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Kinder & Familie

»Den Forschungsdrang fördern«

Juliane Maresch und Dorothee Reimann wollen eine Grundschule gründen

  »Den Forschungsdrang fördern« | Juliane Maresch und Dorothee Reimann wollen eine Grundschule gründen

Im Leipziger Westen soll eine Freie Grundschule entstehen. Das Konzept steht, doch noch fehlt ein Gebäude. Ein Gespräch mit den Initiatorinnen über Freiräume, Bildungspläne und Schulmangel.

MARESCH: Uns ist wichtig, dass die Schüler anschlussfähig sind an das Regelschulsystem. 
Wir geben zwar, wenn möglich, keine Noten, aber eine Rückmeldung. Wenn ein Kind nach der vierten Klasse aufs Gymnasium gehen will, soll es das auch machen können.

kreuzer: Was unterscheidet die Schule noch von anderen?

MARESCH: Wir wollen das demokratische Lernen fördern und eine Morgenkreis-Kultur etablieren. Dadurch lernen die Kinder Gesprächsführung und Meinungsäußerung. Anders als andere Freie Schulen stülpen wir uns nicht ein einzelnes Konzept über, sondern setzen es aus einzelnen Bausteinen zusammen.

kreuzer: Wie viele Schüler sollen an der Grundschule unterrichtet werden?

REIMANN: Wir planen erst mal mit 100. Das hat wirtschaftliche Hintergründe. Als Freie Schule bekommen wir nur 80 Prozent staatliche Förderung. Deshalb brauchen wir eine bestimmte Größe, ab der sich das wirtschaftlich rentiert. Zudem wird es vermutlich 100 Euro Schulgebühren im Monat geben, allerdings auch Härtefallregelungen.

kreuzer: Gibt es ein Aufnahmeverfahren?

REIMANN: Wir rechnen mit einem hohen Andrang. Erst mal sammeln wir die Anmeldungen. Dann müssen wir gucken, ob wir es über ein Losverfahren oder etwa über eine Stadtteilregelung machen. Zudem haben wir ja die Kinder aus den eigenen Kitas. Solchen Fragen muss sich leider jede Freie Schule stellen.


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