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Kultur

Feiert das Kino!

Die Kinotipps der Woche

  Feiert das Kino! | Die Kinotipps der Woche  Foto: Filmstill »Vaterland«/ Neue Visionen

In dieser Woche möchte man sich als Cineast am liebsten wieder vierteilen, um all die interessanten Filme in dieser Stadt wahrzunehmen. Zunächst gratulieren wir dem Cineplex zum 30. Geburtstag und als Geschenk gibt es ein Programm mit Filmklassikern für alle. Dann folgen vier Tage queeres Kino in der City und am Kreuz: Das Queerfilmfestival zeigt in Animiertem (»Jim Queen«), Klassikern (»Paris Was a Woman«), Spiel- und Dokumentar-, Lang- und Kurzfilmen die Lebenswelten queerer Menschen rund um den Globus. Und ab Donnerstag wird es dann auch wieder richtig wild beim Gegenkino dem Festival für Abseitiges. Zehn Tage voll mit spannenden Vorführungen, Musik und Gästen. Zeitgleich flimmert auch noch das Polyloid-Festival im Osten der Stadt. 

»Queerfilmfestival«: 10.–13.9., Passage-Kinos, Kinobar Prager Frühling
»Gegenkino«: 10.–20.9., Luru Kino, Schaubühne Lindenfels, UT Connewitz sowie Milieu Kino im Rabet Leipzig
»Polyloid-Filmfest«: 11.–19.9., verschiedene Orte


Film der Woche:

Vaterland
D/PL/I/F/GB 2026, R: Paweł Pawlikowski, D: Sandra Hüller, Hanns Zischler, August Diehl, 82 min

Deutschland, 1949: Ein Volk zwischen Schockzustand und Verdrängung. Das Leben geht weiter und doch ist nichts so wie davor. Nach Jahren im Exil kehrt der Schriftsteller Thomas Mann ins Land der Täter zurück. Überall wird er beklatscht und geehrt. In West und Ost singen sie ihm Lieder. Selbst russische Offiziere suchen den Austausch über die Kunst. Aber der Autor hat nur Verachtung für sie übrig, jene Speichellecker, die eben noch den Arm hoben und nun alle Schuld von sich weisen. An seiner Seite: Seine Tochter Erika, die übersetzt und organisiert. Als sie die Nachricht des Freitods ihres Bruder Klaus erreicht, mischt sich die persönliche Tragödie in die Trauer um den Verlust der Heimat. Gemeinsam mit dem Drehbuchautor Henk Handloegten (»Babylon Berlin«) rekonstruiert der vielfach ausgezeichnete polnische Regisseur Pawel Pawlikowski (»Ida«) diese Reise, die Mann eigentlich mit seiner Ehefrau Katia machte. Ausdrucksstarke Schwarz-Weiß-Bilder zeigen ein Land, das in Trümmern liegt, architektonisch und moralisch. Gleichermaßen keimt im Osten die Hoffnung auf einen Neuanfang. In Cannes für die beste Regie ausgezeichnet, ist »Vaterland« ein kraftvolles und konzentriertes Zeitdokument mit glänzender Besetzung, allen voran Hanns Zischler und Sandra Hüller als ungleiches Vater-Tochter-Gespann.

»Vaterland«: ab 3.9., Passage-Kinos, Kinobar Prager Frühling, Schauburg, Regina-Palast


That's Why The Lady is a Champ
USA 2026 R: David Michôd, D: Sydney Sweeney, Coleman Pedigo, Merritt Wever 135 Min.

Hollywoodfilme über Kampfsport dienen meist als Showcase für überwiegend männliche Schauspieler, um zu zeigen, wie weit sie vor allem physisch bereit sind zu gehen für eine Rolle (oder einen Oscar). Zuletzt war das bei Dwayne Johnson in »Smashing Machine« oder Orlando Bloom in »The Cut« zu beobachten. Die Blaupause ist dabei immer dieselbe: Der oft auf wahren Biographien basierende Plot bewegt sich an den einzelnen Stationen einer Karriere vom Underdog ins Rampenlicht, Abstieg, Drogen und der Kampf zurück auf die große Bühne werden dabei optional eingestreut. Auch »Christy«, der bei uns den auf einer Headline beruhenden Titel »That’s Why the Lady is a Champ« erhalten hat, basiert auf Erinnerungen, niedergeschrieben in der Autobiographie »Fighting for Survival«. Es ist die Geschichte von Christy Martin, die in den Neunziger Jahren zur erfolgreichsten Profi-Boxerin der USA aufstieg. Das ist aber nicht das eigentlich Bemerkenswerte an ihrer Geschichte. In ihrem Buch beschreibt sie die gewalttätige Ehe mit ihrem Manager Jim Martin, ihr Coming Out und die Diskriminierung von Homosexualität im Boxsport. Regisseur David Michôd (»War Machine«) rückt diese Themen in den Mittelpunkt seines Biopics, erzählt aber auch recht konventionell das Drumherum: Christys Aufwachsen in einer Arbeiterfamilie in einer Kleinstadt in West Virgina, ihre Begeisterung fürs Boxen, die von ihren Eltern ebensowenig akzeptiert wird, wie ihre Beziehung zu Rosie. Der erfolgreiche Trainer Jim Martin scheint ihr Ticket aus der Enge des Elternhauses. Allerdings gibt sich Jim von Anfang an als Arschloch und ändert sich auch über die kommenden Jahrzehnte nicht, in denen er ihr Manager und Ehemann wird und Christy einen Erfolg nach dem anderen einfährt. Insofern ist es schwierig, nachzuvollziehen, warum sie nicht früher das Weite gesucht hat, wie sie irgendwann selbst zugibt. Sydney Sweeney (»Euphoria«) spielt Martin mit Hingabe, Ben Foster (»Leave No Trace«) überzeugt als furchteinflößende Witzfigur.

»That's Why The Lady is a Champ«: ab 3.9., Luru-Kino in der Spinnerei, Cineplex, Regina-Palast


To My Sisters
D 2026 R: Faek Falak, 95 Min.

Gefangenschaft, Missbrauch, Vertreibung und Mord – Die Geschichten der Frauen ähneln sich und geben den alltäglichen Horror im Norden Syriens wieder. Schrifttafeln erklären die Hintergründe, die Chronik der Gewaltherrschaft der ISIS, die im ganzen Land den Islamischen Staat ausruft, das Volk unterdrückt und abschlachtet. Nur im Norden stoßen sie auf Widerstand. Hier haben sich kurdische Gruppen gebildet, um die Städte und Dörfer zu verteidigen. Der YPG folgte die YPJ, eine Gemeinschaft von vor allem jungen Frauen, die zur Waffe greifen, weil sie zu viele ihrer Freunde und Familienmitglieder haben sterben sehen. Der kurdisch-deutsche Filmemacher Faek Falak drehte mit seinem Team inmitten dieser Gemeinschaft, folgt den Frauen an die Front, blickt in die Lager, wo er auch auf eine Deutsche trifft, die mit ihren Kindern aus der Gefangenschaft geflohen ist. All das ist ungefiltert und deutlich geprägt von den Eindrücken. Der Film zeigt, was für ein wertvolles, aber auch fragiles Gut es ist, in Sicherheit zu leben.

»To My Sisters«: 13.9., Kinobar Prager Frühling


Weitere Filmtermine der Woche

Batman V Superman: Dawn Of Justice
USA 2016, R: Zack Snyder, D: Ben Affleck, Henry Cavill, Amy Adams, 151 min

Actionreiches Aufeinandertreffen der beiden Superhelden-Schwergewichte in der Kinofassung.

Cineplex, 4.9., 19.30 Uhr (30 Jahre Cineplex)

Das Parfum
F/D/E 2006, R: Tom Tykwer, D: Ben Whishaw, Dustin Hoffman, Alan Rickman, 147 min

Die Geschichte von Jean-Baptiste Grenouille, der mit einem außerordentlichen Geruchssinn zur Welt gekommen ist und nach dem ultimativen Duft sucht. Romanadaption nach Patrick Süskind.

Cineplex, 5.9., 19.30 Uhr (30 Jahre Cineplex)

Mars Attacks
USA 1996, R: Tim Burton, D: Danny DeVito, Jack Nicholson, Sarah Jessica Parker, 106 min

Horden von Marsmenschen besuchen unseren Planeten. Obwohl es dank modernster Technik gelingt, die Quäklaute der Marsianer in ein lupenreines »Wir kommen in Frieden« zu übersetzen, bricht auf der Erde alsbald ein hysterisches Inferno sondergleichen aus. Anarchisch-bunte Alien-Invasions-Komödie und stargespickte Science-Fiction-B-Movie-Hommage.

Cineplex, 6.9., 19.30 Uhr (30 Jahre Cineplex)

Another German Tank Story
D 2024, R: Jannis Alexander Kiefer, D: Meike Droste, Monika Lennartz, Johannes Scheidweiler, 95 min

Ein Dorf gerät in Aufruhr, als eine US-Filmcrew eine Serie über den Zweiten Weltkrieg in der Gegend drehen will.

Sommerkino im Hildegarten, 3.9., 20 Uhr

Das Flüstern der Wälder
F 2025, Dok, R: Vincent Munier, 95 min

Eine Ode an Flora und Fauna der Vogesen, ein Brückenschlag zwischen Vater, Sohn und Enkel, zwischen Menschen und Natur, zwischen Fotografie und Film, zwischen Tag und Nacht, zwischen Persönlichem und Universellem.

Sommerkino im Hildegarten, 11.9., 20 Uhr

Bawaʼs Garden
GB 2022, Dok, R: Clara Kraft Isono, 89 min

Der Dokumentarfilm beleuchtet das Leben und das gestalterische Erbe von Geoffrey Bawa, dem berühmtesten Architekten Sri Lankas des 20. Jahrhunderts und Wegbereiter der Tropischen Moderne.

Glasfabrik, 3.9., 20 Uhr (Sommerkino Architektur)


In die Sonne schauen
D 2025, R: Mascha Schilinski, D: Hanna Heckt, Lena Urzendowsky, Laeni Geiseler, 159 min

Drei Frauenschicksale in drei verschiedenen Zeiten verwebt Mascha Schilinski in ihrem Film auf kunstvolle und atmosphärische Weise und erhielt dafür den Preis der Jury in Cannes.

Passage-Kinos, 4.9., 19.30 Uhr (Psychoanalyse trifft Film)
Sommerkino vor der Plagwitzer Markthalle, 5.9., 20.30 Uhr

Kahlschlag – Waldszenen aus dem Leipziger Auwald
D 2026, Dok, R: Wolfgang Epple

Der Dokumentarfilm zeigt Auswirkungen der massiven forstlichen Eingriffe in den Leipziger Auwald in Schkeuditz.

Kinobar Prager Frühling, 4.9., 17 Uhr (mit Einführung und Regiegespräch)

Kuzma: Erschreckend heiter
UKR 2025, Dok, R: Artem Hryhorian, 132 min

Doku über eine der prägendsten Ikonen der ukrainischen Popkultur.

Cineplex, 4.9., 16.30 Uhr (OmeU), 5.9., 14.45 Uhr (OmeU), 6.9., 10.45 (OmeU), 16.30 Uhr  (OmeU)

Wer weiß schon, was ein Leben ist?
D 2026, R: Annelie Boro, Vera Brückner, D: Katharina Stark, Dominique Devenport, Enno Trebs, 95 min

Dokumentarisches Porträt mit Spielszenen anlässlich des 150. Geburtstags der wegweisenden expressionistischen Malerin Paula Modersohn-Becker.

Schaubühne Lindenfels, 4.9., 19 Uhr (Filmgespräch mit der Regisseurin)

Red Rue Express
UKR 2026, R: Oleksii Yesakov, D: Kateryna Varchenko, Stanislav Boklan, Oleksandr Rudynskyi, 91 min

Während einer Zugfahrt durch die Karpaten geraten die Gefühle von Reisenden und Personal in Wallung.

Cinestar, 5.9., 11.55 (OmeU), 6.9., 11.55 Uhr (OmeU)
Cineplex, 6.9., 12.45 Uhr (OF)


Same Sun – Mit dem Fahrrad durch Afrika
D 2026, Dok, R: Fabienne Engel, 86 min

Die außergewöhnliche Expedition der Radsportlerin Wiebke Lühmann von Freiburg im Breisgau bis zum Kap der Guten Hoffnung in Südafrika.

Passage-Kinos, 6.9., 13 Uhr


Wall-E − Der letzte räumt die Erde auf
USA 2008, R: Andrew Stanton, 98 min

Kluger und herzerwärmender Animationsfilm, der die große Kunst des visuellen Erzählens meisterhaft beherrscht und darüber hinaus bestens unterhält.

Schaubühne Lindenfels, 6.9., 11.30 Uhr (Pyjama-Kino)

Pulse
J 2000, R: Kiyoshi Kurosawa, D: Haruhiko Kato, Kumiko Asô, Koyuki, Kurume Arisaka, 119 min

Michi und Ryosuke erleben seltsame Phänomene. Ihre Kollegen und Freunde verschwinden spurlos, die Technologie bricht zusammen und Tokio verwandelt sich mehr und mehr in eine Geisterstadt.

Passage-Kinos, 6.9., 20.30 Uhr (OmU, Sunday Séance)

I Saw the TV Glow
USA 2024, R: Jane Schoenbrun, D: Justice Smith, Brigette Lundy-Paine, Jack Haven, 100 min

Die Realität von zwei Jugendlichen in den 1990er-Jahren bekommt zunehmend Risse durch die obsessive Leidenschaft für eine mysteriöse Late-Night-Fernsehserie. Eine tiefgründige, emotionale Allegorie auf das Trans-Sein, Verdrängung und Dissoziation.

Schaubühne Lindenfels, 5.9., 21.30 Uhr (OF)

Das fliegende Klassenzimmer (1954)
BRD 1954, R: Kurt Hoffmann, D: Peter Kraus. Paul Klinger, Paul Dahlke, 92 min

Die Dauerfehde zwischen den Jungs vom Gymnasium und den Jungs von der Realschule. Erste Verfilmung des Kinderbuchs von Erich Kästner.

Passage-Kinos, 6.9., 11 Uhr (Erich-Kästner-Spezial, Literatur trifft Film)<

Almodóvar Shorts 
R: Pedro Almodóvar, D: Pedro Pascal, Ethan Hawke, Tilda Swinton

Zwei Kurzfilme von Pedro Almodóvar: »Strange Way of Life« handelt von der Freundschaft zwischen einem Cowboy und einem Sheriff. »The Human Voice« basiert auf einem Theaterstück von Jean Cocteau und erzählt von einer Frau, die von ihrem Geliebten verlassen wurde.

Schaubühne Lindenfels, 6.9., 18 Uhr (OmU)

Angels Hard As They Come
USA 1971, R: Joe Viola, D: John Gabriel, Kent Taylor, Vicki Volante, 85 min

In einer von Hippies besetzten Geisterstadt treffen zwei rivalisierende Bikergangs zunächst feiernd und nach einem Mord blutig aufeinander.

Luru-Kino in der Spinnerei, 7.9., 20 Uhr (Luru Archiv – 35mm Doppel)

Oasis: Donʼt Look Back In Anger
GB 2026, Dok, R: Will Lovelace, Dylan Southern, 122 min

Der Dokumentarfilm zeichnet den Weg der Band Oasis an die Spitze nach und begleitet die Brüder Gallagher bei ihrer Comeback-Tour.

Regina-Palast, 9.9., 19.45 Uhr (OmU, Preview)

Hell's Bloody Devils
USA 1970, R: Al Adamson, D: Broderick Crawford, Scott Brady, Kent Taylor, 89 min

Ein FBI-Agent schleust sich in eine Nazi-Gangsterbande ein, die in Las Vegas Falschgeld druckt, um so ihre geplante neue Partei zu finanzieren.

Luru-Kino in der Spinnerei, 7.9., 20 Uhr (Luru Archiv – 35mm Doppel)

Azuro
AND/F/MCO 2022, D: Valérie Donzelli, Yannick Choirat, Nuno Lopes, 104 min

Eine Gruppe enger, langjähriger Freunde verbringt ihren alljährlichen Urlaub in einem kleinen, idyllischen Küstendorf, das isoliert zwischen Bergen und dem glitzernden Mittelmeer liegt. Das monotone Beziehungsgeflecht der Gruppe gerät jedoch schlagartig ins Wanken, als ein mysteriöser Mann mit einer goldenen Yacht im Dorf anlegt. Basierend auf Marguerite Duras' Roman »Die kleinen Pferde von Tarquinia«.

Schaubühne Lindenfels, 7.9., 18.30 Uhr (OmeU, Soirée cinéma, »Un métier sérieux«)

Go Clara Go
D 2025, R: Sylvie Kürsten, 93 min

Doku über die Künstlergruppe Clara Mosch, die 1977 in Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz, gegründet wurde.

Cinémathèque in der Nato, 8.9., 19.30 Uhr (mit Regiegespräch)

Was an Empfindsamkeit bleibt
D 2026, Dok, R: Daniela Magnani Hüller, 91 min

Vierzehn Jahre nach einem von einem Mitschüler auf sie verübten, versuchten Femizid in ihrer Jugend kehrt die Filmemacherin in einer fragmentarischen, selbstreflexiven Erzählform zu den prägenden Momenten und damaligen Beteiligten zurück, um Fragen nach individueller Verantwortung, Erinnerung und der Wiedererlangung der eigenen Lebenslust und Empfindsamkeit nachzugehen.

Cinémathèque, 9.9., 19:30 Uhr (mit Gespräch), 11.9., 19.30 Uhr


Luchadoras
D/MEX 2021, Dok, R: Paola Calvo, Patrick Jasim, 92 min

Weibliche Selbstermächtigung im Wrestling-Ring in der Ciudad Juárez in Mexiko.

Cineding, 10.9., 19 Uhr (mit Sidekick, OmU)

Areal – Die Geschichte des Hundtschen Parks in Grünau
D 2018, Dok, R: Hannah Sieben, 54 min

Der Dokumentarfilm porträtiert die Entstehung und den Wandel des Hundtschen Parks im Leipziger Stadtteil Grünau.

Cineding, 10.9., 19 Uhr (Eintritt frei, mit Gespräch)

Ein richtig guter Job
F 2023, D: Vincent Lacoste, François Cluzet, Adèle Exarchopoulos, 101 min

Ein Doktorand mit Geldsorgen beginnt eine Arbeit als Aushilfslehrer und merkt schnell, dass es ums französische Bildungssystem schlecht bestellt ist.

Schaubühne Lindenfels, 7.9., 18.30 Uhr (OmeU)

Winter adé
DDR 1989, Dok, R: Helke Misselwitz, 116 min

Die Regisseurin verlässt noch einmal ihre Geburtsstadt Zwickau und den Ort ihrer Kindheit, um auf dieser Reise zu erfahren, wie andere gelebt haben, wie sie leben möchten. In der Bahn, am Arbeitsplatz oder zu Hause begegnet sie Frauen und Mädchen verschiedener Generationen, aus unterschiedlichen sozialen Schichten und lernt ihre Lebensgeschichten kennen.

Luru-Kino in der Spinnerei, 7.9., 18 Uhr (im Rahmen von »Factory for a(fem.)Century«)

Flesh and Fuel
F/PL 2026, R: Pierre Le Gall, D: Alexis Manenti, Julian Świeżewski, Mohamed Makhtoumi, 90 min

Der Film beleuchtet den harten, isolierten Alltag in der europäischen Logistikbranche. Der einsame französische Fernfahrer Étienne trifft auf den charmanten polnischen Trucker Bartosz.

Passage-Kinos, 10.9., 20.30 Uhr (OmU, Eröffnungsfilm zum Queerfilmfestival)

Death and Life of Madalena
BR/PT 2026, R: Guto Parente, D: Noá Bonoba, Nataly Rocha, Tavinho Teixeira, 85 min

Die hoch angesehene Filmproduzentin Madalena ist im achten Monat schwanger, trauert um ihren Vater und versucht gleichzeitig, ein chaotisches Low-Budget-Science-Fiction-B-Movie fertigzustellen, das auf einem Drehbuch ihres Vaters basiert.

Luru-Kino in der Spinnerei, 10.9., 19 Uhr (Eröffnungsfilm Gegenkino, OmeU)

Drinking and Driving
CAN 2026, R: Avalon Fast, Jillian Frank, D: Jillian Frank, Avalon Fast, Ethan Hawksworth, 106 min

Die beiden zwanzigjährigen besten Freundinnen Iris und Palmer arbeiten in ihrer ländlichen kanadischen Heimatstadt als Kellnerinnen in einem Café, teilen sich ein Bett und haben die Angewohnheit, regelmäßig zugedröhnt Auto zu fahren. Mit ihrem Freund Levi und dessen Cousin Phoenix zieht die Vierergruppe durch Hinterhöfe und Partys, bis die sommerliche Realität und die Trägheit des Alltags sie einholen.

Luru-Kino in der Spinnerei, 10.9., 21 Uhr (Eröffnungsfilm Gegenkino, OV)

Ummah – Unter Freunden
D 2012, R: Cüneyt Kaya, D: Frederick Lau, Kida Khodr Ramadan, Burak Yiğit, 108 min

Der Polizist Daniel muss nach einem Undercover-Job im Neonazi-Milieu in der muslimischen Gemeinde Berlins untertauchen. Dort trifft er auf Abbas , der ihn in den Kreis seiner Freunde aufnimmt.

Marktplatz Paunsdorf, 10.9., 20 Uhr (Polyloid Filmfestival)

Kalter Hund 
D 2026, R: Pauline Roenneberg, D: Corinna Harfouch, Lea Drinda, Karoline Eichhorn, 144 min

Am Morgen seines 100. Geburtstags findet Marianne ihren Ehemann Herrmann tot im Bett. Er hat sich mit einer Überdosis von Tabletten das Leben genommen und sich damit der opulenten Feier mit der Verwandtschaft und der Lokalpresse entzogen. Um die makellose Fassade der Vorzeigefamilie zu wahren, inszeniert die Sippe ein absurdes Schmierentheater vor den eintreffenden Gästen.

Passage-Kinos, 10.9., 19 Uhr (Premiere mit Gästen)


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