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Kultur

Auf dem rechten Auge blind

Die Kinotipps der Woche

  Auf dem rechten Auge blind | Die Kinotipps der Woche  Foto: Jünglinge Film

Am 8. April ist Mario Adorf im Alter von 85 Jahren gestorben, einer der profiliertesten deutschen Schauspieler. In mehr als 200 Film- und Fernsehrollen stand er vor der Kamera. Neben seinen gefeierten Auftritten in Volker Schlöndorffs »Die Blechtrommel«, Rainer Werner Fassbinders »Lola« und Helmut Dietls »Rossini« stellte er sich auch immer wieder in den Dienst des deutschen Genrefilms. Die Adaption des Abenteuerromans »Das Totenschiff« von B. Traven aus dem Jahr 1959 und Roland Klicks legendärer Neo-Western »Deadlock« von 1967 sind zwei hervorragende Beispiele, die das Cineding am 28. August im Doppel zeigt.

»Hommage an Mario Adorf«: 28.8., 19 und 21 Uhr


Film der Woche:

Staatsschutz
D 2026, R: Faraz Shariat, D: Chen Emilie Yan, Julia Jentsch, Alev Irmak, 113 min

Staatsanwältin Seyo Kim wird nicht als Heldin eingeführt, aber das ungute Gefühl der Bedrohung bringt uns ihr schnell näher. Und schnell wird das Gefühl bestätigt: Sie überlebt einen Anschlag. Seyo lässt Ermittlungen einleiten, doch die Staatsanwaltschaft mauert. Sie solle sich raushalten aus den Untersuchungen. Seyo engagiert aber eine Anwältin, will das System von innen heraus aufbrechen. Ein System, das auf dem rechten Auge blind ist – wie mitunter im realen Leben. Man denke nur an die Inra-Studie über Rassismus in staatlichen Institutionen, die im Februar 2026 veröffentlicht wurde.
Dem neuen Film von Faraz Shariat gingen lange Recherchen durch die Autorinnen Claudia Schaefer, Sun-Ju Choi und Jee-Un Kim voraus. Der NSU, der Fall Oury Jalloh, die Anschläge von Halle und Hanau, der Neukölln-Komplex und die damit verbundenen Untersuchungen waren nur ein Teil der realen Fälle, auf die sich »Staatsschutz« bezieht. Dabei ging es den Autorinnen um die Frage, warum antifaschistisch eingestellte Menschen staatliche Institutionen meiden und das Feld dem rechten Spektrum überlassen. Schon der jüdische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der die Auschwitz-Prozesse vorantrieb, soll gesagt haben: »Wenn ich mein Büro verlasse, betrete ich feindliches Ausland.« Er beschrieb so die Isolation, in der er arbeitete. Seyo sucht sich Verbündete, um für eine wehrhafte Demokratie zu kämpfen. Ein spannendes Plädoyer für Gemeinschaft und Widerstand auch im ländlichen Raum. NADINE FAUST

»Staatsschutz«: ab 27.8., Cineplex, Passage-Kinos (am 27.8., 19 Uhr in Anwesenheit von Regisseur Faraz Shariat, Aktivistin Newroz Duma sowie Anwältin und Strafverteidigerin Dr. Kati Lang


Becoming Kim
D 2026 R: Susanne Kim, 90 Min., Start: 27.8.

Die meisten Culture-Clash-Komödien beginnen mit Chaos, dann kommt die Hochzeit und das Ende des Films. Im Leben von Susanne Kim und Jeong Rae war es genau andersherum. Die Leipziger Dokumentarfilmemacherin (»Trockenschwimmen«) verliebte sich in den Koreaner. Nach anderthalb Jahren heiratete sie nicht nur ihn, sondern eine ganze Familiengeschichte, von der sie nichts ahnte. Die Sprache bleibt nicht die einzige Barriere in ihrem Leben. Ihre gemeinsame Tochter Hannah kam, Jeong Rae ging – in die Welt und schließlich zurück nach Korea, um Geld für die Familie zu verdienen, wie er sagt. In Deutschland könne er nicht leben, weil er sich hier wie ein Mensch zweiter Klasse behandelt fühlt. Die Jahre vergingen. Die Hälfte der Zeit war Susanne Kim allein mit ihrer Tochter, immer in der Hoffnung, dass er vielleicht doch irgendwann ganz zu ihnen zurückkehrt. Als er beschließt, ein Hähnchenrestaurant in Korea zu eröffnen, ist das Maß voll. Susanne Kim reist mit der Tochter und ihrer Kamera zu ihm, um zu ergründen, ob ihre Beziehung eine Zukunft hat. Herausgekommen ist ein schmerzhaft ehrlicher Einblick in eine interkulturelle Beziehung, der die Kamera ins Innere richtet und wundervoll offen von den bedrückenden, aber auch heiteren Momenten im Leben erzählt.

»Becoming Kim«: 27.8., 2.9., Kinobar Prager Frühling (am 27.8., 17:30 Uhr in Anwesenheit der Regisseurin Susanne Kim)


Der Heimatlose
D 2026 R: Kai Stänicke, D: Paul Boche, Philip Froissant, Emilia Schüle, 122 Min.

Bereits mit den ersten Bildern seines Spielfilmdebüts macht Kai Stänicke klar: Die Ereignisse der folgenden zwei Stunden sind inszenierte Realität. Die Häuser nur Fassade, dahinter offene, eingerichtete Räume vor den grünen Hügeln der Insel Norderney. So ist die raue Natur stets Teil des Szenenbildes. Ein Ensemble von Dorfbewohnern tummelt sich davor, als Hein (Paul Boche) nach 14 Jahren in seine Heimat zurückkehrt. Damals zog er aufs Festland, um der Enge des Insellebens zu entfliehen und sein Glück zu suchen. Er fand aber schließlich nur die Sehnsucht nach der Heimat, die er gleichermaßen verabscheut. Nun ist er also wieder da, trifft auf seine erwachsene Schwester (Stephanie Amarell), die demente Mutter (Irene Kleinschmidt), seinen Freund Friedemann (Philip Froissant) und die ihm Angetraute Greta (Emilia Schüle). Nur – sie alle scheinen ihn nicht zu erkennen. Jeder und Jede im Dorf zeigt Zweifel an seinen Aussagen. Seine Erinnerungen sind lückenhaft und doch weiß er Dinge, die nur der echte Hein wissen kann. Ein Dorftribunal soll klären, ob er die Wahrheit spricht und wieder in die Gemeinschaft aufgenommen oder aus ihr verbannt wird. Ob der Fremde wirklich der ist, der er vorgibt zu sein, bleibt auch für den Zuschauer lange im Dunkeln. Wie Stänickes Drehbuch das Rätsel auflöst, ist bemerkenswert und verleiht der Geschichte eine aktuelle Note. Auch wenn Setdesign, Kostüme und Sprache eindeutig auf eine lang vergangene Zeit hinweisen, könnte sich die Geschichte ähnlich auch in der heutigen Provinz abspielen. Der Glaube ist vollkommen abwesend. Das Dorf hat nicht einmal eine Kirche. Einzig das Gesetz der Gemeinschaft bestimmt das Leben der Menschen. Das Spiel mit den Kulissen funktioniert wie schon bei Lars von Triers im Ansatz ähnlichen Film »Dogville« erstaunlich gut. Die überzeugenden Hauptdarstellerinnen und Hauptdarsteller im Ensemble sorgen dafür, dass die Geschichte über die Lauflänge von zwei Stunden glaubwürdig und fesselnd bleibt.

»Der Heimatlose«: ab 27.8., Passage-Kinos, Schaubühne Lindenfels


Strange River
E/D 2025 R: Jaume Claret Muxart, D: Jan Monter Palau, Francesco Wenz, 103 Min.

Fünf Katalonier radeln durch Deutschland. Mutter Mónica ist dieselbe Strecke schon vor 25 Jahren einmal gefahren. Vater Albert nutzt die Tour, um möglichst viele architektonisch sehenswerte Orte aufzusuchen und seine Familie mit nerdigen Details zu nerven. Die drei halbwüchsigen Söhne des Paares haben sich mehr oder weniger ihrem Schicksal zwischen Radeln in brütender Hitze und Zeltaufbau im strömenden Regen ergeben. Der älteste von ihnen, der 16-jährige Dídac, hat an seinem ersten Liebeskummer zu knabbern, denn sein Freund Gerard scheint ihn nur küssen zu wollen, wenn er betrunken ist. Bei einem Zwischenstopp trifft er auf Alexander und die beiden Jungs düsen gemeinsam auf einem kleinen Motorboot davon, um alleine zu sein. Die Vorkommnisse in Jaume Claret Muxarts Langfilmdebüt sind größtenteils recht unspektakulär und scheinen eher dem wahren Leben abgeschaut als den haltlosen Fantasien eines Drehbuchautors entsprungen zu sein. Als Zuschauer sollte man sich auf ein gemächliches Erzähltempo einstellen können. Claret Muxart hat aber ein Talent dafür, seine Kamera als stillen Beobachter einzusetzen und somit dicht an seine Figuren heranzukommen. Da er dabei das erste Liebesabenteuer eines Teenagers in den Vordergrund stellt, erinnert der Film an André Téchinés »Wilde Herzen« und den darin behandelten Sommer des Begehrens und der Selbsterkenntnis. FRANK BRENNER

»Strange River«: ab 27.8., Passage-Kinos


Albrecht Weinberg – Es ist immer in meinem Kopf
D 2026 R: Güner Yasemin Balci, Jesco Denzel , Dok, 92 Min.

»God Bless America« läuft im Radio und Albrecht Weinberg singt lauthals mit. Man kann es ihm nicht verdenken, schließlich hat ihm das einstige »Land der unbegrenzten Möglichkeiten« 60 gute Jahre geschenkt, nachdem er bereits den Glauben an das Gute im Menschen verloren hatte. 1947 kam Albrecht Weinberg mit seiner Schwester Friedel nach New York – aus dem Konzentrationslager in Auschwitz. Nie wieder wollte er zurück in das Land der Täter. »Wir wollten vergessen«, sagt er. Doch dann erlitt Friedel einen Schlaganfall und sie kehrten in ihre Heimat Ostfriesland zurück, wo Friedel kurz darauf starb. Seitdem erzählt Albrecht seine Geschichte, in Schulklassen und bei Gedenkveranstaltungen. Die Kamera von Güner Yasemin Balci und Jesco Denzel begleitet ihn dabei respektvoll. Noch immer kann er die Lieder auswendig, die am Morgen auf dem Adolf-Hitler-Platz gegenüber seines Elternhauses gesungen wurden. Wenn er sie schließlich gemeinsam mit dem Pfarrer singt, der einst in der Hitlerjugend war, ist das ein starkes Zeichen der Versöhnung. Albrecht Weinberg lernte zu vergeben. Der Dokumentarfilm zeigt aber auch, wie schwierig die Aussöhnung mit den früheren Tätern ist. Ein Glück für den Film ist, dass neben den Geschichten auch die Bilder überlebt haben, die Weinberg vor seiner Gefangennahme an Freunde übergab. Gemeinsam mit seinen Erzählungen bilden sie ein schreckliches, aber sehr wichtiges Zeitdokument. »Albrecht Weinberg – Es ist immer in meinem Kopf« ist ein Film über zwei bemerkenswerte Menschen. Nachdem die Krankenschwester Gerda Dänekas Albrechts Schwester in den Tod begleitete, nahm sie ihn bei sich auf und pflegte ihn. Im Mai starb Albrecht Weinberg mit 101 Jahren. Bis zuletzt war sein Geist wach und die Bilder in seinem Kopf lebendig.

»Albrecht Weinberg – Es ist immer in meinem Kopf«: ab 27.8., Passage-Kinos, 30.08., 11 Uhr Premiere mit Gast


Weitere Filmtermine der Woche

Where The Waves Took Her 
D 2026, Dok, R: Jana Stallein, 87 min

Der Dokumentarfilm schildert die dramatischen Schicksale von Frauen auf der Flucht über das Mittelmeer.

Luru-Kino in der Spinnerei, 27.8., 19 Uhr (anschließend Filmgespräch mit der Produzentin und weiteren Gästen), 21.15 Uhr (OmU)

The Woman Who Poked the Leopard 
UGA/ZA/D/USA 2025, Dok, R: Patience Nitumwesiga, 108 min

Der Film zeichnet ein intimes und radikales Porträt der bekannten ugandischen Anthropologin, Feministin und Lyrikerin Dr. Stella Nyanzi.

Sommerkino vor der Plagwitzer Markthalle, 27.8., 20.45 Uhr  (Dok-Sommerkino)

Trainspotting – Neue Helden 
GB 1996, R: Danny Boyle, D: Ewan McGregor, Ewen Bremner, Robert Carlyle, 94 min

Episoden aus dem Leben des heroinabhängigen Renton: Die Adaption des Kult-Klassikers der Drogenliteratur von Irvine Welsh wurde selbst zum Kultfilm.

Sommerkino vor der Plagwitzer Markthalle, 28.8., 20.45 Uhr (OmU, 30-jähriges Jubiläum)

Das Totenschiff 
D/MEX 1959, R: Georg Tressler, D: Horst Buchholz, Mario Adorf, Helmut Schmid, 97 min

Klassisches deutsches Abenteuerdrama, das Elemente eines packenden Kriminal- und Überlebens-Thrillers mit einer harten, fast dokumentarischen Sozialkritik verbindet.

Cineding, 28.8., 19 Uhr (Mario-Adorf-Hommage)

Deadlock 
D 1970, R: Roland Klick, D: Mario Adorf, Marquard Bohm, Anthony Dawson, 88 min

Nach einem Bankraub fliehen die beiden schwer verletzten Banditen Kid und Sunshine mit einem prall gefüllten Geldkoffer in die mexikanische Geisterstadt Deadlock. Dort entbrennt zwischen ihnen und den wenigen skurrilen Bewohnern des Ortes ein erbarmungsloses, psychologisches Katz-und-Maus-Spiel. Berauschender Spätwestern mit Musik von Can.

Cineding, 28.8., 21 Uhr (Mario-Adorf-Hommage)

Harry Potter und der Stein der Weisen
USA/GB 2001, R: Chris Columbus, D: Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, 152 min

Wie alles begann: Das erste Abenteuer von Harry Potter und seinen neuen Freunden.

Cinestar, 29.8., 11 Uhr (OF), 30.8., 10.45, 11 Uhr, 
Cineplex, 29.8. 14 Uhr, 30.8., 14 Uhr, 
Regina-Palast, 28.8., 21 Uhr (OF), 29.8., 17 Uhr (OmU), 30.8., 11 Uhr

Shorts Attack: Sundance Shorts 2026

Eine Auswahl der preisgekrönten Kurzfilme beim Sundance Film Festival 2026.

Sommerkino vor der Plagwitzer Markthalle, 30.8., 20.45 Uhr

Fassaden 
D 2025, Dok, R: Alina Cyranek, 90 min

Die Leipziger Regisseurin spricht in ihrem Dokumentarfilm mit Frauen, die Gewalt in der Beziehung erfahren haben, und legt ein politisches und gesellschaftliches System dar, das lieber wegschaut.

Sommerkino vor der Plagwitzer Markthalle, 03.9. 20.30 Uhr (mit Filmgespräch mit der Regisseurin)

Zurück in die Zukunft 
USA 1985, R: Robert Zemeckis, D: Michael J. Fox, Christopher Lloyd, Lea Thompson, 116 min

Immer noch einer der besten Unterhaltungsfilme der 1980er Jahre, wenn nicht aller Zeiten: Marty McFly reist in Docs DeLorean-Zeitmaschine ins Jahr 1955 und bringt dort versehentlich die Vergangenheit durcheinander, was seine eigene Existenz bedroht.

Moritzbastei, 28.8. 20 Uhr

Terminator 2: Tag der Abrechnung 
USA 1991, R: James Cameron, D: Arnold Schwarzenegger, Linda Hamilton, Edward Furlong, 137 min

Ein Maschinenmensch reist aus der Zukunft, um den jungen John Connor vor einer Killermaschine zu retten. Kult-SciFi mit Arnold Schwarzenegger in der restaurierten Wiederaufführung.

Cinestar, 28.8., 22.30, 29.8., 22 Uhr

The Zone of Interest 
USA/GB/PL 2023, R: Jonathan Glazer, D: Sandra Hüller, Christian Friedel, Freya Kreutzkam, 105 min

Schmerzhaft realistisch schildert Regisseur Jonathan Glazer den Alltag der Familie eines Nazi-Kommandanten in Auschwitz. Eiskalt überragend: Sandra Hüller.

Kinobar Prager Frühling, 01.9. 16 Uhr (Special zum Antikriegstag)

Moonrise Kingdom 
USA 2012, R: Wes Anderson, D: Bruce Willis, Edward Norton, Bill Murray, 94 min

Irrwitzige Ensemble-Komödie im unnachahmlichen Wes Anderson-Stil.

Passage-Kinos, 30.8. 20.30 Uhr (OmU, Sommer in der Passage)

Detektiv Conan Film 29: Der gefallene Engel des Highways
J 2026, R: Takahiro Hasui, 109 min

Conan Edogawa, Ran Mori, Kogoro, Sonoko und Masumi Sera bekommen es diesmal mit einem amoklaufenden Fahrassistenzsystem zu tun.

Cinestar, 29.8., 11:35, 30.8., 14.45 Uhr, 
Cineplex, 29.8., 13 Uhr, 30.8., 11.25 Uhr

Red Rue Express 
UKR 2026, R: Oleksii Yesakov, D: Kateryna Varchenko, Stanislav Boklan, Oleksandr Rudynskyi, 91 min

Während einer Zugfahrt durch die Karpaten geraten die Gefühle von Reisenden und Personal in Wallung.

Cinestar, 29.8., 11.30 (OmU), 30.8., 11.20 Uhr (OmU), 
Cineplex, 30.8. 13 Uhr (OF)

The Fast and the Furious 
USA 2001, R: Rob Cohen, D: Vin Diesel, Paul Walker, Michelle Rodriguez, 106 min

Der Beginn der Freundschaft zwischen Dominic Toretto und Brian O'Conner nach 25 Jahren noch einmal auf der großen Leinwand.

Cinestar, 1.9. 19.30 Uhr,
Cineplex, 1.9. 20 Uhr,
Regina-Palast, 1.9. 18 Uhr (OV), 20 Uhr (Best of Cinema)

In die Sonne schauen 
D 2025, R: Mascha Schilinski, D: Hanna Heckt, Lena Urzendowsky, Laeni Geiseler, 159 min

Drei Frauenschicksale in drei verschiedenen Zeiten verwebt Mascha Schilinski in ihrem Film auf kunstvolle und atmosphärische Weise und erhielt dafür den Preis der Jury in Cannes.

Passage-Kinos, 4.9. 19.30 Uhr (Psychoanalyse trifft Film)

Kahlschlag – Waldszenen aus dem Leipziger Auwald
D 2026, Dok, R: Wolfgang Epple

Der Dokumentarfilm zeigt Auswirkungen der massiven forstlichen Eingriffe in den Leipziger Auwald in Schkeuditz.

Kinobar Prager Frühling, 4.9., 17 Uhr (mit Einführung und Regiegespräch)

Albrecht Weinberg – Es ist immer in meinem Kopf 
D 2026, Dok, R: Güner Yasemin Balci, Jesco Denzel, 92 min

1947 kam Albrecht Weinberg mit seiner Schwester Friedel nach New York – aus dem Konzentrationslager in Auschwitz. Nie wieder wollte er zurück in das Land der Täter. Nach 60 Jahren kehrte er dann doch zurück, um seine Geschichte an die junge Generation weiterzugeben.

Passage-Kinos, 30.8., 11 Uhr (Premiere mit Gast)


Bawaʼs Garden
GB 2022, Dok, R: Clara Kraft Isono, 89 min

Der Dokumentarfilm beleuchtet das Leben und das gestalterische Erbe von Geoffrey Bawa, dem berühmtesten Architekten Sri Lankas des 20. Jahrhunderts und Wegbereiter der Tropischen Moderne.

Glashalle der Leipziger Messe, 3.9., 20 Uhr (Sommerkino Architektur)


Ghost School 
PAK/D/SA 2026, R: Seemab Gul, D: Nazualiya Arsalan, Tutu Baba, Ziarat Gul, 88 min

Rabia, ein zehnjähriges pakistanisches Mädchen, macht sich auf die Suche nach dem Grund, warum ihre einzige Schule im Dorf geschlossen ist. Eine Geistergeschichte mit einem Hauch von magischem Realismus, die Korruption aus der Perspektive eines Kindes untersucht.

Passage-Kinos, 3.9. 18.30 Uhr (Special zum Start mit der Regisseurin)


Wer weiß schon, was ein Leben ist? 
D 2026, R: Annelie Boro, Vera Brückner, D: Katharina Stark, Dominique Devenport, Enno Trebs, 95 min

Dokumentarisches Porträt mit Spielszenen anlässlich des 150. Geburtstags der wegweisenden expressionistischen Malerin Paula Modersohn-Becker.

Schaubühne Lindenfels, 4.9. 19 Uhr (Filmgespräch mit der Regisseurin)


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