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And you will know us by the Trail of Dead

And you will know us by the Trail of Dead

X: The Godless Void and Other Stories

Ein X ziert das Cover des aktuellen Albums der Texaner Art-Post-Rocker von And you will know us by the Trail of Dead. Nicht groß und symbolhaft wie bei The XX. Natürlich nicht. Denn es ist kein Stoppschild. Es ist klein und verschlungen. Wie ein Ornament ziert es verschämt den Titel des Albums: »X: The Godless Void and Other Stories«. Es … weiterlesen

Jackboys

Jackboys

Jackboys EP

Wer die Netflix-exklusive Dokumentation »Look Mom I Can Fly« gesehen hat, ist zwar nicht sonderlich schlauer geworden, was die Person von Travis Scott angeht, denn die Heldenverehrung des Regisseurs war ganz offensichtlich ebenso ausgeprägt wie die des durchschnittlichen Fans. Dafür gewann man einen ziemlich guten Einblick in das Phänomen, das der Mann in Amerika darstellt: Moshpits mit einem Kilometer Durchmesser, … weiterlesen

Tarek

Tarek

Golem

KIZ haben den deutschen Rap geprägt wie wenige andere Acts: Vorher gab es in dieser Form eigentlich keine Selbstironie im Genre. Von den drei Rappern Tarek, Maxim und Nico traute man Ersterem stets am ehesten eine Solokarriere zu, er war nicht nur immer schon der versierteste Rapper der Gruppe, seine Punchlines zündeten das entscheidende My bissiger als die der Kollegen, … weiterlesen

Lautten Compagney

Lautten Compagney

Circle Line

Der Name führt in die Irre: »Circle Line« heißt das neue Album der Berliner Alte-Musik-Experten von Wolfgang Katschners Lautten Compagney. Gemeint ist nicht die Londoner U-Bahn, sondern die Ringbahn der deutschen Hauptstadt. Und natürlich ist der Titel auch nur im übertragenen Sinn zu lesen. Als: Alles ist mit allem verbunden. Denn gleich, ob man sich für die Ideen der alten … weiterlesen

Paul Dessau / Ensemble Avantgarde

Paul Dessau / Ensemble Avantgarde

Chamber Music

Musik von Paul Dessau (1894–1979) wird heutzutage kaum gespielt. Die vorliegende Aufnahme zeigt in ihrer Werkauswahl Einblicke in ein unerwartet vielfältiges kammermusikalisches Schaffen, facettenreich interpretiert von Steffen Schleiermacher am Klavier und dem Leipziger Ensemble Avantgarde. Die Aufnahme vereint Werke aus dem Zeitraum 1924 bis 1976, die Anordnung der Stücke lässt dabei dramaturgisch wirkungsvoll verschiedene Stilistiken und Stimmungen aufeinandertreffen. Zu Beginn das … weiterlesen

Ssio

Ssio

Messios

»Scheiß auf Trap, das ist Mittelalterrap«: Ssiawosch Sadat, besser bekannt unter dem Kampfnamen Ssio, hat sich für sein jüngstes Werk »Messios« vier Jahre Zeit gelassen, um im Wesentlichen alles beim Alten zu lassen. Getreu der Maxime »Rap immer wieder mit derselben Thematik« zu machen, geht es um das Paralleluniversum Bonn-Tannenbusch und die heilige thematische Trias Blunts, Beleidigungen und Bordellbesuche. Hat … weiterlesen

Camila Cabello

Camila Cabello

Romance

Manche mögen es für eine steile These halten, aber wenn schon sonst nicht, so hat die westliche Welt im vergangenen Jahrzehnt Fortschritte in Sachen Mainstreampop gemacht. Vor zehn Jahren hatten wir die Black Eyed Peas und LMFAO, heute haben wir immerhin Beyoncé oder eben Camila Cabello. Dem Castingzirkus des amerikanischen Fernsehens entsprungen, ist sie aus ihrer Girlgroup Fifth Harmony ausgeschert, … weiterlesen

Pumarosa

Pumarosa

Devastation

Obwohl Pumarosa mit ihrem Debütalbum »The Witch« eines der besten Alben des Jahres 2017 veröffentlicht haben und das Quartett mit Größen wie Depeche Mode oder Interpol getourt ist, gab es nicht nur Grund zur Freude für die aufregendste neue britische Formation der letzten vier Jahre. Ganz im Gegenteil. Denn genau in der Woche, als Pumarosa ihren Erstling veröffentlichten, wurde bei … weiterlesen

Maria Taylor

Maria Taylor

Maria Taylor

Oh, du süßer Widerspruch, mag man seufzen, wenn Maria Taylor in »Waiting in Line« singt: »I’m getting older, but I’ve got time / Made my decisions / I’ve changed my mind / Now there’s this feeling I’m waiting in line.« Dabei ist ihre ganze Karriere von Widersprüchen geprägt. Sie wird als Folk-Pop-Elfe gefeiert, zierlich und mit sanfter Stimme. Dabei steckt in … weiterlesen

Bonnie »Prince« Billy

Bonnie »Prince« Billy

I Made A Place

Will Oldham ist neben Bill Callahan und Jason Molina einer der bedeutendsten Indie-Country-Musiker der letzten 25 Jahre. Nicht zufällig coverte Johnny Cash seinen Song »I See A Darkness«. Anfang der neunziger Jahre veröffentlichte er erstmals mit Freunden unter dem Namen Palace. Später legte er sich das Pseudonym Bonnie »Prince« Billy zu. Aber selbst für ausgewiesene Fans ist es praktisch unmöglich, … weiterlesen