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Rezensionen

Alles ist gutgegangen

Alles ist gutgegangen

F 2021, R: François Ozon, D: Sophie Marceau, André Dussollier, Géraldine Pailhas, 113 min

Nachdem der 85-jährige André einen Schlaganfall erlitten hat, der ihn linksseitig gelähmt zurücklässt, verliert der zweifache Vater jeglichen Lebensmut. Zu seiner Ehefrau, die ebenfalls krank ist, hat er keinen engen Kontakt mehr, seitdem sie von seiner Beziehung zu einem anderen Mann erfahren hat. Doch auch mit Gérard hat André mittlerweile Schluss gemacht. Deswegen wendet er sich mit seiner Bitte an Emmanuèle, seine ältere Tochter. André möchte, dass sie ihm dabei hilft, sein Leben zu beenden. Obwohl sie in ihren Teenager-Jahren kein gutes Verhältnis zu ihrem Vater hatte, will Emmanuèle nun alles Menschenmögliche tun, um André diesen letzten Wunsch nach humanem Sterben zu erfüllen. »Alles ist gutgegangen« steht in der Tradition der neueren Filme François Ozons (»Gelobt sei Gott«), in denen sich der französische Starregisseur schwieriger Themenfelder mit inszenatorischem Feingefühl angenommen hat. Das zugrundeliegende Buch von Emmanuèle Bernheim, mit der Ozon seit »Unter dem Sand« mehrfach zusammengearbeitet hat, basiert auf autobiografischen Ereignissen und beleuchtet in erster Linie die bürokratischen Fallstricke, die sich hier vor allem den Angehörigen in den Weg legen. Ozon ist erneut ein wichtiger Film zu einem gesellschaftlichen Tabuthema geglückt, das es längst zu reformieren gilt, um unheilbar Kranken oder unter unmenschlichen Bedingungen Lebenden einen würdigen und legalen Tod zu ermöglichen. Frank Brenner

In den besten Händen

In den besten Händen

F 2021, R: Catherine Corsini, D: Valeria Bruni Tedeschi, Marina Foïs, Pio Marmaï, 109 min

Die Liebesbeziehung zwischen der Comic-Zeichnerin Raf und der Verlegerin Julie geht gleich zu Beginn in die Brüche – so wie der Knochen in Julies Arm, die stürzt, als sie ihre Partnerin davon überzeugen möchte, bei ihr zu bleiben. Julie wird ins Krankenhaus eingeliefert, gleichzeitig treffen dort nach gewaltvollen Auseinandersetzungen mit der Polizei immer mehr Teilnehmer an den Gelbwesten-Protesten ein. Lange Wartezeiten, eine überlastete Notaufnahme – das Krankenhaus dient als Schauplatz, an dem Raf und Julie aus der behäbigen Bourgeoisie auf den Demonstranten Yann treffen, von Beruf Lastwagenfahrer, der am Existenzminimum und immer noch bei seiner Mutter lebt. Die kriselnde Ehe, der Knochenbruch, die Splitter in Yanns Bein, Figuren, die sich gegenseitig ins Wort fallen und damit symptomatisch für eine gespaltene Gesellschaft stehen – denn vor allem durch diese zieht sich der Bruch (Originaltitel: »La fracture«). Der Film dreht sich um die große Frage: Emmanuel Macron oder Marine Le Pen? In Anbetracht der anstehenden Präsidentschaftswahlen in Frankreich ist er somit wahnsinnig aktuell. Leider scheitert »In besten Händen« an der Umsetzung: Der Film scheint nervenaufreibend ohne größere Botschaft, es fehlt eine geschickt ineinander verwobene Motivik, die humoristischen Elemente wirken deplatziert und das Gesamtwerk überladen von der Metapher des Bruchs. Michelle Schreiber

The Innocents

The Innocents

N/S/DK 2021, R: Eskil Vogt, D: Rakel Lenora Fløttum, Alva Brynsmo Ramstad, Sam Ashraf, 117 min

»The Innocents« gehört zum Horror-Untergenre der Unheimlichen Kinder und ist bei aller Traditionsverbundenheit sehr modern. Der Film kreist um ein Geschwisterpaar – die neunjährige Ida und die elfjährige, stark autistische Anna, die nach dem Umzug in eine Hochhaussiedlung neue Bekanntschaften schließen müssen. Eine davon ist der kleine Ben, der über telekinetische Fähigkeiten zu verfügen scheint, moralisch aber nicht besonders gefestigt ist. Je unschuldiger man dem Film begegnet, desto mehr ist man gefangen in der unvorhersehbaren Story, die mit bedächtigem Tempo und langen Einstellungen erzählt wird und sehr behutsam eskaliert. Damit reiht sich »The Innocents« in die Riege jener psychologischen Horrorfilme ein, die in den Genre-Konventionen vor allem einen Tarnmantel sehen, um weiterführende Themen aufzugreifen. Hier geht es ganz offensichtlich um die kindlichen Innenwelten, in denen sich Empathie und Grausamkeit mit einer märchenhaften Albtraumlogik begegnen können. Erwachsene treten dort nur als eher ohnmächtige Randfiguren auf, ganz so, als könnte sich das Erwachsenwerden insgesamt als Mythos herausstellen. Der Horror von »The Innocents« hat dann auch wenig mit Blut, Monstern oder Schockmomenten zu tun, sondern eher mit dem schleichenden Unbehagen, dass man als Kind einmal eine intuitive Vorstellung vom Bösen gehabt haben könnte, die man seitdem unbedingt zu verdrängen versucht. Markus Hockenbrink

Trümmermädchen – Die Geschichte der Charlotte Schumann

Trümmermädchen – Die Geschichte der Charlotte Schumann

D 2021, R: Oliver Kracht, D: Laura Balzer, Valery Tscheplanowa, Anna Gesa-Raija Lappe, 122 min

»Nur langsam kehren die Männer von der Front zurück und in den Städten sind es die Frauen, die zwischen den Trümmern räumen. Zum Kochen gibt es sowieso nicht viel …« Deutschland, 1946. Das Nazi-Regime ist gestürzt, doch die Befreiung hat Spuren hinterlassen. Die Trümmer liegen auf den Straßen und in den Seelen. Wie kann es weitergehen? Das fragt sich auch Charlotte Schumann. Die junge Frau ist schwanger von einem Kriegsheimkehrer, doch der will weder sie noch das Kind. In ihrer Verzweiflung meldet sich Charlotte für einen »Fräuleinkurs« an. Die Schauspielerin Gloria Deven soll ihre Schülerinnen lehren, wie sie einen Mann für sich gewinnen. Doch der ehemalige Filmstar verfolgt andere Pläne. Trauma, Schuld und sexueller Aufbruch – Regisseur und Drehbuchautor Oliver Kracht will vieles ansprechen und nimmt sich dafür gute zwei Stunden Zeit. In starken Momenten wirkt seine Auseinandersetzung wie ein flirrendes Gewebe von Assoziationen rund um das Thema Macht und Weiblichkeit. Das stilisierte Nachkriegsszenario wird durchmischt mit historischem Bildmaterial von Hitlers Machtergreifung bis zum NSU. Diese Montagen entwickeln eine brodelnde Kraft, Hirsch gelingt es aber nicht, sie konsequent zu kanalisieren. In die Mitte seines Themengeflechts pflanzt er lieber eine Story um Freundschaft, Verführung und Verrat in den eigenen Reihen, die aber zu konstruiert und vage bleibt, um vor dem gezeigten Hintergrund einen wirklichen Erkenntniswert zu bieten. Karin Jirsak

Wo in Paris die Sonne aufgeht

Wo in Paris die Sonne aufgeht

F 2021, R: Jacques Audiard, D: Lucie Zhang, Makita Samba, Noémie Merlant, 105 min

»Les Olympiades«, das 13. Arrondissement von Paris: Das ehemalige Arbeiterviertel ist heute vor allem geprägt von asiatischen Einwanderern und Einwanderinnen wie Émilie Wong. Mit ihrem verhassten Job als Telefonistin kommt sie nicht über die Runden. Eine Mitbewohnerin muss her für die geräumige Wohnung, die ihrer Großmutter gehört. Doch als Camille vor der Tür steht, stellt er sich als männlicher Bewerber heraus. Nach der ersten Enttäuschung landen die beiden im Bett. Daraus entwickelt sich eine Beziehung, die bald schon nicht mehr nur körperlicher Natur ist, was natürlich auch Probleme mit sich bringt. Währenddessen beginnt Nora voller Idealismus ihr Studium und wird jäh gebremst, als sie von Mitschülern gemobbt wird. Ebenso wie Émilie und Camille muss sie sich über ihre Gefühle und Ziele im Leben klar werden. Die Probleme der Singles sind vielleicht denen an einem anderen Ort in Paris oder überall auf der Welt nicht unähnlich, doch das Viertel gibt der Dreiecksgeschichte eine ganz eigene Note. In wunderschönen Schwarz-Weiß-Bildern fängt Paul Guilhaume (»Ava«) das bunte Viertel ein. Die Musik von Rone treibt die Geschichte voran. Jacques Audiard (»Ein Prophet«) und Drehbuchautorin Céline Sciamma (»Porträt einer jungen Frau in Flammen«) fassten vier Kurzgeschichten des japanisch-amerikanischen Autors Adrian Tomine zu einem Drehbuch zusammen und verlegten den Handlungsort von New York an die Seine. Die Geschichten sind universell und werden von dem spielfreudigen Cast hervorragend in Szene gesetzt. Lars Tunçay

Die wundersame Welt des Louis Wain

Die wundersame Welt des Louis Wain

GB 2021, R: Will Sharpe, D: Benedict Cumberbatch, Claire Foy, Taika Waititi, 111 min

Louis Wain ist ein komischer Kauz. Hochbegabt zeichnet er originalgetreu Mensch und Tier nur aus seiner Erinnerung, schreibt Opern und geht danach boxen –, beides eher schlecht als recht – doch wenn es um soziale Interaktion geht, ist er verloren. Die ist aber überlebenswichtig im viktorianischen London um die Jahrhundertwende und als er sich Hals über Kopf in die Gouvernante des Hauses, Emily Richardson, verliebt, wird dies von seinen fünf Schwestern argwöhnisch betrachtet und von der ältesten, Caroline, grundsätzlich abgelehnt. Gegen alle Widerstände heiraten Emily und Louis und seine Zeichnungen von Katzen ermöglichen ihnen ein Auskommen. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen. Das Leben des Louis Wain ist der Stoff für eine Tragikomödie par excellence. Wain gehörte zu seiner Zeit zu den populärsten Malern Großbritanniens, aber reich wurde er davon nicht. Seine Psyche setzte ihm zeitlebens zu und er starb einsam in einer Nervenheilanstalt. Regisseur Will Sharpe lässt uns die Welt durch Wains Augen betrachten. Die Bilder vibrieren, elektrische Spannungen, die Wain in allen lebenden Dingen entdeckte, flirren im klassischen Format 4:3 über die Leinwand, die Benedict Cumberbatch mit Spielfreude zum Leben erweckt. In satten Farben schuf Sharpe einen einzigartigen Film, der an die expressionistische Frühzeit des Kinos erinnert und gleichermaßen zum Lachen wie zum Heulen animiert. Lars Tunçay

Cyrano

Cyrano

GB/USA/CDN 2021, R: Joe Wright, D: Peter Dinklage, Haley Bennett, Kelvin Harrison Jr., 124 min

Cyrano de Bergerac ist im Frankreich des 17. Jahrhunderts ein begnadeter Dichter. Doch er ist kleinwüchsig und deshalb davon überzeugt, dass die wunderschöne Roxanne seine unsterbliche Liebe niemals erwidern würde. Während er vor Publikum immer die elegantesten Worte findet, bringt er es nicht übers Herz, der Angebeteten seine Liebe zu gestehen. Als die ihm erzählt, sich in den jungen Kadetten Christian verliebt zu haben, verspricht Cyrano trotz seiner eigenen Gefühle, ihr zu helfen. Fortan schreibt er im Namen von Christian Briefe an Roxanne. Joe Wrights »Cyrano« ist die Adaption des gleichnamigen Bühnenmusicals, das wiederum auf dem Klassiker von Edmund Rostand basiert. Peter Dinklage schlüpft erneut mit großer Spielfreude in die Hauptrolle und trägt gemeinsam mit dem Gesangstalent von Haley Bennett den Film. Ihre Duette sind die Höhepunkte der ansonsten oftmals austauschbaren Lieder. Die sind nicht zuletzt deshalb austauschbar, weil es auch die Choreografie ist. Große Kulissen, farbenfrohe Kostüme, viele Figuren im Bild – viel mehr kann sich ein Musical eigentlich nicht wünschen. Doch zu oft beschränken sich die Tänzerinnen und Tänzer auf die immergleichen Drehungen und das taktvolle in-die-Luft-Werfen der Arme. Zu selten werden die Möglichkeiten von Kostüm und Setting genutzt und selbst bei den Duetten sieht man kaum mehr als Nahaufnahmen des Gesichts, schmachtende Blicke und ein leidendes Ansingen der ans Herz gepressten Briefe. »Cyrano« ist somit ein ständiges Auf und Ab. Es gibt zwar vereinzelt Neuinterpretationen des klassischen Versdramas, doch gegeben der Vorlage erwartet das Publikum hier eine große Portion Pathos, geradlinige Figuren, viel Geschmachte, Herzschmerz und eine tragische Hauptfigur. Wer genau das sucht oder sich daran erfreuen kann, wird aber mit »Cyrano« und einem hervorragend aufgelegten Peter Dinklage seine Freude haben. KAI REMEN

Belfast

Belfast

GB 2021, R: Kenneth Branagh, D: Caitriona Balfe, Jamie Dornan, Ciarán Hinds, 99 min

Es sind verwirrende Zeiten für den kleinen Buddy. Der Junge wächst im Belfast der späten sechziger Jahre auf. Unbeschwert spielt er mit seinen Freunden in der Straße. Zu Hause kümmern sich die Großeltern liebevoll um den Kleinen. Die Mutter muss sich derweil mit den Rechnungen auseinandersetzen, während sein Vater die meiste Zeit in London arbeitet und nur an den Wochenenden heimkehrt. Buddys Welt ändert sich dramatisch, als die Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten eskalieren und die britische Polizei hart durchgreift. Plötzlich wird von allen verlangt, eine Position zu beziehen und in den eigenen Reihen zu stehen. Für Buddys Familie stellt sich die Frage, ob sie das Land verlassen sollten. Doch der Schritt, das vertraute Umfeld hinter sich zu lassen und irgendwo neu anzufangen, ist für alle schwer. Kenneth Branagh verarbeitet mit »Belfast« seine eigene Familiengeschichte. Über den Nordirland-Konflikt ist bereits viel gedreht worden, Branagh wählt einen sehr persönlichen Zugang und kann sich auf eine starke Besetzung verlassen, die den Film emotional trägt. In ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Bildern und mit dem Soundtrack jener Zeit schafft er ein gutes Gefühl für die stürmischen Jahre, als das Land unter einer schweren Wirtschaftskrise litt und die Fronten sich verhärteten. Ein mitreißendes Werk, das mit sieben Oscarnominierungen Favorit der diesjährigen Verleihung ist. Lars Tunçay

The Card Counter

The Card Counter

USA/GB/CHN/S 2021, R: Paul Schrader, D: Oscar Isaac, Tiffany Haddish, Tye Sheridan, 111 min

William Tell verbringt seine Tage zwischen billigen Motels, Alkohol, Tagebuch und Casinos eingekehrt und anonym. Doch als ihn Cirk auf seinen ehemaligen Vorgesetzten Major John Gordo anspricht, ändert sich das. William kann seine Vergangenheit als Soldat in einem Foltergefängnis nicht mehr verdrängen, denn während er und Cirks Vater für ihre Taten viele Jahre hinter Gittern verbringen mussten, kam Gordo ungestraft davon. Eine gebrochene Hauptfigur ist in einer von Tristesse geprägten Welt auf der schier aussichtslosen Suche nach Vergebung. Es sind diese Dramen und Thriller, die Regisseur und Drehbuchautor Paul Schrader immer wieder auf die Leinwand bringt. Nach dem »Taxi Driver« und einem ehemaligen Militärpriester in »First Reformed« ist es nun ein Spieler, der Karten zählt und in Routinen vor seiner Vergangenheit fliehen will. In »The Card Counter« inszeniert er seinen Protagonisten dabei als peniblen, undurchsichtigen Charakter, der von Schuld zerfressen und doch empathisch genug ist, seinen Schützling Cirk genau davor bewahren zu wollen. Die Kamera hält dabei William und dessen Intentionen zu jedem Moment im Fokus, wovon der Film zusammen mit dem subtilen und bedrückenden Schauspiel von Oscar Isaac lebt. Schrader verzichtet dabei fast gänzlich auf einen klassischen Spannungsbogen und ähnlich wie seine Figuren streift der Film einen Großteil seiner Zeit fast ziellos umher. Das macht den Thriller mitunter zu einer Geduldsprobe. KAI REMEN

Lunana. Das Glück liegt im Himalaya

Lunana. Das Glück liegt im Himalaya

BHU/CHN 2019, R: Pawo Choyning Dorji, D: Sherab Dorji, Ugyen Norbu Lhendup, Kelden Lhamo Gurung, 110 min

Ugyen möchte raus aus Bhutan, dem kleinen Königreich am Rande des Himalaya. Am liebsten nach Australien, wo es breite Strände gibt und er eine Karriere als Musiker starten könnte. Die glitzernden Lichter des Westens locken, in der Realität jedoch wird er als Lehrer nach Lunana versetzt. Das kleine Dorf existiert wirklich, derzeit zählt es sechsundfünfzig Einwohner, die an der Grenze zwischen Tibet und Bhutan mitten in den Bergen wohnen. Elektrizität gibt es dort keine, die meisten der Dörfler haben ihre Heimat noch nie verlassen. Abgeschieden leben sie im Einklang mit der Natur. Die Faszination für seinen Schauplatz merkt man Regisseur Pawo Choyning Dorji deutlich an. Er und seine Crew drehten in den Bergen, mit Solarbatterien und einer Besetzung, die zu großen Teilen aus den Bewohnern von Lunana besteht. Das geht einerseits auf Kosten der Handlung, die nur schleppend voranschreitet, führt andererseits jedoch zu dokumentarisch eindrucksvollen Bildern. Als Stellvertreter für die Zuschauer entdeckt Ugyen Lunana. Die Kamera von Jigme Tenzing fängt dabei Rituale, Gesänge, spielende Kinder und die Zubereitung von Mahlzeiten ein und immer wieder die majestätische Landschaft, grüne Hügel vor weißen Bergketten. Aufnahmen, die auch die diesjährige Oscarjury beeindruckt haben. Mit »Lunana« nominierte sie zum ersten Mal überhaupt ein bhutanisches Werk in der Kategorie Bester internationaler Film. Josef Braun

A Hero – Die verlorene Ehre des Herrn Soltani

A Hero – Die verlorene Ehre des Herrn Soltani

IRN/F 2021, R: Asghar Farhadi, D: Amir Jadidi, Mohsen Tanabandeh, Sahar Goldust, 127 min

Rahim Soltani sitzt im Gefängnis, weil er die Schulden bei seinem Gläubiger nicht mehr zurückzahlen konnte. Bei einem Freigang übergibt ihm seine Freundin eine Tasche mit einem guten Dutzend Goldmünzen, die sie an einer Bushaltestelle gefunden hat. Zunächst möchte Rahim damit zumindest die Hälfte seiner Schulden begleichen, entscheidet sich dann aber doch dafür, lieber die rechtmäßige Besitzerin der Münzen ausfindig zu machen. Als die Gefängnisleitung und die Medien von dieser noblen Tat erfahren, spannen sie Herrn Soltani für ihre Zwecke ein und haben dabei ganz eigene Ideen von der »richtigen«, publikumswirksamen Version seiner Geschichte. Der naive Mann beginnt, sich in ein Lügennetz zu verstricken. Asghar Farhadis (»Nader und Simin«) neuer Film erfordert wieder die Geduld und Aufnahmebereitschaft seines Publikums. Doch dann wird man von der Geschichte mit ihren immer abenteuerlicheren Auswüchsen rasch in den Bann geschlagen. »A Hero« entfaltet eine beachtliche Spannung, gerade auch, weil einem der fremdgesteuerte sympathische Protagonist mehr und mehr leidtut. Farhadi nutzt die Vorkommnisse, um geradezu beispielhaft aufzuzeigen, was in seinem iranischen Heimatland so alles schiefläuft – vom Justizsystem über die Gefängnisse, vom Fernsehen bis hin zu den sozialen Medien zeigt uns der Filmemacher, wie wenig deren Selbstverständnis mit moralischen Werten wie Wahrheit oder Gerechtigkeit zu tun hat. Frank Brenner

Bis wir tot sind oder frei

Bis wir tot sind oder frei

D/CH 2019, R: Oliver Rihs, D: Marie Leuenberger, Joel Basman, Jella Haase, 119 min

Als Bankräuber und Ausbrecherkönig ziert Walter Stürm die Gazetten. Charmant und selbstverliebt windet er sich scheinbar aus jeder noch so misslichen Lage heraus. Eine gute Galionsfigur für die Bewegung der jungen Schweizerinnen und Schweizer, die gegen das Establishment protestieren. Der Staat geht mit aller Härte gegen die Aufständischen vor, die Verhältnisse in den Gefängnissen sind desolat. Als Stürm mal wieder geschnappt wird und einsitzt, beschließt die Anwältin und Aktivistin Barbara Hug, sein Mandat zu übernehmen. Zwischen Hug und Stürm entwickelt sich bald mehr als eine »rein geschäftliche Beziehung«. In die stürmischen Zeiten der frühen achtziger Jahre passt ein Querulant wie Walter Stürm perfekt hinein. Oliver Rihs (»Schwarze Schafe«) zeichnet das Bild eines Außenseiters und nimmt sich einige Freiheiten bei der Interpretation der Geschichte. Joel Basman legt viel schauspielerische Energie in seine Verkörperung. Marie Leuenberger spielt die Anwältin zwischen Selbstzweifeln und Kampfeswillen. Hinzu kommt viel Zeitkolorit der wilden Achtziger zwischen Punks und Spontis, das auch kurz die deutsche Szene jener Zeit streift. Doch die Erzählung bleibt trotz zwei Stunden Lauflänge zu oberflächlich. Man bekommt kein Gefühl für den Menschen Stürm und entwickelt folglich wenig Verständnis für dessen Anziehungskraft auf Hug. Der gut ausgewählte Soundtrack und die Atmosphäre einer Ära des Umbruchs lohnen noch am ehesten die Zeitreise. Lars Tunçay

Luchadoras

Luchadoras

D/MEX 2021, Dok, R: Paola Calvo, Patrick Jasim, 92 min

Über die Femizide in Ciudad Juárez wurde seit Beginn der Mordserie Anfang der neunziger Jahre viel berichtet. Aufgeklärt wurden die brutalen Taten nie. Noch heute ist die nordmexikanische Grenzstadt für Frauen einer der gefährlichsten Orte der Welt. Wie ist es, als Frau in einer solchen Stadt zu leben? Davon erzählen Paola Calvo und Patrick Jasim in ihrer Dokumentation aus der Sicht dreier »Luchadoras« – Wrestlerinnen, die dem allgegenwärtigen Machismo auf ihre ganz eigene Art trotzen: Da ist »Lady Candy«, die tagsüber in einem Beerdigungsinstitut arbeitet und um ihre kleinen Töchter kämpft, die von ihrem gewalttätigen Ex entführt wurden. Da ist »Baby Star«, die sich nie ohne ihre Glitzermaske in der Öffentlichkeit zeigt, und da ist »Mini Sirenita«, die gerade zum zweiten Mal Oma wird, aber trotzdem nicht daran denkt, das Wrestling aufzugeben. Und da sind noch viele mehr. Im Zentrum des Films steht die »Sororidad«, die vereinte Schwesternschaft als wehrhafte Bastion gegen die Gewalt und das Patriarchat, das sie ermöglicht. Es geht um Mütter, Töchter und Großmütter, die für sich selbst und für alle anderen aufstehen und in den Ring steigen. Doch der wahre Gegner ist überall, gesichtslos. Nur indirekt zeigt er sich, was das Grauen noch potenziert. Wir sehen Fotos unzähliger vermisster Frauen auf verwitternden Aushängen an den Mauern der Stadt, die liebevoll geschmückten Gräber – starke Kontraste, die Calvo und Jasim in elektrisierenden Bildkompositionen einfangen. Karin Jirsak

Parallele Mütter

Parallele Mütter

E/F 2021, R: Pedro Almodóvar, D: Penélope Cruz, Milena Smit, Israel Elejalde, 120 min

Die Fotografin Janis lernt während eines Shootings den forensischen Archäologen Arturo kennen. Beide verstehen sich gut und Janis bringt ein Anliegen zur Sprache: Vor ihrem Heimatdorf soll sich ein Massengrab befinden, in dem sie die Gebeine ihres Urgroßvaters vermutet, neben denen vieler anderer Menschen, die im spanischen Bürgerkrieg ermordet wurden. Die Organisation, für die Arturo arbeitet, hätte die Mittel, die Toten zu bergen, so dass sie würdevoll bestattet werden und die Angehörigen einen Abschluss finden könnten. Arturo will sich darum kümmern, die beiden verbringen die Nacht miteinander – und Janis wird schwanger. Neun Monate später teilt die Mittvierzigerin das Krankenhauszimmer mit der deutlich jüngeren Ana, die ebenfalls ein Baby erwartet. Nach der Geburt der Kinder schläft die Bekanntschaft zunächst ein, bis Janis etwas erfährt, das ihre Welt auf den Kopf stellt. Kaum ein Regisseur beherrscht die Kunst des Melodrams besser als Pedro Almodóvar. Diesmal verknüpft er sein Leib-und-Magen-Genre mit einem historischen Nebenplot, was bisweilen etwas zu viel auf einmal ist. Da der Fokus aber auf der Handlung um die gewohnt starken Frauenfiguren liegt, grandios verkörpert von Stammschauspielerin Penélope Cruz und Newcomerin Milena Smit, ist der jüngste Almodóvar zwar nicht der beste, aber immer noch ein gelungener, zutiefst menschlicher Film, in dem vieles anders kommt, als man denkt. Peter Hoch

Come on, come on

Come on, come on

USA 2021, R: Mike Mills, D: Joaquin Phoenix, Gaby Hoffmann, Woody Norman, 109 min

In den Filmen von Mike Mills sind Männer meist das schwache Geschlecht. Sein Spielfilmdebüt »Thumbsucker« ist eine bittersüße Coming-of-Age-Story, in »Beginners« muss sich Ewan McGregor mit dem Coming-out und dem nahenden Tod seines Vaters Christopher Plummer auseinandersetzen und »20th Century Women« schließlich stellt die Frauen als Vorbild für einen heranwachsenden Jungen in den Siebzigern in den Mittelpunkt. In »Come on, come on« gibt Joaquin Phoenix, dessen diabolische Darbietung in »Joker« ihm zuletzt einen Oscar einbrachte, den verletzten Einzelgänger Johnny, der sich um Jesse, den Sohn seiner Schwester kümmern muss. Die beiden verbringen einige Tage in New York, an denen beide wachsen und sich einander nähern. Währenddessen muss sich Viv um ihren geisteskranken Ehemann Paul kümmern. Das Verhalten des Vaters und die Abwesenheit der Mutter haben tiefe Spuren bei Jesse hinterlassen, als er Johnny kennenlernt. Der Teenager lässt sich nur zögernd auf seinen Onkel ein, bis sie eine Reise nach New York unternehmen, wo Johnny für ein Dokumentarfilmprojekt Kinder interviewen muss, die ihm von ihrem Leben erzählen. In den Tagen im Big Apple lernen sich die beiden kennen, Johnny erfährt, was es heißt, Verantwortung für ein Kind zu übernehmen, und Jesse lernt, wie es ist, ein Erwachsener zu sein und ein eigenes Leben zu wählen. Mills erzählt in ruhigen Dialogen und wunderschönen Schwarz-Weiß-Bildern von einer keimenden Freundschaft und von der Schönheit, am Leben zu sein. Lars Tunçay

Licorice Pizza

Licorice Pizza

USA 2021, R: Paul Thomas Anderson, D: Alana Haim, Cooper Hoffman, Bradley Cooper, 134 min

Ganz selten gibt es Filme, die melancholisch und sehnsüchtig machen, ohne dass man je in der Zeit oder an dem Ort der Handlung gelebt haben muss. Regisseur und Drehbuchautor Paul Thomas Anderson (»Magnolia«, »There Will Be Blood«) bringt mit seinem neuen Coming-Of-Age-Drama eine Liebeserklärung zur eigenen Jugend im Kalifornien der siebziger Jahre auf die Leinwand. Er begleitet den 15-jährigen Gary und die 25-jährige Alana auf ihrem schweren Weg zum Erwachsenwerden, dem Finden und Lösen von Vorbildern, der wahren Liebe und dem Drang nach Bedeutung. Eine weiche Farbgebung, das wunderschöne Szenenbild und ein körniges Bild helfen ihm dabei, die Zuschauer in die diffuse, von politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Veränderungen geprägte Welt der US-amerikanischen Siebziger mitzunehmen. Anderson lässt die Zuschauer über 134 Minuten mit seinen verschrobenen und doch irgendwie immer liebenswürdigen Figuren mitlachen und mitfühlen und wer drauf achtet, wird sich fast dauerhaft mit einem breiten Grinsen im eigenen Gesicht erwischen. Mit der Musik von Radiohead-Gitarrist Jonny Greenwood, die unter weiten Teilen der Handlung liegt, wirken viele Szenen melodisch und rhythmisch. So entsteht ein insgesamt locker-leichtes Feeling, das den Problemen und Emotionen der Figuren allerdings nie entgegensteht. Der Film mag eine leichte Länge im letzten Drittel haben und – genregegeben – werden die Randfiguren nur auf einem Stück ihres Weges begleitet und eben nicht in einen abgeschlossenen Handlungs- und Spannungsbogen gezwängt. Trotzdem (oder gerade deshalb) bleibt ein zutiefst persönliches und authentisches Werk, was sich den Lebensrealitäten junger Menschen in gewissenhafter Weise annimmt. »Licorice Pizza« dürfte damit schon jetzt einer der emotionalsten und trotzdem lustigsten Filme des Jahres sein. KAI REMEN

Ballade von der weißen Kuh

Ballade von der weißen Kuh

IRN/F 2021, R: Maryam Moghadam, D: Maryam Moghadam, Alireza Sani Far, Pouria Rahimi, 105 min

Seit einem Jahr trägt Mina Trauer. Ihr Ehemann wurde nach Scharia-Rechtsprechung hingerichtet und nur mit Mühe bringt sie sich und ihre gehörlose Tochter mit einem Job in einer Teheraner Flaschenfabrik über die Runden. Kurz nachdem sie eine weitere schockierende Nachricht erhalten hat, steht Reza vor ihrer Tür, der angibt, ihrem getöteten Mann noch Geld geschuldet zu haben. Zumindest die finanzielle Not ist nun nicht mehr ganz so groß und Reza hilft Mina auch dabei, eine neue Wohnung zu finden. Die »weiße Kuh« steht im Quran für eine unschuldige Person, die dem Tod geweiht ist. Selbst wenn das Publikum ähnlich aufgebaute Filme, wie den mit dem Goldenen Bären auf der Berlinale 2020 ausgezeichneten »Doch das Böse gibt es nicht« oder Asghar Farhadis »The Salesman«, nicht gesehen hat, dürfte es schnell erahnen, worauf vieles hier hinausläuft. Trotzdem gelingt es dem Regieduo Alireza Sanifar und Maryam Moghaddam – Letztere spielt auch die Rolle der Mina – gelegentlich, den gängigen Themenkomplexen rund um das iranische Gesellschafts- und Justizsystem neue Aspekte abzugewinnen, und ihr Film punktet insbesondere mit seinem ambivalenten Ende. Peter Hoch

Are you lonesome tonight?

Are you lonesome tonight?

CHN 2021, R: Shipei Wen, D: Eddie Peng, Sylvia Chang, Yanhui Wang, 95 min

Eine trostlose chinesische Trabantenstadt in der flirrenden Hitze des Sommers. Ming Xue wandelt durch die Nacht wie ein Untoter. Seit er auf dem Heimweg einen Mann angefahren hat, kann er nicht mehr schlafen. Die Schuld verfolgt ihn. Er provoziert Schlägereien, um sich selbst zu bestrafen, findet aber keine Vergebung. Als der Installateur für Klimaanlagen der Witwe des Verstorbenen begegnet, kann er ihr nicht die Wahrheit gestehen. Zu Ming Xues Überraschung scheint die Frau auch keine Trauer zu empfinden über den Verlust des Ehemanns. In dem Fremden findet sie eine Schulter zum Anlehnen. Was als Drama über Schuld und Verlust beginnt, wandelt sich zum düsteren Thriller. Regisseur Wen Shipei jongliert in seinem eindrucksvollen Regiedebüt virtuos mit Genres und Stilmitteln. Seine Inspiration findet er im deutschen Expressionismus. Die langen Schatten der Verfolger, das fahle Neonlicht, die rot gefärbten Bilder der Nacht erinnern an das europäische Kino und die Meister des Film noir wie Polanski und Hitchcock. Die fiebrige Atmosphäre, der mächtige Monsunregen in den hünenhaften Bambuswäldern, Leichen in verlassenen Industrieruinen und Shoot-outs in dunklen Gassen sind zugleich deutliche Verweise an das Hongkong-Kino von Johnny To oder John Woo. Die atmosphärischen Bilder von Kameramann Andreas Thalhammer (»Wilde Maus«) und die disharmonischen Klänge von Hank Lee schrauben zusätzlich am Suspense-Meter. Lars Tunçay

King Richard

King Richard

USA 2021, R: Reinaldo Marcus Green, D: Will Smith, Aunjanue Ellis, Jon Bern, 144 min

Richard Williams überlässt nichts dem Zufall. Die Tennis-Karriere seiner beiden Töchter Venus und Serena hat der engagierte Familienvater Schritt für Schritt durchgeplant. Für die Kinder sieht er das als einzige Chance, aus der Armut rauszukommen und es in der weißen Gesellschaft zu etwas zu bringen. Er selbst hat sich in seinem Leben stets behaupten müssen und will ein besseres Leben für seine Kinder. Dafür stehen sie allerdings auch Tag und Nacht auf dem improvisierten Feld im von Bandenkriegen geprägten Compton. Während die Nachbarn Richard für verrückt erklären und schon mal das Jugendamt informieren, hält seine Frau Brandy zu ihrem Mann. Und tatsächlich zahlt sich die Mühe und Beharrlichkeit irgendwann aus: Venus und Serena werden zum Vorspiel eingeladen und gewinnen ihre ersten Turniere. Doch Richard will die Kontrolle über das Schicksal seiner Kinder nur ungern abgeben und hat seine ganz eigenen Vorstellungen, mit denen er im Ballsport der reichen weißen Oberschicht aneckt. Reinaldo Marcus Green (»Joe Bell«) hat ein Herz für »King Richard« und dessen unerschütterlichen Glauben an den amerikanischen Traum. Die Botschaft mag einfach sein, Green transportiert sie aufrichtig und mit viel Humor. Will Smith glänzt mit der besten Leistung seiner Schauspielerkarriere und kann sich nach zwei Nominierungen Hoffnungen auf seinen ersten Oscar machen. Lars Tunçay

Der Mann, der seine Haut verkaufte

Der Mann, der seine Haut verkaufte

F/TUN/D/B/S 2020, R: Kaouther Ben Hania, D: Yahya Mahayni, Dea Liane, Koen De Bouw, 108 min

Sam Ali ist im Jahr 2011 in Syrien lautstark für Freiheit eingetreten und deshalb ins Fadenkreuz der Regierung geraten. Er flieht in den Libanon, seine Freundin Abeer nutzt die Bekanntschaft zu einem Diplomaten, um nach Belgien zu gelangen. Auch Sam hätte nun die Chance, ein Visum für Belgien zu erhalten, wenn er dem Künstler Jeffrey Godefroy als lebende Leinwand dient. Er lässt sich darauf ein und bekommt von Godefroy ein Schengen-Visum auf den Rücken tätowiert, ein politisches Statement, das in Europa schließlich das Interesse von Menschenrechtsverbänden, aber auch das von Kunstliebhabern weckt. Der zweite Langspielfilm der tunesischen Regisseurin Kaouther Ben Hania wurde im vergangenen Jahr für den Auslands-Oscar nominiert und in Venedig ausgezeichnet. Er enthält einige wirklich starke Aussagen und Szenen, wenn er seinem Publikum vor Augen führt, was es bedeutet, »im richtigen Teil der Welt geboren« zu sein, oder dass Handelsobjekte in unserer Zeit viel freier in der Welt zirkulieren können als Menschen. Angelehnt ist die Geschichte an die Rückentätowierung des Künstlers Wim Delvoye (der hier einen kurzen Gastauftritt hat), dessen lebendes Objekt Tim im Jahr 2008 an einen Privatsammler verkauft wurde. Gegen Ende steigert sich die Filmhandlung zunehmend ins Absurde und kann das Niveau nicht immer halten. Was bleibt, ist ein wichtiges Statement zum Thema Unterdrückung. Frank Brenner