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Leipzig malen nach Zahlen

Trockene Zahlen in bunten Bildern

  Leipzig malen nach Zahlen | Trockene Zahlen in bunten Bildern  Foto: Stefan Ibrahim

Leipzig bildet das Schlusslicht unter den deutschen Großstädten, wenn es um die Lebenszufriedenheit seiner Einwohnerinnen und Einwohner geht. Das geht aus einer Studie der Süddeutschen Klassenlotterie von 2023 hervor. Die Zufriedenheit bemisst dieser »Glücksatlas« aus unterschiedlichen Faktoren: Einkommen, Zusammengehörigkeit oder auch die Zufriedenheit mit der öffentlichen Verwaltung. Ob man Leipzig trotz dieses schlechten Abschneidens lebenswert findet, ist eine Frage der Perspektive – es kommt nur darauf an, wie und welche Zahlen man sich anschaut. Der kreuzer hat da ein paar Serviervorschläge.

Unter den zwölf Großstädten, die für den »Glücksatlas« untersucht wurden, gibt es neben Leipzig nur zwei weitere ostdeutsche Städte: Dresden und den Sonderfall Berlin. Laut einer von Zeit-Online, die das mittlere Bruttoeinkommen deutscher Städte und Kommunen für dieses Jahr erhoben hat, zeigt sich, dass Dresden (3.500 Euro), Berlin (3.778 €) und Leipzig (3.371 Euro) nicht so weit auseinanderliegen, wie die Zufriedenheit mit dem Einkommen suggeriert. Denn in Leipzig liegt die Mietkostenbelastung der Haushalte trotz steigender Mieten noch immer bei ungefähr 19,7 Prozent des Bruttoeinkommens. Rechnen wir den höheren prozentualen Anteil der mittleren monatlichen Mietkostenbelastung Berlins (ca. 32 Prozent des Bruttoeinkommens) mit ein, steht das niedrige Bruttoeinkommen in Leipzig verhältnismäßig gut da. Das um die Mietkostenbelastung bereinigte mittlere Einkommen läge in Berlin demnach bei 2.569 Euro und in Leipzig bei 2.707 Euro.

 

buchmesse

Dass das einiges an Platz bedeutet, zeigt sich nicht zuletzt am Ausmaß an Besucherinnen und Besuchern der Buchmesse. Nach pandemiebedingter Verschiebung fand 2023 praktisch ganz Mönchengladbach im Stadtgebiet Platz. Mit 274.000 Buchinteressierten kamen sogar ein paar Menschen extra – die nordrhein-westfälische Metropole zählt nämlich nur knapp 268.465 Einwohnerinnen und Einwohner.

 

wolkeZufrieden sind wir am Ende doch mit den kleinen Dingen im Leben: Bei gutem Wetter im Gras liegen und in die vorbeiziehenden Wolken schauen. Wer gerade keinen Park zur Verfügung hat – oder wenn das Wetter nicht passt –, dem oder der können wir dank des Wolkenlabors in Leipzig eine kleine Wolke zum Träumen bereitstellen. Mithilfe des LACIS-T (»turbulenter Leipzig Aerosol Cloud Interaction Simulator«) können am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung Wechselwirkungen zwischen Aerosolpartikeln und Wolkentröpfchen simuliert werden. Wolkentröpfchen bestehen aus Wasserdampf, der durch Zugabe von Partikeln oder Aerosolen kondensiert. Die Tröpfchen wachsen durch Turbulenzen und die Zugabe von Luftströmen wie Wolkenkeimen weiter an und es entstehen kleine Wolken. Der LACIS-T ist also im Prinzip eine »Wolkenmaschine«. Die Mini-Wolken werden im Labor mithilfe grünen Lichts sichtbar. Nebenstehend ist das mit Druckerschwärze improvisiert.


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