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»Kein System ist zu 100 Prozent betrugssicher«

Der Wahlbetrug zugunsten der Freien Sachsen zielte eher auf die Wahl an sich als auf ihr Ergebnis

  »Kein System ist zu 100 Prozent betrugssicher« | Der Wahlbetrug zugunsten der Freien Sachsen zielte eher auf die Wahl an sich als auf ihr Ergebnis  Foto: Adobe Stock

Daniel Hellmann mahnt zur Entspannung. Der Politologe von der Universität Halle-Wittenberg ist überzeugt: Eine effektiv erfolgreiche Wahlmanipulation anzustellen, ist nahezu unmöglich. Wir sprechen mit Hellmann über den Betrugsfall bei der sächsischen Landtagswahl gut eine Woche nach dessen Aufdeckung.

Auf Briefwahlunterlagen aus mehreren Dresdner Wahlbezirken waren die ursprünglich gesetzten Kreuze überklebt und stattdessen für die rechtsextreme Kleinstpartei Freie Sachsen votiert worden. Bei der Stimmauszählung in den Wahllokalen entlarvten Wahlhelferinnen und -helfer 126 so gefälschte Briefwahlzettel. Die sächsische Landeswahlleitung hat diese Stimmen daraufhin für ungültig erklärt. Weder hätten die Fälschungen noch haben die nun weggefallenen Originalstimmen sich relevant auf das Wahlergebnis ausgewirkt: Das Mandat des CDU-Politikers im Wahlbezirk Dresden-Langebrück, dessen Stimmen häufiger überklebt wurden, sei jederzeit sicher gewesen.


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