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Kultur

Rückblick auf die Berlinale

Die 76. Ausgabe des Filmfestivals ist zu Ende – wir blicken auf die filmischen Highlights

  Rückblick auf die Berlinale | Die 76. Ausgabe des Filmfestivals ist zu Ende – wir blicken auf die filmischen Highlights  Foto: Die begehrten Bären aus Berlin/Sandra Weller


Siri Hustvedt – Dance around the Self

D 2026 R: Sabine Lidl, Panorama

In ihrer Arbeit als Schriftstellerin kreist Siri Hustvedt um das »Selbst«, was sie als dynamische Pluralität begreift, die sich durch Veränderung auszeichnet. Regisseurin Sabine Lidl kreist in ihrer Arbeit um die Person Siri Hustvedt und beleuchtet ihre vielen Facetten in dieser sehr gelungenen Dokumentation. Neben Aufnahmen aus dem Hause Hustvedt-Auster, nutzt die Filmemacherin, Reenactment für die Darstellung der jüngeren Siri Hustvedt, sowie Fotoeinblendungen ihrer Kindheit und Interviews, um das Bild jener Frau zu erweitern, die nicht an feste Zuschreibungen und Singularität glaubt. Im Verlauf der Dreharbeiten für diesen Film verstirbt ihr »Lebensmensch«, wie sie Paul Auster nennt, an Krebs und Lidl begleitet Hustvedt durch dieses verletzliche und dunkle Kapitel ihres Lebens. In den schönsten Sequenzen des Films liest Hustvedt aus ihren Texten, die von eigensinnigen Künstlerinnen handeln, denen sie sich sehr verbunden fühlt.

Lidl schafft es, Hustvedt beim lauten Denken zu beobachten und es ist eine Freude, ihr dabei zuzusehen. Die Filmemacherin bleibt dabei hinter der Kamera verborgen, wird jedoch trotzdem als Gegenüber spürbar. Die Dokumentation ist durchzogen von Hustvedts Illustrationen, die durch Animation lebendig werden und über die Leinwand tanzen.


If Pigeons Turned to Gold
CZ/SLO 2026 R: Pepa Lubojacki, Forum

Zu Beginn des Films werden zwei Kinderfotos eingeblendet, die zu sprechen beginnen. Es handelt sich um die Filmemacherin und ihren Bruder. Mit Hilfe von KI lässt Pepa Lubojacki die Fotos lebendig werden und ihre Geschichte erzählen, die von Wohnungslosigkeit und Alkoholsucht dominiert ist. 5 Jahre lang begleitet sie ihre wohnungslosen Cousins und ihren Bruder, die unter schwerer Alkoholsucht leiden und ermöglicht so einen extrem persönlichen Einblick in die gesamtgesellschaftlichen und stigmatisierten Probleme. Der Film bewegt sich genreübergreifend zwischen Dokumentation und Experimentalfilm. Neben KI-generierte Videos bilden die dokumentarischen Aufnahmen mit Handykamera den Kern des Films. Lubojacki filmt fröhliche und unbeschwerte Szenen, wie das Kaffeetrinken mit ihrem Bruder in seinem improvisierten Unterschlupf aber auch intensive und tragische Momente unter dem Einfluss von Alkohol. Besonders mitreißend ist die wiederkehrende Hoffnung auf einen Ausweg aus der Sucht und den Einstieg zurück in die Gesellschaft, die mehrfach enttäuscht wird. Das zeigt die Dynamik einer Alkoholsucht und die Frustration der Co-Abhängigkeit. Ein wiederkehrendes Thema ist die Scham über die Zugehörigkeit zu dem Stigma. Durch die Sichtbarmachung dreht Lubojacki den abwertenden gesellschaftlichen Blick jedoch um und geht so aktiv gegen dagegen vor. »If Pigeons Turned to Gold« ist ein harter Film voller Liebe und Emanzipation. Auf der Berlinale bekam der Film den Preis für den besten Dokumentarfilm. 

Staatsschutz
D 2026, R: Faraz Shariat, Panorama

Mit »Staatsschutz« feiern Regisseur Faraz Shariat (»Futur Drei«) und die Jünglinge Produktion bereits zum dritten Mal Premiere auf der Berlinale. Dieser Film macht wütend und froh zugleich, denn er ist herausragend gelungen. Als junge Staatsanwältin in Brandenburg glaubt Seyo Kim an den Rechtsstaat und dessen Objektivität im Kampf gegen rechten Terror. Als sie schließlich selbst zum Opfer eines rechtsextremen Anschlags wird, bemerkt sie Widerstand in den Ermittlungen. Kim beginnt an ihrer Behörde zu zweifeln und nimmt entgegen ihrer Befugnis die Ermittlungen selbst in die Hand. Während sie ein rechtes Netzwerk identifiziert, richten ihre Ermittlungen sich auch gegen die eigenen Reihen. Das herausragende Drehbuch von Claudia Schaefer, Jee-Un Kim und Dr. Sun-Ju Choi zeigt die Vertuschung rechter Gewalt und den Rassismus in einer deutschen Behörde. Ihre Recherchen beruhen auf wahren Fällen. Die Inszenierung Shariats macht daraus einen schicken Politthriller vor betonierter Brandenburger Kulisse mit der herausragenden Chen Emilie Yan als Identifikationsfigur. Ihre stille und beherrschte Wut über den Rechtsextremismus im eigenen Rechtsapparat überträgt sich direkt aufs Publikum und ihre coole, mutige Art macht sie zur Genre-Heldin. Die reduzierte Bildsprache von Lotta Kilian und der schnelle Schnitt von Friederike Hohmuth weisen unbeirrt und klar durch den Film, mit einem sehr guten Score von Gabríel Ólafs. Staatsschutz wurde mit dem Publikumspreis der Berlinale ausgezeichnet. 



Allegro Pastell
D 2026 R: Anna Roller, Panorama

Die Verfilmung des gleichnamigen Buches von Leif Randt ist eine Hommage an die späten 2010er-Jahre in Pastell. Die Hauptpersonen Jerome und Tanja sind in ihrem privilegierten Freiheitsanspruch und dem eigenen Abkulten sympathisch und unsympathisch zugleich. Das Szenen- und Kostümbild ist obschon seiner Genauigkeit visuell nervig. Sylvaine Faligant und Jannis Niewöhner verkörpern ihre Rollen überzeugend. Sie erzählen die Love oder No Love Story einer Mittdreißiger-Fernbeziehung zwischen Berlin und dem hessischen Maintal. Er ist erfolgreicher Grafikdesigner, sie veröffentlichte Autorin, beide normschön. Ihre Beziehung lebt vom geschriebenen Wort, mit dem sie in E-Mails und Textnachrichten ihre Gedanken teilen. Dann sitzen sie mit Maultaschen im Bordbistro um einander zu besuchen. Fragen nach Beziehungskonzepten, Reproduktion und Selbstverwirklichung werden zielgruppentreu verhandelt und das Ende des Films erspart sich ein heteronormatives Happy End. Das Beste an Allegro Pastell ist jedoch die Buchvorlage von Leif Randt. Genauso wie die Beziehung von Tanja und Jerome lebt auch diese Geschichte vom geschriebenen Wort und wird durch die glatte und wenig interessante filmische Umsetzung eher verkürzt als erweitert. Für Fans des Buches und Mittdreißiger kann der Film trotzdem eine schöne und nostalgische Reise sein.


The Moment
USA 2026 R: Aidan Zamiri, Panorama

Eine Mockumentary über die britische Sängerin Charli xcx und den »brat Summer« auf Kinoleinwand im Winter ist eine gute Idee, scheint der »brat Summer« von 2024, dem sich sogar Kamala Harris in ihrem Wahlkampf anschloss, bereits weit zurückzuliegen. Was den »brat Summer« ausmachte, war sein Momentum, das ihn zu einem kollektiven popkulturellen Ereignis machte. »brat« ist das sechste Studioalbum von Charlie xcx, die in »The Moment« sich selbst darstellt. Der Film spielt in der Promophase der großen »brat« Arena Tour 2024/25. Es geht um die Vermarktung von »brat« mit einer Kreditkarte und einen Filmdreh mit den »Americans«. Hier soll der unsympathische Regisseur Johannes Godwin (Alexander Skarsgård) Regie führen, der seine ganz eigene Version von »brat« umsetzt. Charli xcx lässt ihm schließlich freie Hand und erklärt damit den »brat Summer« für beendet, bevor es jemand anders an ihrer Stelle tut.
Aidan Zamiri ist ein unterhaltsamer Film mit jeder Menge popkultureller Referenzen gelungen. Neben Charli xcx spielen außerdem Rachel Sennott, Julia Fox sowie Shy Girl und Kylie Jenner mit.


At the Sea
USA/HU 2026 R: Kornél Mundruczó, Wettbewerb

»At the Sea« portraitiert eine Frau in ihren 40ern, die mit den Folgen einer Alkoholsucht hadert. Laura kommt von dem Aufenthalt in einer Entzugsklinik zurück in ihr ehemaliges Elternhaus am Cape Cod an der Küste Massachusetts‘, in dem sie heute mit ihrer eigenen Familie lebt. Nicht nur das Haus, auch die Tanzkompanie und den Hang zum Alkohol hat sie von ihrem Vater übernommen, der an den Auswirkungen seines Lebensstils verstarb. Als Laura zurückkehrt, ist ihre Familie zunächst misstrauisch. Ihr junger Sohn Felix will nichts von ihr wissen, er war Teil des Unfalls, in den Laura vor ihrer Einweisung unter Alkoholeinfluss verwickelt war. Ihre jugendliche Tochter Josie übernahm in ihrer Abwesenheit die Rolle der Mutter. Sie kümmerte sich um das Haus und ihren Bruder und ist in der Zwischenzeit zusehends erwachsener geworden. Nur langsam gelingt Laura eine Rückkehr in das familiäre Gefüge und ein nüchternes Leben. Sie muss für sich herausfinden, wer sie ohne den Brennstoff sein kann, der sie so lange ausgemacht hat und lernen, sich mit ihrem Schmerz auseinanderzusetzen. Regisseur Kornél Mundruczó zeigt die Suche einer Frau nach Identität unabhängig von Sucht und macht daraus einen starken und ergreifenden Film, der Themen wie Zugehörigkeit und Emanzipation verhandelt. Die herausragende Amy Adams spielt die Hauptrolle, der die Annäherung an ihre jugendliche Tochter schließlich durch das Medium gelingt, mit dem sie so viel Schmerz und Zerstörung verbindet: den Tanz.


Liebhaberinnen
D/LUX 2026 R: Koxi, Forum

Dieser eigenwillige, unangenehme und humorvolle Film ist so gut, dass man kaum glauben mag, dass es sich dabei um das Debüt der luxemburgischen Regisseurin Koxi handelt. Brigitte arbeitet auf einer Messe und bewirbt Luxusbunker. »Don’t hesitate«, bittet sie die Messebesucher mit ihrem einstudierten Lächeln in den Bunker. Sie lächelt von allen am besten, hebt ihre Chefin sie heraus. Die meiste Zeit hängt Brigitte bei der Arbeit jedoch am Handy und konsumiert den Content von Paula. Einer jungen Frau, die in Brigittes Heimatdorf lebt und ihr Leben hauptsächlich im Internet verhandelt. Paula filmt sich meist in ihrem Kinderzimmer aber auch in der Wanne, wo sie ihr Badewasser bewirbt, das sie in Schraubgläsern abfüllt. Sie möchte berühmt werden und nutzt dafür das Patriarchat. Auch Brigitte hat irgendwann genug vom ganzen Lächeln. Nachts zieht sie mit ihrem Koffer umher und schläft in der Umkleide ihres Gyms oder heimlich in der Badewanne ihrer Wohnung, die sie als Airbnb vermietet. Sie besucht den Kurs »Krise als Chance«, wo sie hilfreiche Körperübungen und wertvolle Tipps für ein erfolgreiches Leben sammelt. Zielführend hat sie es jedoch auf Heinz abgesehen, der bei seiner reichen Mutter lebt. Am Ende hat Brigitte es geschafft und hält einen Vortrag zu »Alpha Female – Führungsrollen im digitalen Zeitalter«. Koxi ist mit ihrer Elfriede-Jelinek-Adaption eine pointierte und schonungslose Gesellschaftssatire gelungen, die man unbedingt im Kino sehen sollte.

Rosebush Pruning
D/E/I/GB 2026 R: Karim Aïnouz, Wettbewerb

»Ein Mensch ist eine Rose, eine Familie ein Rosenbusch«, ist eins der ausgedachten Sprichwörter, mit denen Protagonist Ed Leute verunsichert. Er beschäftigt sich gerne mit dem Rosenbusch vor dem Haus in Spanien, in das die reiche Erbenfamilie aus New York umgezogen ist, um ihren liebsten Architekten und Designern näher zu sein. Die Mutter der Familie (Pamela Anderson) ist auf tragische Weise verstorben, eine Marmorstatue der nackten Frau dient auf der Terrasse des Hauses als Denkmal. Die verbliebenen erwachsenen Kinder Jack (Jamie Bell), Ed (Callum Turner), Anna (Riley Keough) und Robert (Lukas Gage), sowie ihr erblindeter Vater (Tracy Letts), lustwandeln in Designerklamotten durchs Haus, reiten oder vollziehen familieninterne Rituale. Als die Gitarristin Martha als Partnerin des ältesten Bruders Jack ins Bild rückt, vermutet man dankbar eine Sympathieträgerin, worin die Rolle von Elle Fanning jedoch enttäuscht. Keine Figur von »Rosebush Pruning« wird nahbar, niemand ist sympathisch. Was als unterhaltsame »Eat the Rich«-Satire anmutet, verläuft sich schließlich gänzlich in Bedeutungslosigkeit und Überzeichnung. Trotzdem ist der Film mit seiner hochpolierten Oberfläche schön anzusehen und ein schockierendes Kinoerlebnis.

GRETA JEBENS


Perspectives

Unter der Vielzahl an Sektionen im Programm besticht in diesem Jahr die Reihe Perspectives durch eine besonders gut kuratierte Filmauswahl. Gezeigt werden ausschließlich Debütfilme, eindrucksvolle Erstlingswerke aus aller Welt.

Aus Nordmazedonien begleitet »17« von Kosara Mitic die Schülerin Sara auf einer Klassenfahrt nach Griechenland. Während die Jungs proletenhaft ihre Männlichkeit zur Schau tragen, versuchen die Mädchen daneben möglichst gleichzeitig hot und cool zu wirken. Alkohol und andere Drogen werden reichlich konsumiert. Die Lehrer schauen teilnahmslos und mit vorwurfsvollem Blick zu. Sara distanziert sich von dem pubertären Affentanz, denn sie trägt ein Geheimnis mit sich, dass erst zu Tage tritt, als es unausweichlich ist. Im Bildformat 4:3 gedreht ist »17« schmerzhaft nah an seiner Protagonistin, die Eva Kostic in ihrer ersten Rolle beeindruckend intensiv verkörpert. Die Ereignisse kulminieren in einer langen, schwer zu ertragenden Sequenz. Das Gesicht der Protagonistin und ihr Schicksal, das Mitic nach einer wahren Geschichte inszenierte, begleiten einen noch lange, nachdem der Abspann gelaufen ist.

In »Animol« von Ashley Walters begleiten wir den jungen afrobritischen Straftäter Troy durch die Hölle einer Jugendstrafanstalt. Zum ersten Mal inhaftiert, navigiert er durch die Gewalt und lernt die Machtstrukturen im Knast kennen. In seinem Mitinsassen Krystian findet er einen Freund, in dem Sozialarbeiter Claypole, gespielt von Stephen Graham, einen Vertrauten. Ein intensives Knastdrama mit einem hervorragenden Ensemble aus jungen Darstellern.

»A Prayer for the Dying« führt nach Wisconsin, in eine kleine Siedlung kurz nach dem Bürgerkrieg. Der Veteran und Sheriff des Ortes, Jacob Hansen, versucht sich dort ein Leben mit seiner Frau und der kleinen Tochter aufzubauen. Als eine Epidemie ausbricht, steht Jacob vor der schwierigen Entscheidung, das Dorf abzuriegeln und eine Panik zu riskieren, oder den schleichenden Tod zu verheimlichen. Die Parallelen zur Corona-Pandemie sind bewusst gesetzt und hochaktuell. Der Western der New Yorker Regisseurin Dara Van Dusen verdeutlicht, wie Misstrauen und Paranoia Menschenleben kosten. In einer Nebenrolle ist John C. Reilly als Arzt der Siedlung zu sehen, dem die Ereignisse zusehends über den Kopf wachsen. Leider verrennt sich der Film im letzten Drittel im Kunstwillen, Traum und Realität fließen ineinander und führen zu einem etwas unbefriedigenden Abschluss eines vielversprechenden Debüts.

»Filipiñana« ist komplett in einem Golf-Resort für die Reichen der philippinischen Gesellschaft angesiedelt. Die 17-jährige Isabel ist die Neue unter den Tee-Girls. Irgendwann entfernt sie sich gelangweilt vom Schlagplatz und beginnt über das Gelände zu streifen. Der Film von Rafael Manuel, der seine Premiere in Sundance feierte, begleitet sie durch die absurde Parallelwelt in drückender Hitze. Hinter der starken Bildsprache, die ein wenig an die Filme von Wes Anderson erinnert, steckt eine beißende Kritik am sozialen Missverhältnis in der philippinischen Gesellschaft.

1973, kurz vor dem Militärputsch in Chile, leitet der Ausbilder Captain Jorge Silva eine Luftwaffenakademie. Die Rekruten schätzen ihn für seine Fürsorge, seine Vorgesetzten für seine Arbeitsmoral. Als der Stützpunkt vom Militär besetzt wird und dort im »Hangar Rojo« Inhaftierte verhört und gefoltert werden, verweigert sich Silva der Komplizenschaft – mit drastischen Folgen. In starken Schwarz-Weiß-Bildern lebt der auf wahren Ereignissen beruhende Film von Juan Pablo Sallato von seinem Hauptcharakter, den Nicolás Zárate als ruhigen Überzeugungstäter verkörpert. Der echte Captain Silva hat die Fertigstellung des Films nicht mehr erleben können. Er starb im Exil, nachdem er nach langer Inhaftierung seine Heimat verlassen musste.

»Light Pillar« von Xu Zao war der Letzte, der es in die Auswahl der 14 Filme geschafft hat, aber tatsächlich einer der ersten, die ausgewählt wurden. Dass er in Berlin gezeigt wurde, ist ein Glücksfall. Der unabhängig produzierte Animationsfilm erzählt mit lakonischem Humor von einer nahen Zukunft, in der Reisen ins All für viele kein Traum mehr sind. Für Zha, den einsamen Hausmeister eines verlassenen Filmstudios, bleibt der Himmel jedoch unerreichbar. Mit Hilfe einer Virtual Reality-Brille flieht er vor der tristen Realität in einen Sommerabend auf einem Jahrmarkt und lernt dort ein Mädchen kennen, das sich für ihn interessiert. Während die schneebedeckte Realität im klassischen Stil gezeichnet ist, drehte Xu Zao die virtuelle Welt mit der HD-Kamera. Eine der vielen wunderbar funktionierenden Ideen in seinem warmherzigen Regiedebüt, das ganz offensichtlich an »Robot Dreams« erinnert – bis hin zu einer charmant-versteckten Hommage.

LARS TUNÇAY


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