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Kultur

DIY in der Datsche

Die Kinotipps der Woche

  DIY in der Datsche | Die Kinotipps der Woche  Foto: Sammy Hart / Pandora Film

Das 11. Leipziger Kino-Kabarett lädt wieder zum gemeinsamen Filmemachen. In diesem Jahr mit einem neuen Format: Bei der Musikvideo-Session treffen Musikerinnen und Musiker auf Filmemacherinnen und -macher, um in 72 Stunden gemeinsam Musikvideos zu entwickeln und zu drehen. Präsentiert wird das Ergebnis dann am 22. August im Westbahnhof. Im Anschluss entstehen dann wieder Kurzfilme aller Genres, die am 26. August an der Plagwitzer Markthalle gezeigt werden.

»Kino Datsche«: 20.–26.8., div. Orte

Film der Woche:

Der Spaziergang nach Syrakus
D 2026, R: Lars Jessen, D: Charly Hübner, Lina Beckmann, Thorsten Merten, 97 min

Sizilien sehen und sterben: Paul Gompitz sehnt sich nach Italien. Eigentlich nach der Welt insgesamt, nach Unabhängigkeit und Horizonterweiterung. Italien ist für ihn das Symbol dafür wie für viele Italienfahrende vergangener Jahrhunderte. Das Problem: Gompitz wohnt in der DDR. Es ist eine traurig-trotzige Heldenreise, die Gompitz antritt. Natürlich lassen ihn die Behörden nicht die Bildungsfahrt antreten, auch wenn er wiederzukommen verspricht. Über viele Jahre also plant er seine Flucht, um die Italientour antreten zu können. Er sammelt als Kellner auf Hiddensee erworbenes Westgeld, lernt segeln – und verschweigt das seiner Frau. Irgendwann bricht er auf. Basierend auf der Erzählung von Friedrich Christian Delius, die wiederum zwei historische Vorbilder hat, realisierte Lars Jessen (»Mittagsstunde«) den Film. Er besticht bereits durch die zwei Hauptdarsteller. Charly Hübner spielt den italiensüchtigen Gompitz, Lina Beckmann seine Frau Anne. Fantastisch ist der Umgang der beiden miteinander – man spürt, dass sie sich sehr gut kennen. Kleinste Nuancen in der Mimik, im Blick, drücken das aus. Das Erzähltempo ist gelassen, fast spröde wird erzählt. Und doch ergreift den Zuschauer eine Wärme, wenn er einen Menschen dabei begleitet, Mensch zu sein und seinem Willen zu folgen. Und zugleich versprüht er die Melancholie des Loslassens. Ohne Kitsch und Klischee schildert er auch DDR-Verhältnisse, um dann zur universelleren Reflexion übers Gehen oder Bleiben und die Sehnsucht nach Welt zu werden. TOBIAS PRÜWER

»Der Spaziergang nach Syrakus«: ab 20.8., Passage-Kinos, Cineplex, Schauburg, Regina-Palast, Premiere am 23.8., 14 Uhr, Passage-Kinos in Anwesenheit von Regisseur Lars Jessen und Hauptdarsteller Charly Hübner


Hiddensee
D 2025 R: Annekatrin Hendel, Dok, 119 min

In atmosphärischen Schwarz-Weiß-Bildern fährt die Kamera an der Küste Hiddensees entlang. Die dabei rezitierte Liste an prominenten Gästen und Bewohnenden scheint kein Ende zu nehmen, galt die Insel doch vielen schon immer als nostalgischer Sehnsuchtsort. Aber Regisseurin Annekatrin Hendel schaut in ihrem neuen Dokumentarfilm über das Urlaubsidyll hinaus, war Hiddensee doch – in den vergangenen 100 Jahren ebenso wie heute – auch immer Sinnbild für die Geschehnisse auf dem Festland. Vom Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann und Filmstar Asta Nielsen bis hin zum Konflikt zwischen Hochkultur und Ballermann – anhand ehemaliger und aktueller Bewohnerinnen und Bewohner wird die Entwicklung von den 20er-Jahren über den Zweiten Weltkrieg, die deutsche Teilung und Wiedervereinigung, bis hin zu aktuellen politischen Debatten erzählt. Die Schwarz-Weiß-Bilder lassen die Zeiten miteinander interagieren und teilweise verschwimmen, mit dem deutlichen Hinweis, dass Geschichte sich auch immer wiederholen kann. Einzig die Stimme der jüngeren Generationen wirkt seltsam abwesend, was den Ausblick in die Zukunft noch hätte schärfen können. Insgesamt ist Annekathrin Hendel aber ein poetischer Blick auf Land und Leute gelungen, bei dem sich definitiv das Schauen auf der großen Leinwand lohnt. Dass sich Rammstein-Keyboarder Flake für den Soundtrack verantwortlich zeichnet, kann jede und jeder für sich selbst einordnen. HANNE BIERMANN

»Hiddensee«: ab 20.8., Passage-Kinos, Kinobar Prager Frühling, Schauburg


Teenage Sex & Death at Camp Miasma

USA/CAN 2026 R: Jane Schoenbrun, D: Hannah Einbinder, Gillian Anderson, Amanda Fix, 112 min

Die junge queere Nachwuchsfilmerin Kris soll das Horrorfranchise rund um »Camp Miasma« und den irren Mörder mit dem Luftschacht-Kasten auf dem Kopf wiederbeleben und einem jungen Publikum schmackhaft machen. Just an dem Ort, an dem die Filmreihe vor rund 30 Jahren ihren Anfang nahm, trifft sie sich mit der damaligen Hauptdarstellerin Billy, um diese vom Mitwirken im Reboot zu überzeugen. In der Abgeschiedenheit kommen sich die beiden Frauen unterschiedlicher Generationen zusehends näher, während die Frage im Raum schwebt, wieviel Realität in den Geschichten rund um den »Camp Miasma«-Schlitzer wirklich steckt. Mit unglaublicher Detailverliebtheit und einer Menge Insiderwissen hat Jill Schoenbrun hier ein fiktives Horrorfranchise erfunden und mit wunderbar nachgestellten Aushangfotos, Merchandise-Artikeln und Video- und DVD-Covern zum Leben erweckt. Wer Fan der Filmreihen »Freitag, der 13.« oder »Halloween« ist, dürfte klar im Vorteil sein und umso mehr Anspielungen und Querverweise entdecken. Gleichzeitig nimmt sich Schoenbrun aber auch Genderfragen, einer lesbischen Liebesbeziehung und den immer absurderen Auswüchsen der aktuellen Filmindustrie an, so dass auch etliche andere Zuschauer auf ihre Kosten kommen werden. Die Slasherszenen hat die Filmemacherin übrigens bewusst over the top inszeniert, so dass man diese eigentlich keinen Moment lang wirklich ernst nehmen kann. FRANK BRENNER

»Teenage Sex & Death at Camp Miasma«: ab 20.8., Passage-Kinos, Luru-Kino in der Spinnerei


Exit 8
J 2025 R: Genki Kawamura, D: Kazunari Ninomiya, Yamato Kôchi, Naru Asanuma, 95 min

Japan. Ein Mann erfährt in der U-Bahn, dass seine Ex-Freundin von ihm schwanger ist. Das größere Problem wartet aber noch: Beim Hinausgehen aus dem Tunnel merkt er plötzlich, dass er immer wieder an dieselbe Stelle kommt. Kein Ausweg, gefangen im ÖPNV-Höhlensystem. Ein Hinweisschild zeigt die Lösung: Er muss genau auf seine wiederkehrende Umgebung achten und »Anomalien« finden. Ein seltsamer Mann schreitet stets wortlos an ihm vorbei, auch ein Kind taucht auf. Aus der Sicht dieser Protagonisten werden in drei Episoden möglich Auswege und Zusammenhänge gezeigt – oder neue Schrecken.
»Exit 8« war zunächst ein Indie-Videospiel, was aber für den Filmgenuss egal ist. Diese Mischung aus »Cube« und dem Zeitschleifen-Kultfilm »Und täglich grüßt das Murmeltier« setzt auf ein minimalistisches Setting, reißt aber gleichzeitig auch große Themen wie das kapitalistische Hamsterrad, Selbstfindung und Eltern-Rollen an. Der Streifen bedient sich ikonografisch bei manchem Klassiker, generiert aber selbst wenig Innovatives in Sachen Bildsprache, Dramaturgie und Co. Genau das wäre bei einem solch reduzierten, repetitiven Ansatz aber eine weitere Erlebnisschiene gewesen. So sucht man als Zuschauer eifrig mit nach Auffälligkeiten im gefliesten Tunnel, schaudert etwas und ist am Ende froh, wenn man schließlich den Ausgang des Films gefunden hat. MARKUS GÄRTNER

»Exit 8«: ab 20.8., Passage-Kinos, Reginapalast

Weitere Filmtermine der Woche

Stay Active, Stay Queer − How to DIY a Queer Film Festival Paranoid Paradise #2
D 2011, Dok, 32 min

Dokfilm über das queere Leipziger Filmfestival »Paranoide Paradise«.

Kinobar Prager Frühling, 20.8. 19.30 Uhr (Dokumentation zum queeren Filmfestival »Paranoide Paradise«,mit Gespräch)


Gilda
USA 1946, R: Charles Vidor, D: Rita Hayworth, Glenn Ford, George Macready, 110 min

Zwischen dem Kartenspiel-Profi Johnny und dem Casino-Boss Ballin entwickelt sich in Buenos Aires eine gute Freundschaft. Die wird jedoch auf die Probe gestellt, als Ballin eine Frau heiratet, mit der Johnny einst eine Affäre hatte.

Passage-Kinos, 20.8. 20.30 Uhr (OV, Passagen-Werke)

La Boum 2 − Die Fete geht weiter
F 1982, R: Claude Pinoteau, D: Sophie Marceau, Pierre Cosso, Brigitte Fossey

Gelungene Fortsetzung der erfolgreichen Teenagerkomödie.

Schönauer Park, 20.8. 20.30 Uhr (Schönauer Parkfest)

Unser kurzes Leben
DDR 1981, R: Lothar Warneke, D: Simone Frost, Hermann Beyer, Gottfried Richter, 113 min

Die talentierte und idealistische junge Architektin Franziska Linkerhand zieht einen radikalen Schlussstrich unter ihr bisheriges Leben. Nach einer gescheiterten Ehe mit einem alkoholkranken Arbeiter verlässt sie Berlin und zieht für ein Probejahr in eine triste, aufstrebende Provinzstadt im sozialistischen Industriezentrum.

Luru-Kino in der Spinnerei, 21.8. 18 Uhr (im Rahmen der Ausstellung »Factory for a(fem.)Century«)


L'Chaim – Auf das Leben!
D/NL/B/F/ISR 2014, Dok, R: Elkan Spiller

Doku über den Geschäftsmann und Schach-Profi Chaim Lubelski und seine Mutter, eine Holocaust-Überlebende.

Kultur- und BürgerInnenzentrum D5, Wurzen, 21.8. 20.30 Uhr (Open-air-Filmtage, Tacheles)


Surf-Film-Nacht − Double Feature

Zwei Surffilme: »Guts − A Female Expedition Through Africa« (F 2025) begleitet die Europäerinnen Patrizia und Marie, die gesellschaftliche Konventionen, feste Regeln und ihren gewohnten Alltag hinter sich lassen. »Her Wave« (D 2025) begleitet die Bremerin Lena Kemna, Deutschlands bekannteste Big-Wave-Surferin, durch ihre extrem fordernde zweite Wintersaison im portugiesischen Surf-Mekka Nazaré.

Sommerkino auf der Feinkost, 22.8. 21 Uhr (mit Gast und Gespräch, OmeU)


Plattenbau und Badehose

Radwanderkino mit Grünau-Kurzfilmen des Regisseurs Birk Poßecker und Livemusik.

Rathaus Markkleeberg, 22.8. 20 Uhr (Auftakt zum Stadtradeln 2026)


Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße
D 2025, R: Wolfgang Becker, D: Charly Hübner, Christiane Paul, Leon Ullrich, 113 min

Micha, ein Videothekar, der im Leben feststeckt, wird plötzlich zum Helden wider Willen. Unterhaltsames Schelmenstück von Wolfgang Becker.

Völkerschlachtdenkmal. 20.8. 21 Uhr (Pop-up-Treppenkino am Völkerschlachtdenkmal)


Hütten sind für alle da
D 2023, Dok, R: Birk Poßecker, 91 min

Doku über den Leipziger Osten – ein Stadtviertel, geprägt von Gegensätzen, Geschichten und einzigartigen Persönlichkeiten. Über einen Zeitraum von drei Jahren wurde der Osten mit VHS-Kameras porträtiert.

Völkerschlachtdenkmal, 26.8. 21 Uhr (Pop-up-Treppenkino am Völkerschlachtdenkmal), 27.8. 21 Uhr (Pop-up-Treppenkino am Völkerschlachtdenkmal)


Shorts Attack: Sundance Shorts 2026

Eine Auswahl der preisgekrönten Kurzfilme beim Sundance Film Festival 2026.

Kinobar Prager Frühling, 23.8. 19 Uhr (OmU)


La dolce vita − Das süße Leben
F/I 1960, R: Federico Fellini, Michael Truman, D: Marcello Mastroianni, Anouk Aimée, Magali Noel, 167 min

Ein römischer Klatschjournalist mit Schriftstellerambitionen auf der Jagd nach den »süßen« Geheimnissen der Prominenz auf der Via Veneto mit seinen exklusiven Nachtclubs und Cafés, in denen das nächtliche Leben pulsiert.

Passage-Kinos, 24.8., 20.30 Uhr (OmU, Sommer in der Passage)

Red Rue Express
UKR 2026, R: Oleksii Yesakov, D: Kateryna Varchenko, Stanislav Boklan, Oleksandr Rudynskyi, 91 min

Während einer Zugfahrt durch die Karpaten geraten die Gefühle von Reisenden und Personal in Wallung.

Cineplex, 24.8., 19.30 Uhr (OF)
Cinestar, 24.8. 20.10 (OmU),25.8.,14.20 Uhr (OmU),26.8., 17 Uhr (OmU)


Becoming Kim
D/KOR 2026, Dok, R: Susanne Kim, 89 min

Sehr persönlicher Dokumentarfilm der Leipzigerin Susanne Kim, der einen ungeschönten Blick auf eine Beziehung zwischen familiären, emotionalen und gesellschaftlichen Konflikten wirft.

Open-Air-Kino in der Spinnerei, 22.8., 20.45 Uhr (Premiere mit dem Filmteam)
Kinobar Prager Frühling, 27.8., 17.30 Uhr (Premiere und Gespräch mit der Regisseurin Susanne Kim)



Chihiros Reise ins Zauberland
J 2001, R: Hayao Miyazaki, 125 min

Eines der schönsten Meisterwerke aus dem Anime-Studio Ghibli: Die kleine Chihiro wird in eine seltsame Parallelwelt voller merkwürdiger Wesen und Gottheiten hineingezogen. Dort versucht sie, ihre Eltern von einem Fluch zu erlösen, der sie in Schweine verwandelt hat.

Kinobar Prager Frühling. 21.8., 20 Uhr (OmU), 22.8., 13 Uhr (OmU)
Passage-Kinos, 23.8., 11 Uhr

Spur der Steine 
DDR 1966, R: Frank Beyer, D: Manfred Krug, Krystyna Stypulkowska, Eberhard Esche, 134 min

Auf einer DDR-Großbaustelle verlieben sich Anfang der 1960er-Jahre zwei Männer in die neue Ingenieurin, mit tragischen Folgen.

UT Connewitz, 25.8. 18 Uhr (Architektur im Film, Eintritt frei)

Das Totenschiff
D/MEX 1959, R: Georg Tressler, D: Horst Buchholz, Mario Adorf, Helmut Schmid, 97 min

Klassisches deutsches Abenteuerdrama, das Elemente eines packenden Kriminal- und Überlebens-Thrillers mit einer harten, fast dokumentarischen Sozialkritik verbindet.

Cineding, 28.8., 19 Uhr (Mario-Adorf-Hommage)

Deadlock
D 1970, R: Roland Klick, D: Mario Adorf, Marquard Bohm, Anthony Dawson, 88 min

Nach einem Bankraub fliehen die beiden schwer verletzten Banditen Kid und Sunshine mit einem prall gefüllten Geldkoffer in die mexikanische Geisterstadt Deadlock. Dort entbrennt zwischen ihnen und den wenigen skurrilen Bewohnern des Ortes ein erbarmungsloses, psychologisches Katz-und-Maus-Spiel. Berauschender Spätwestern mit Musik von Can.

Cineding, 28.8., 21 Uhr (Mario-Adorf-Hommage)

Detektiv Conan Film 29: Der gefallene Engel des Highways 
J 2026, R: Takahiro Hasui, 109 min

Conan Edogawa, Ran Mori, Kogoro, Sonoko und Masumi Sera bekommen es diesmal mit einem amoklaufenden Fahrassistenzsystem zu tun.

Regina-Palast, 25.8., 17, 18 (OmU), 19.30 Uhr
Cinestar, 25.8., 17, 19.35, 20 (OmU) Uhr
Cineplex, 25.
8. 18 (OmU), 20 Uhr

Girls Donʼt Cry
D 2026, Dok, R: Sigrid Klausmann-Sittler, Lina Lužytė, 94 min

Fünf Mädchen im Alter von 13 bis 15 Jahren teilen ihre Erfahrungen als heranwachsende junge Frauen.

Kinobar Prager Frühling, 26.8., 17 Uhr (mit thematischer Einführung)


Kino Datsche − Screenings 

Sommerkino vor der Plagwitzer Markthalle, 26.08. 20:30 (Kurzfilm-Screening)
Nachwuchsfilmer unterwegs: Die Kurzfilme des diesjährigen Kinokabaretts Leipzig.

Westbahnhof, 22.8. 20 Uhr (DIY-Musikvideo-Screening)


Strange River
E/D 2026, R: Jaume Claret Muxart, D: Jan Monter Palau, Nausicaa Bonnín, Francesco Wenz, 105 min

Während einer Radtour entlang der Donau mit seiner Familie begegnet ein 16-Jähriger einem mysteriösen Jungen im Fluss. Diese Begegnung verändert ihre Reise und beeinflusst die Familiendynamik.

Passage-Kinos, 26.8., 20.30 Uhr (OmU, QueerBLICK)

Vaterland 
D/PL/I/F/GB 2026, R: Paweł Pawlikowski, D: Sandra Hüller, Hanns Zischler, August Diehl, 82 min

Deutschland, 1949: Nach Jahren im Exil kehrt der Schriftsteller Thomas Mann ins Land der Täter zurück. An seiner Seite: seine Tochter Erika, die übersetzt und organisiert. Als sie die Nachricht des Freitods ihres Bruders Klaus erreicht, mischt sich die persönliche Tragödie in die Trauer um den Verlust der Heimat.

Passage-Kinos, 26.8., 19 (Premiere mit Sandra Hüller), 19.15 Uhr (Zusatzpremiere mit Gästen)

Staatsschutz
D 2026, R: Faraz Shariat, D: Chen Emilie Yan, Julia Jentsch, Alev Irmak, 113 min

Die junge, wortgewandte deutsch-koreanische Staatsanwältin Seyo Kim tritt rechter Gewalt in Ostdeutschland entschlossen mit den Mitteln des Gesetzes entgegen. Doch dann gerät sie selbst ins Visier und wird Opfer eines rassistischen Anschlags.

Passage-Kinos, 27.8., 20 Uhr (Premiere mit Regisseur)


The Woman Who Poked the Leopard
UGA/ZA/D/USA 2025, Dok, R: Patience Nitumwesiga, 108 min

Der Film zeichnet ein intimes und radikales Porträt der bekannten ugandischen Anthropologin, Feministin und Lyrikerin Dr. Stella Nyanzi.

Sommerkino vor der Plagwitzer Markthalle, 27.8., 20.45 Uhr (Dok-Sommerkino)

Trainspotting – Neue Helden
GB 1996, R: Danny Boyle, D: Ewan McGregor, Ewen Bremner, Robert Carlyle, 94 min

Episoden aus dem Leben des heroinabhängigen Renton: Die Adaption des Kult-Klassikers der Drogenliteratur von Irvine Welsh wurde selbst zum Kultfilm.

Open-Air-Kino in der Spinnerei, 21.8., 20.45 (30-jähriges Jubiläum, OmU)
Sommerkino vor der Plagwitzer Markthalle, 28.8., 20.45 (OmU, 30-jähriges Jubiläum)

Zurück in die Zukunft
USA 1985, R: Robert Zemeckis, D: Michael J. Fox, Christopher Lloyd, Lea Thompson, 116 min

Immer noch einer der besten Unterhaltungsfilme der 1980er Jahre, wenn nicht aller Zeiten: Marty McFly reist in Docs DeLorean-Zeitmaschine ins Jahr 1955 und bringt dort versehentlich die Vergangenheit durcheinander, was seine eigene Existenz bedroht.

Moritzbastei, 28.8., 20 Uhr


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