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Vielfalt des Nichts

Regisseur Tom Fröhlich porträtiert Menschen, die auf der Suche nach dem »perfekten Schwarz« sind

  Vielfalt des Nichts | Regisseur Tom Fröhlich porträtiert Menschen, die auf der Suche nach dem »perfekten Schwarz« sind

»Die ganz ursprüngliche These war: Vielfalt ist nichts, was man erzwingt«, sagt Tom Fröhlich über die Grundidee seines Films »Das perfekte Schwarz«. »Wir haben dann darüber nachgedacht, wo man die geringste Vielfalt erwarten würde, und kamen auf Schwarz, weil das ja die Abwesenheit von allem, also auch Licht oder Farbe, ist.«

Mit welcher Vielfalt Schwarz in all seinen Dimensionen wider Erwarten dann doch aufwartet, lässt schon die Auswahl der Protagonistinnen und Protagonisten des Films erahnen: Astrophysiker Eike Günther erklärt beispielsweise, dass das vollkommene Schwarz zwar theoretisch zu beschreiben ist, im Universum aber eigentlich nicht existiert; die Professorin Antje Boetius ist Meeresbiologin und erforscht die lichtfreie Tiefsee, deren Artenvielfalt Aufschluss über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Meere gibt; die Synästhetikerin und Orchestermusikerin Katja Krüger kann Schwarz hören und der Kunstdrucker Dieter Kirchner möchte das tiefe Schwarz einer Pfeilspitze aus Obsidian treffend auf Papier wiedergeben.


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