühsamen, langwierigen und zermürbenden juristischen Prozess nicht aus. Clémences Verzweiflung ist greifbar, berührend, wie sie um die Liebe zu ihrem Sohn ringt. Das erzählt Cambet gefasst und ohne melodramatische Momente. Lediglich das der Buchvorlage geschuldeten Voice-Over wirkt überflüssig darin, Clémences Gefühle zu beschreiben. Denen verleiht Krieps mit ihrem Schauspiel ohnehin eindrucksvoll Ausdruck.

»Love Me Tender«: ab 7.5., Passage-Kinos



»Nürnberg«

USA/HU 2025, R: James Vanderbilt, D: Rami Malek, Russell Crowe, Michael Shannon, 148 Min.

Filmschaffende haben sich vielfach an den Nachkriegs-Prozessen von Nürnberg abgearbeitet. Schließlich ist das Ende der Nazi-Diktatur gut dokumentiert. Bereits parallel zum Prozess 1948 entstand ein Dokumentarfilm. Die bekannteste Nacherzählung, der starbesetzte Gerichtsfilm »Das Urteil von Nürnberg« von Stanley Kramer, wurde 1962 mit zwei Oscars ausgezeichnet. Zuletzt gab es 2023 den russischen Kinofilm »Nürnberg« und im vergangenen Jahr einen großen Fernsehfilm zum Thema. Nun also wieder Hollywood mit Russell Crowe als Hermann Göring. Was die Inszenierung von James Vanderbilt (»Der Moment der Wahrheit«) allerdings interessant macht, ist die Perspektive. Basierend auf bisher unveröffentlichten Dokumenten schildert der Journalist Jack El-Hai in seinem 2013 erschienenen Buch »Der Nazi und der Psychiater« die Begegnungen des Armeepsychiaters Douglas M. Kelley mit Hermann Göring, dem nach der Kapitulation ranghöchsten noch lebenden Nazi. Kelley (Rami Malek) wird 1945 ins luxemburgische Mondorf-les-Bains abgeordnet, wo nach Kriegsende von der US-Armee ein Hotel zum Gefängnis für die Führungselite der Nazis umgebaut wurde. Hier soll er die physische und psychische Verfassung der Elite des Naziregimes beurteilen, bevor ihnen in Nürnberg der Prozess gemacht wird. Unter den 52 Nazi-Größen wie Dönitz, Hess, Speer und Streicher weckt vor allem Hermann Göring, ehemaliger Chef der Luftwaffe und selbst ernannter »Reichsmarschall«, das Interesse Kelleys. Er lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein, um sein Vertrauen zu gewinnen.

Das ist von Crowe (bis auf seine lächerlichen Deutschkenntnisse) und Malek hervorragend gespielt, bis in die Nebenrollen glänzend besetzt und von Dariusz Wolski (»Napoleon«) stilvoll in Szene gesetzt. Allerdings mit bedeutungsschwangeren Blicken und großen Gesten alles andere als subtil erzählt. Woran auch Brian Tylers (»Avengers«) pathosgeladener Score einen großen Anteil hat. An der nach wie vor aktuellen Lehre des Stoffs ändert das freilich nichts.

»Nürnberg«: ab 7.5., Passage-Kinos, Schauburg, CineStar, Cineplex, Regina-Palast



»Wild Foxes«

B/F 2026, R: Valery Carnoy, D: Samuel Kircher, Faycal Anaflous, Anna Heckel, 92 Min.

Camille ist ein junger erfolgreicher Boxer und sensibler Held seines vor Testosteron strotzenden Multikulti-Teams an einem französischen Sport-Internat. Immer an seiner Seite: Der beste Kumpel Matteo. Nachdem Camille schwer verunglückt, ist bald darauf medizinisch eigentlich alles überstanden – es bleibt jedoch eine Art Phantomschmerz im Arm, der alles ändert. Denn Camille bekommt Panik-Attacken, kann (und will?) nun nicht mehr trainieren, kämpfen und siegen. Seine Teamkollegen sehen darin jedoch nur eine Ego-Show und wenden sich immer mehr ab. Für weitere Gefühlstaumelei bei Camillie sorgt Taekwondo-Schülerin Yas, die die sanfte Seite des Boxers hervorlockt. Als Camille schließlich bei einem sicheren Sieg für sein Team freiwillig aufgibt, wird selbst Matteo zu einem erbitterten Gegner. Das Coming-of-Age-Drama zeigt nicht nur den Kampf mit den Kontrahenten, sondern vor allem mit archetypischen Rollenmustern von Männern: schmerzverleugnend, erfolgs- und selbstversessen, gewaltgesteuert, dominant. Vor allem Hauptdarsteller Samuel Kircher (»Im letzten Sommer«) zeigt diese inneren Bruchlinien überzeugend. Dass der titelgebende Fuchs immer wieder als Leitmotiv auftaucht, ist zwar ein roter Faden – aufgrund der vielschichtigen Symbolik des Tieres bleibt diese für den Film aber auch etwas nebulös. »Wild Foxes« ist trotzdem sehenswert – auch wenn der letzte dramaturgische Punch fehlt. MARKUS GÄRTNER

»Wild Foxes«: ab 7.5., Passage-Kinos, Schaubühne Lindenfels



»Whistle«

CAN/IRL 2025, R: Corin Hardy, D: Dafne Keen, Sophie Nélisse, Sky Yang, 100 Min.

Es beginnt mit einem Highschool-Sportler, der plötzlich verbrennt – während er unter einer laufenden Dusche steht. Monate später findet die neue Schülerin Chrys in ihrem Spind eine uralte Pfeife. Die ist aztekischen Ursprungs und verflucht – was sie und ein paar weitere Mitschülerinnen und Mitschüler ungünstigerweise erst herausfinden, nachdem eine von ihnen hineingeblasen hat. Die Mitglieder der Gruppe segnen nun nacheinander auf exakt die Weise das Zeitliche, die das Schicksal schon immer für sie vorherbestimmt hatte – nur eben viele Jahre früher und an Ort und Stelle, ohne dass die eventuellen »Werkzeuge« des Todes wirklich im Raum sind, heimgesucht von ihren nur für sie selbst sichtbaren zukünftigen Ichs. Grauenvolle Flüche mit hoher Sterberate sind dank Filmen wie »Ring«, »It Follows« oder »Talk to Me« nichts Neues und mit dem Motiv des kreativen Todes spielte schon die »Final Destination«-Reihe, wobei sich der Leibhaftige seine entronnenen Opfer dort nachträglich holt. Auch Elemente aus Klassikern wie »Nightmare on Elm Street« und anderen sind im jüngsten Schocker von »The Nun«-Regisseur Corin Hardy deutlich erkennbar. Aber: besser gut geklaut als schlecht neu ersonnen. Unterhaltsam ist der Film für Genreliebhaber allemal und einige der Kills fallen ebenso kreativ wie brutal aus. Bloß echte Spannung stellt sich nur bedingt ein, denn um mit den Figuren mitzufiebern, bleiben sie leider wie so oft zu flach. PETER HOCH

»Whistle«: ab 7.5., CineStar, Regina-Palast



»Gavagai«
D/F 2025, R: Ulrich Köhler, D: Jean-Christophe Folly, Maren Eggert, Nathalie Richard, 91 Min.

Ulrich Köhlers neuer Film »Gavagai« erweist sich als ein subtiles, vielschichtiges Gedankenexperiment, das das Publikum immer wieder dazu herausfordert, die eigenen Denkmuster zu hinterfragen. Gleich die Eröffnungsszene führt mitten hinein in die Dreharbeiten im Senegal, wo ein neuer Medea-Film gedreht wird. Regisseurin Caroline will mit einer Neuinterpretation des Euripides-Dramas auf rassistische Strukturen aufmerksam machen. Doch ausgerechnet bei der Pressekonferenz kurz vor der Premiere wird sie mit dem Vorwurf konfrontiert, als weiße europäische Filmemacherin genau jene Klischees reproduziert zu haben. Und Hauptdarstellerin Maja und ihr Co-Star Nourou beginnen während des Drehs eine Affäre, als sie sich aber in Berlin auf einem großen Filmfestival wieder begegnen, hat sich ihre Beziehung zueinander durch die neue Umgebung völlig verschoben. Köhler eröffnet so mehrere Ebenen – vom Film-im-Film bis hin zum Titel: »Gavagai« verweist auf ein philosophisches Fantasiewort, anhand dessen – vereinfacht gesagt – gezeigt wird, das sich die Bedeutung eines Wortes zwischen zwei Sprachen oft nicht problemlos übertragen lässt. Entsprechend kommunizieren die Protagonisten in vielen Situationen aneinander vorbei, und auch der Medea-Mythos verliert durch die Neuverfilmung plötzlich sein zentrales Motiv. Das lässt viel Raum für Interpretationen, die über die reine Kinoerfahrung hinausgehen. HANNE BIERMANN

»Gavagai«: Cineding, Passage-Kinos


Weitere Filmtipps der Woche

International Ocean Film Tour Volume 12

Die neuesten Meeresabenteuer und Wassersportfilme auf der großen Leinwand mit viel Action auf und unter Wasser, Geschichten rund ums Meer und Salz in der Luft.

Werk 2, 07.05. 19:30

Billie Eilish – Hit Me Hard and Soft: The Tour
USA 2026, Dok, R: James Cameron

Konzertfilm von Billie Eilish, gefilmt in 3-D von James Cameron.

Cineplex, 07.05. 19:30 (3D, OmU), 08.05. 17:00 (3D, OmU), 09.05. 19:30 (3D, OmU), 10.05. 17:00 (3D, OmU)
Cinestar, 07.05. 20:00 (3D, OmU), 08.05. 20:00 (3D, OmU), 09.05. 20:00 (3D, OmU), 10.05. 17:00 (3D, OmU)
Regina-Palast, 07.05. 20:30 (3D, OmU), 08.05. 18:00 (3D, OmU), 09.05. 15:30 (3D, OmU), 20:30 (3D, OmU), 10.05. 16:30 (3D, OmU)

Das Ungesagte
D 2025, Dok, R: Patricia Hector, Lothar Herzog, 143 min

Die meisten Deutschen, die damals für das NS-Regime waren, haben nach 1945 nie wieder über diese Zeit gesprochen. In fast allen deutschen Familien war das Thema tabu. Ein Film über das Ungesagte.

Kinobar Prager Frühling, 08.05. 17:00 (mit Einführung, Tag der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht)

Die vergessenen Migrant:innen
D/ML 2026, Dok, R: Djif Djimeli, 52 min

Der Dokumentarfilm zeigt anhand von vier persönlichen Geschichten, wie Menschen in Mali mit den Folgen von Klimawandel, wirtschaftlicher Not, politischen Umbrüchen und dem restriktiven EU‑Grenzregime leben müssen.

Cineding, 09.05. 19:00 (mit Regiegespräch, OmU)

B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin 1979–1989
D 2015, Dok, R: Jörg A. Hoppe, Klaus Maeck, Heiko Lange, Miriam Dehne, 92 min

Essayfilm, der die West-Berliner Avantgarde-Szene, die Hausbesetzerszene und noch die Anfänge der frühen Loveparade zu einer Handlungslinie um den Protagonisten Mark Reeder zusammenführt.

UT Connewitz, 09.05. 21:00

Jochen macht Triathlon
D 2022, R: Larsen Sechert, D: Daniel Weißbrodt, Ronja Rath, Oskar Naumann, 105 min

Jochen ist arbeitslos, wohnt allein und hat keine nennenswerten Freunde. Um seine Tochter zu beeindrucken, trainiert er für den Triathlon. Unabhängig produzierte Komödie von »Knalltheater«-Impresario Larsen Sechert.

Laden auf Zeit, 10.05. 18:00

Niñxs – Das Leben glitzert
MEX/D 2025, Dok, R: Kani Lapuerta, 96 min

In Tepoztlán in Mexiko dreht Karla einen Film über ihre Geschichte mit Kani, während sie mit einer binären Gesellschaft konfrontiert wird, die sie dem einen oder anderen Geschlecht zuordnen will.

Passage-Kinos, 10.05. 20:15 (Preview mit Gästen, OmU)

Dr. Mabuse, der Spieler – Ein Bild der Zeit
D 1922, R: Fritz Lang, D: Rudolf Klein-Rogge, Georg John, Alfred Abel, 270 min

Expressionistisch geprägter, von Psychoanalyse und Friedrich Nietzsche beeinflusster Stummfilmkrimi von Fritz Lang, der hier ein einigermaßen düsteres Bild der Weimarer Republik zeichnete.

10.05. 18:00 (Fritz-Lang-Doppel), Schaubühne Lindenfels

Dirty Dancing
USA 1987, R: Emile Ardolino

Eine Tochter aus gutem Hause verliebt sich in einem Ferienhotel in den sechziger Jahren in einen Tänzer. Rhythmische Romanze, die inzwischen ebenso Kultstatus genießt wie ihr Soundtrack.

Passage-Kinos, 13.05. 20:15 (Jewish America on Screen, OmU)

Ost und West
AT 1923, R: Sidney M. Goldin, D: Molly Picon, Sidney M. Goldin, Jacob Kalich, 85 min

Der Stummfilm handelt auf ironische, zugespitzte Weise von den Unterschieden zwischen dem assimilierten westlichen Judentum und dem traditionellen, orthodoxen Judentum in Osteuropa.

Cinémathèque in der Nato, 15.05. 19:30 (Stummfilmkonzert Alicia Svigals & Donald Sosin, Tacheles)

Adam 
MAR/F 2025, R: Maryam Touzani, D: Lubna Azabal, Nisrin Erradi, Douae Belkhaouda, 98 min

Abla betreibt eine bescheidene lokale Bäckerei von ihrem Haus in Casablanca, wo sie allein mit ihrer achtjährigen Tochter Warda lebt. Als Samia, eine junge schwangere Frau, an ihre Tür klopft, ist Abla weit davon entfernt, sich vorzustellen, dass sich nun ihr Leben für immer verändern wird.

Cinémathèque, 13.05. 19:00 (OmU)

Das Blau des Kaftans
F/M 2022, R: Maryam Touzani, D: Lubna Azabal, Saleh Bakri, Ayoub Missioui, 124 min

Der marokkanische Schneider Halim betreibt mit seiner Frau Mina ein Atelier für Gewänder. Mina weiß, dass ihr Mann homosexuell ist, und man hat sich miteinander arrangiert. Doch als sie an Krebs erkrankt und ein junger Lehrling eingestellt wird, kommt es zu Veränderungen.

Cinémathèque, 13.05. 21:15 (OmU)

Bonne mère
F 2021, R: Hafsia Herzi, D: Halima Benhamed, Sabrina Benhamed, Jawed Hannachi Herzi, 99 min

Nachdem ihr Sohn bei einem Tankstellenüberfall verhaftet wurde, setzt Haushälterin Nora alles daran, ihm zu helfen, während er im Gefängnis sitzt und auf seinen Prozess wartet.

Schaubühne Lindenfels, 11.05. 18:30

Luru Archive: Sandokan / Im Tempel des weißen Elefanten
I 1963/1964, R: Umberto Lenzi, D: Steve Reeves, Geneviève Grad, Andrea Bosic / Sean Flynn, Marie Versini, Alessandra Panaro, 200 min

Zwei Italo-Abenteuerfilme aus den frühen 1960ern von Regisseur Umberto Lenzi.

Luru-Kino in der Spinnerei, 11.05. 20:00

Segeljungs – Mit Null Ahnung um die Welt 
D 2026, Dok, R: Tim Hund, Tobias Steinigeweg, 125 min

Vier Schulfreunde schippern nach dem Abi durch die Karibik und halten ihren Trip dokumentarisch fest.

Kinobar Prager Frühling, 13.05. 19:00

Bankett für Achilles
DDR 1975, R: Roland Gräf, D: Erwin Geschonneck, Jutta Wachowiak, Elsa Grube-Deister, 89 min

Karl Achilles geht nach 30 Jahren im Chemiekombinat Bitterfeld in den Ruhestand und erkennt schmerzhaft, dass ihn die technischen Entwicklungen und seine jüngeren Kollegen überholt haben.

Cineplex, 14.05. 17:00 (DEFA-Jubiläumswochende)

Die Entfernung zwischen dir und mir und ihr
DDR 1988, R: Michael Kann, D: Silvia Rieger, Jörg Simonides, Kirsten Block, 94 min

Die Journalistin Marga soll die Rocksängerin Anne porträtieren und begegnet dabei deren Exfreund Robert. Zwischen den dreien entwickelt sich eine Dreiecksgeschichte, die Marga zwingt, ihr berufliches und privates Leben zu hinterfragen.

Luru-Kino in der Spinnerei, 14.05. 19:00 (80 Jahre DEFA)

La Villette
DDR 1990, Dok, R: Gerd Kroske, 55 min

Zu Beginn 1990 reisen rund 200 DDR‑Künstler*innen nach Paris, um in der Grande Halle de La Villette eine große Ausstellung zu gestalten—nur wenige Monate nach dem Fall der Berliner Mauer.

Schaubühne Lindenfels, 14.05. 18:00 (80 Jahre DEFA, OmU)

Nelken in Aspik
DDR 1976, R: Günter Reisch, D: Armin Mueller-Stahl, Helga Sasse, Erik S. Klein, 90 min

Wolfgang Schmidt, ein unbegabter Werbezeichner, steigt durch eine Reihe von Missverständnissen und sein unfreiwilliges Schweigen immer weiter in der staatlichen Werbeverwaltung auf, weil seine Zurückhaltung fälschlich als Weisheit interpretiert wird.

Cineplex, 15.05. 17:00 (80 Jahre DEFA)

Zwei schräge Vögel
DDR 1989, R: Erwin Stranka, D: Götz Schubert, Matthias Wien, Simone Thomalla, 100 min

Der letzte große Publikumserfolg einer DDR-Komödie wenige Monate vor der Wende 1989. Kabarettistisch angelegt, wirft der Film einen kritischen Blick auf die oft absurde Arbeitswelt des Landes.

Open-Air-Kino in der Spinnerei, 15.05. 21:00 (80 Jahre DEFA)

Sterne
DDR/BG 1959, R: Konrad Wolf, D: Erik S. Klein, Jürgen Frohriep, Ivan Kondow, 88 min

Ein in Bulgarien stationierter Wehrmachtsunteroffizier trifft 1943 auf eine griechische Jüdin, die nach Auschwitz deportiert werden soll. Zwischen den beiden entsteht eine leise, aber hoffnungslose Liebe. Poetischer Klassiker des DDR-Kinos.

Kinobar Prager Frühling, 14.05., 17.45

Jakob der Lügner
DDR/CSSR 1974, R: Frank Beyer, D: Vlastimil Brodsky, Henry Hübchen, Armin Mueller-Stahl, 101 min

1944 erfährt der in ein Ghetto in Osteuropa deportierte Jude Jakob per Zufall in einer mitgehörten Radiosendung, dass die Rote Armee erfolgreich vorrückt. Obwohl er selbst, ebenso wie alle anderen Deportierten, kein Radio hat, beschließt er, weitere ähnliche Nachrichten zu erfinden, um Hoffnung und Mut im Lager anzufachen.

Kinobar Prager Frühling, 16.05., 15:00

Solo Sunny
DDR 1979, R: Konrad Wolf, Wolfgang Kohlhaase, D: Heide Kipp, Renate Krößner, 102 min

Sunny ist Schlagersängerin und tingelt mit ihrer Band durch Dörfer und Kleinstädte. Sie sehnt sich nach Glück und Anerkennung als Persönlichkeit, aber ihre Beziehungskisten sind kompliziert und selten dauerhaft.

Kinobar Prager Frühling, 17.05., 18:45

Busch singt
DDR 1982, DOK, R: Konrad Wolf, Peter Voigt, Erwin Burkert, Reiner Bredemeyer, Ludwig Hoffmann, 124 min

Ein Film über die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, dessen verbindendes Glied die Lebensgeschichte von Ernst Busch darstellt.

Kinobar Prager Frühling, 15.05., 17:00  

Die Stimme von Hind Rajab
F/TUN/USA/GB/SA/CYP 2025, R: Kaouther Ben Hania, D: D: Saja Kilani, Motaz Malhees, Clara Khoury, 90 min

Anhand der Originaltonaufnahmen der letzten Stunden von Hind Rajab wird der Kampf um das Leben des fünfjährigen Mädchens rekonstruiert – hochspannend und zutiefst berührend.

Ost-Passage-Theater, 13.05. 19:00 (OmU)

Sorry, Baby
USA/E/F 2025, R: Eva Victor, D: Eva Victor, Naomi Ackie, Lucas Hedges, 104 min

Kluges, glänzend gespieltes und geschriebenes Drama von Eva Victor, in dem sich eine Hochschulprofessorin für Literatur mit den Folgen eines sexuellen Übergriffs auseinandersetzen muss.

Open-Air-Kino in der Spinnerei, 14.05. 21:00 (OmU)

The Long Goodbye – Der Tod kennt keine Wiederkehr 
USA 1973, R: Robert Altman, D: Elliott Gould, Nina van Pallandt, Sterling Hayden, 112 min

Detektiv Phillip Marlowe wird im Los Angeles der frühen 1970er in ein mörderisches Komplott hineingezogen. Adaption des Krimis »Der lange Abschied« von Raymond Chandler.

Luru-Kino in der Spinnerei, 13.05. 19:00 (kreuzer-Klassiker, mit Einführung von Lars Tunçay, OmU)

Top Gun
USA 1986, R: Tony Scott, D: Tom Cruise, Kelly McGillis, Tom Skerritt, 110 min

Für Tom Cruise brachte dieser U.S.-Navy-Propagandafilm den internationalen Durchbruch.

Cinestar, 13.05. 19:45 (OF)

Top Gun / Top Gun: Maverick
USA 1986/2022

Doppelfilmabend mit dem Action-Klassiker der Achtziger und der ungemein erfolgreichen Fortsetzung aus dem vergangenen Jahr.

Cineplex, 13.05. 19:00


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