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Kuhnau

Kuhnau

Geistliche Musik

Am Anfang mögen nicht wenige gelächelt haben angesichts des Planes, alle vorhandenen Kirchenmusiken des Bach-Vorgängers im Amt des Thomaskantors Johann Kuhnau auf CD zu bannen. Denn im Streaming-Zeitalter scheint solch ein Großvorhaben durchaus riskant, zudem lag für viele Werke nicht einmal Aufführungsmaterial vor. Doch mittlerweile ist das Bergfest gefeiert und die vorliegende fünfte von insgesamt acht Scheiben zeigt, dass die … weiterlesen

John Eliot Gardiner / English Baroque Soloists

John Eliot Gardiner / English Baroque Soloists

Bachs Violinkonzerte

Wer in den letzten Jahren Gelegenheit hatte, Live-Aufführungen der English Baroque Soloists mit Konzertmeisterin Kati Debretzeni unter der Leitung John Eliot Gardiners zu erleben, wird sich freuen, die Barockgeigerin mit ihrem innigen und agilen Spiel in der vorliegenden Aufnahme so exponiert zu hören. Die zwei bekannten Violinkonzerte a-Moll BWV 1041 und E-Dur BWV 1042 erfüllt Debretzeni in den schnellen Ecksätzen mit … weiterlesen

Ätna

Ätna

Made By Desire

Ziemlich schade, dass Metro Goldwyn-Mayer die Chance vertan hat, Ätna für den neuen »James Bond«-Titelsong anzufragen: Style, Gefahr, Glamour, Abenteuer, »Made By Desire« liefert das alles und ist nebenbei noch das bislang spannendste Debüt des jungen Jahres. Der Titel samt durchgestyltem Cover, das wirkt wie einer Ausgabe der Vogue entnommen, deutet schon an, dass hier mit bewusst großen Gesten musiziert … weiterlesen

Prinz Porno

Prinz Porno

Mit Abstand

Wenn Friedrich Kautz, Familienvater aus dem Prenzlauer Berg und so ziemlich der deutscheste Typ unter unserer trüben Sonne, in den Eröffnungstrack ein launiges »Inshallah« einstreut und von seinen »Akhis« schwadroniert, wirkt das durchaus befremdlich. Es selbst sieht das wahrscheinlich anders, farbenblindes Straßenkind und so. »Ferrari in Orange / ihre Haare platinblond / ich fühl mich auf dem Beat so wie … weiterlesen

Fernando Falcão

Fernando Falcão

Memória Das Águas

»Memória Das Águas«, das 1979 erschienene Album von Fernando Falcão, ist ein vergessenes Stück brasilianischer Kultur. Schon zu seiner Entstehungszeit war diese Musik ungewöhnlich. Ein ganz besonderes Werk, das schwer einzuordnen war. Falcão, Dichter, Komponist, Improvisationsmusiker, Instrumentenbauer, Künstler, war ein Mann, der keine musikalischen Grenzen kannte. Seine Musik spielte der 1969 nach Paris emigrierte Brasilianer unter anderem auf selbst gebauten … weiterlesen

Nada Surf

Nada Surf

Never not together

»Never not together« als Antithese zu »Ich bin immer da, wo du nicht bist«? Nein, nein, nein. Es ist nicht einmal eine Art Übersetzung von »Drüben auf dem Hügel möchte ich sein«. Das neunte Studio-Album von Nada Surf ist kein Liebesalbum. Es knüpft vielmehr an die Refrainzeile von »Always Love« an: »Hate will get you every time«. Zu dieser Zeile … weiterlesen

Real Estate

Real Estate

The Main Thing

Real Estate basteln seit nunmehr fünf Alben am perfekten nostalgischen Schlafzimmer-Pop. Nostalgisch sind dabei vor allem die Reminiszenzen an den amerikanischen Folk-Pop der Sechziger und Siebziger. Spätestens seit dem letzten Album ist auch der Einfluss der Achtziger unüberhörbar. Die Beach Boys, Yo La Tengo und Felt sind immer noch Klangverwandte im Real-Estate-Kosmos. Die Band, die in Brooklyn wohnt und arbeitet, … weiterlesen

Patricia Kopatchinskaja

Patricia Kopatchinskaja

Time and Eternity

Die in der Schweiz lebende, 1977 in Moldawien geborene, mittlerweile legendäre Geigerin Patricia Kopatchinskaja hat sich von herkömmlichen Konzert- und Plattenformaten verabschiedet, bringt künstlerische Konzepte auf die Bühne, die sogenannte »Klassik« in ungewohnte Kontexte stellen. Ihre künstlerischen Statements leben nicht nur von überraschenden Einfällen, sondern vor allem von der unglaublichen Intensität ihres Violinspiels. Kopatchinskajas erdverbundene Klanglichkeit ist für jedermann auch … weiterlesen

LXC

LXC

Cyanz

Cyan train is coming! Mit groovy Gefahrengut! 45Seven, das Alphacut Records-Sublabel für 7"-Singles mit bassschwerem und teils gen Jungle Roots verstricktem Dub (ohne -step: längst Schritte weiter), beginnt 2020 mit der Jubiläumsnummer 20 und die ist von ausgesucht ätzender Qualität. Denn die vom Labelchef LXC produzierte Soundattacke klingt A-seitig, als wäre King Tubby-Sprössling Scientist definitiv Chemiker und hier zur Session … weiterlesen

Blond

Blond

Martini Sprite

Es fängt ein bisschen albern an, wenn die drei Chemnitzerinnen singen, dass wir viel Spaß haben sollen mit dem Album. Aber dann haben wir den! Denn sie foppen uns so schön. Wenn sie von esoterischen Relax-Szenarien wie Meeresrauschen und Geborgenheit im Hier und Jetzt singen, knallt der Refrain überraschend raus: Ich will und kann mich nicht entspannen. Wenn es in … weiterlesen