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Kultur

Ende mit Ansage

Das Deutsche Fotomuseum in Markkleeberg schließt am 27. September

  Ende mit Ansage | Das Deutsche Fotomuseum in Markkleeberg schließt am 27. September  Foto: Robert Geipel

Marilyn Monroe in Markkleeberg – das wirkt surreal und wie ein Ufo wirkt wiederum das Gebäude, an dem die Monroe-Abbildung hängt und über dem steht: Deutsches Fotomuseum.

Das Gebäude, 1997 als Landwirtschaftsmuseum errichtet, und im Inneren mit einer Rotunde versehen, die drei Etagen verbindet, beherbergt seit 2013 das Fotomuseum. Dieses wiederum entsprang der Privatsammlung des Leipziger Fotografen Peter Langner (1946–1984), die er Ende der Achtziger der Öffentlichkeit zugänglich machte. Er interessierte sich vor allem für Kameras aus den unterschiedlichen Zeitepochen. Damals befand sich die Sammlung in Mölkau. An dem Fachwerkhaus in der Gottschalkstraße sind immer noch der Schriftzug »Fotomuseum« und eine historische Kamera zu sehen. Seit Langners Tod betrieb seine Witwe Kerstin Langner gemeinsam mit dem Karikaturisten und Illustrator Andreas J. Mueller die Sammlung, die neben technischen Artefakten auch zunehmend Fotoausstellungen zeigte. 2013 erfolgte der Umzug nach Markleeberg und die Umbenennung in Deutsches Fotomuseum. Betrieben wird es vom Verein Kamer- und Fotomuseum Leipzig, dessen Vorsitzender Mueller bis heute ist. Inzwischen umfasst die Sammlung etwa 70.000 Fotografien und 3.000 historische Kameramodelle.

Am 27. September schließt nun das Museum wie der Leiter Andreas J. Mueller am 7. September per Pressemitteilung verkündete. Gleich der erste Satz zeugt von den Konflikten, die zwischen Markkleeberg und dem Verein seit einigen Jahren existieren: »Weil der Stadtrat von Markkleeberg beschlossen hat, dem Deutschen Fotomuseum den Mietvertrag zu kündigen, um mit dem Kulturamt selbst in das Museumsgebäude einzuziehen, kann das Museum nur noch bis zum 27. September besichtigt werden.«

Die Stadt Markkleeberg hatte Ende September 2025 den Beschluss gefasst, dass der Mietvertrag des Museums mit der Stadt zum Jahresende beendet wird. Für die weitere Nutzung konnten Konzepte eingereicht werden – so auch vom Museum. Dieses wiederum hatte zuvor eine erhebliche Steigerung der beiden finanziellen Unterstützer Markkleeberg und dem Kulturraum Leipzig Land gefordert. Die Stadt verlangte ein neues Konzept, um beispielsweise die Besucherzahlen zu steigern.

Wer zuvor noch nicht im Museum war, kann sich bis zum 27. September die umfangreiche Sammlung neben Aktfotografien von Günter Rössler anlässlich seines 100. Geburtstages anschauen.


> Deutsches Fotomuseum, Raschwitzer Str. 11, Di–So 13–18 Uhr

> Fotomuseum.eu


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